Sonntag, 12. Juli 2026

VaillantXL-Wärmepumpe für Mehrfamilienhäuser

[23.02.2026] In Dortmund wurde erstmals eine sechsstufige Wärmepumpenanlage der XL-Variante in Betrieb genommen. Das System versorgt zwei Mehrfamilienhäuser aus den 1960er-Jahren. Laut den Beteiligten spart es jährlich 20,5 Tonnen CO₂ ein.
Sechsstufige Wärmepumpenanlage „Energy Unit 2.0“ in der XL-Variante: Außen aufgestellte Luft/Wasser-Wärmepumpenmodule in schallgedämmter Einhausung vor einem Mehrfamilienhaus, teilweise mit geöffneten Schutzgittern.

Energy Unit 2.0: Die Anlage arbeitet mit sechs Wärmepumpen und erreicht eine Leistung von rund 80 Kilowatt.

(Bildquelle: Vaillant GmbH)

In Dortmund ist eine neue Wärmepumpenzentrale für den Wohnungsbestand in Betrieb genommen worden. Wie der Hersteller Vaillant mitteilt, wurde die „Energy Unit 2.0” in einem Projekt der Wohnungsgesellschaft DOGEWO21 gemeinsam mit dem Anlagenbauer Alois Müller umgesetzt. Die Anlage erreicht eine Leistung von rund 80 Kilowatt. Sie arbeitet mit sechs Luft/Wasser-Wärmepumpen. Die beiden Gebäude aus dem Jahr 1967 umfassen jeweils zehn Wohnungen mit einer Gesamtfläche von rund 720 Quadratmetern. Zuvor wurden sie mit Gas beheizt. Das System wird industriell vorgefertigt und außen aufgestellt. Vaillant spricht in diesem Zusammenhang vom sogenannten Plug-and-Heat-Prinzip. Das bedeutet, dass die Technik anschlussfertig geliefert wird. Dadurch soll der Aufwand im Gebäude sinken.

Wärmewende im Mehrfamilienhaussegment

Thorsten Baude von Vaillant sagt: „Für die Wärmewende im Mehrfamilienhaussegment brauchen wir wirtschaftlich tragfähige Konzepte, die sich schnell und einfach umsetzen lassen – vor allem im Bestandsbau und ohne Eingriffe in die Wohnbereiche.“ Die XL-Variante besteht aus einem Hydraulikmodul mit Speicher- und Regelungstechnik sowie einem Wärmepumpenmodul. Zum Einsatz kommen sechs Geräte des Typs aroTHERM plus VWL 125/8.1 mit dem natürlichen Kältemittel R290. Zwei Pufferspeicher mit je 800 Litern und ein elektrisches Zusatzheizgerät sichern laut Hersteller den Betrieb bei niedrigen Temperaturen.

Jährlich werden über 20 Tonnen Kohlendioxid eingespart

Laut DOGEWO21 werden durch den Umstieg auf die Wärmepumpe jährlich 20,5 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Die Energieeffizienzklasse verbessert sich dabei von F auf B. Samuel Šerifi von DOGEWO21 erklärt: „Das Projekt leistet einen wertvollen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele und unterstützt die langfristige Dekarbonisierungsstrategie des Unternehmens.“





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