WEMAGDigi-Ortsnetzstation läuft

Thomas Junghans, Netzdienststellenleiter bei der WEMAG Netz und Servicetechniker Domenik Kucz (v.l.) prüfen die Technik in der neuen digitalen Ortsnetzstation in Wittenburg.
(Bildquelle: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer)
Die WEMAG Netz setzt auf Digitalisierung, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen. „Unsere erste digitale Ortsnetzstation mit Niederspannungsabgangsmessung ist ein großer Schritt in die Zukunft und erfüllt die Anforderungen des Energiewirtschaftsgesetzes“, sagt WEMAG-Vorstand Thomas Murche.
Auslastung überwacht
Die neue Technik erfasst Daten auf der Niederspannungsseite, die für die Hausanschlüsse zuständig ist. „So können wir die Netzauslastung überwachen und bei Bedarf reagieren“, erklärt WNG-Geschäftsführer Tim Stieger. Das ist nötig, weil die Zahl steuerbarer Verbrauchsgeräte wie Wärmepumpen, Wallboxen, Batteriespeicher und Klimaanlagen steigt. In Kombination mit intelligenten Messsystemen (Smart Meter) ermöglicht die Technik eine effizientere Netzsteuerung. Verbraucher profitieren von reduzierten Netzentgelten, wenn sie steuerbare Verbrauchseinrichtungen anmelden.
Die nächste digitale Ortsnetzstation wird in Groß Lüben (Prignitz) installiert. Nach der Pilotphase will die WNG alle neuen Stationen auf den digitalen Standard umstellen.
Gesetzliche Vorgaben
Der geänderte §14a des Energiewirtschaftsgesetzes verpflichtet Netzbetreiber, steuerbare Verbrauchseinrichtungen anzuschließen und Netzengpässe zu erkennen. Gleichzeitig müssen die Betreiber solcher Anlagen ihre Anlagen steuern lassen. Ziel ist es, Engpässe zu minimieren, bevor der notwendige Netzausbau abgeschlossen ist.
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