Dienstag, 8. September 2026

Smart MeteringDuisburger Pilot

[26.06.2013] Für ein Smart-Metering-Modellprojekt in einer großen Wohnanlage in Duisburg hat sich die rhein ruhr partner Gesellschaft für Messdienstleistungen für eine Lösung von Anbieter Elster entschieden.
In einer Duisburger Wohnanlage werden intelligente Messsysteme erprobt.

In einer Duisburger Wohnanlage werden intelligente Messsysteme erprobt.

(Bildquelle: rrp)

Die rhein ruhr partner Gesellschaft für Messdienstleistungen (rrp), ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Duisburg und der Stadtwerke Essen, betreibt unter anderem mehrere Smart-Metering-Pilotprojekte. Die 160 Zähler, die im Rahmen eines Pilotprojekts in einer großen Wohnanlage in Duisburg installiert wurden, kann rrp jetzt über eine schlüsselfertige Smart-Metering-Lösung der Firma Elster flexibel via Power Line Communication (PLC) aus der Ferne auslesen und steuern. Das Projekt ist ein Feldversuch für intelligente Messsysteme und interoperable PLC-Technologie bei Wohnungs­gesellschaften und soll als Bestandteil des Smart-Metering-Programms der rrp etwa zwei Jahre laufen.

Standardisiertes Paket

Die RDS-Lösung von Elster – RDS steht für Rapid Deployment Solution, also eine schnell realisierbare Lösung – ermöglicht kostengünstige Leerstandsabschaltungen und Zwischenablesungen über eine bidirektionale Kommunikation zwischen den intelligenten Zählern und der Zentrale der rrp bei den Stadtwerken Duisburg. Die Zählerkommunikation entspricht dem IDIS-Standard, einem der globalen Standards für Smart Metering. Das Lösungspaket setzt sich vollständig aus Produkten von Elster zusammen und besteht aus dem Smart Meter AS1440 mit steck­baren AM500 PLC-Modulen, dem Datenkonzentrator RTU+Server sowie dem EIServerTM als Zählerdaten-Management-System. Auch Projektdienstleistungen und Projekt-Management stammen aus der Hand des Anbieters.
„Mit diesem Piloten wollen wir den wirtschaftlichen und betrieblichen Nutzen einer Smart-Metering-Infrastruktur im Bereich der Wohnungswirtschaft darstellen“, erklärt Uwe Ernst, Bereichsleiter Zählerservice Strom bei rrp. „Für Elster haben wir uns entschieden, weil uns das Lösungspaket und seine Realisierungsfähigkeit überzeugt haben. Dadurch konnten wir das Projekt in rund einem Monat abwickeln. Zudem war es uns wichtig, mit einem Partner zusammenzuarbeiten, der schon andere Lösungen nach Interoperabilitätsstandards eingeführt hat.“

Schneller zum Ziel

Mit RDS-Lösungspaketen von Elster können Versorgungsunternehmen Smart-Metering-Strukturen für Strom, Gas und Wasser schneller und kostengünstiger planen und aufbauen. RDS-Lösungen können wenige hundert bis zu mehrere hunderttausend Messpunkte skalieren und sind ausgelegt für Interoperabilität, Datenschutz und Datensicherheit. Die Austauschbarkeit der einzelnen Lösungsbestandteile ermöglicht es, spezifische nationale oder regionale Anforderungen zu erfüllen und mit den technischen Anforderungen zu wachsen. Das bedeutet, dass Versorgungsunternehmen kurzfristig eine Smart-Metering-Lösung einführen und deren Leistungsumfang entsprechend ausbauen und anpassen können. Das sorgt für langfristige Investitionssicherheit.
„Die RDS-Serie umfasst eine Reihe von Standardlösungen, die jeweils auf die Anforderungen spezifischer Marktsegmente abgestimmt sind. Sie alle kombinieren die Bestandteile Zählerdaten-Management, bidirektionale Kommunikation und intelligente Zähler zu einer einheitlichen Plattform“, so Luis Goncalves, Vice President Sales bei Elster Integrated Solutions. „Im Vergleich zu maßgeschneiderten Einzellösungen kommen unsere Kunden mit Elster RDS schneller und kostengünstiger zum Ziel und können die Lösung dennoch flexibel aufrüsten und anpassen.“ Gerade die deutschen Kunden von Elster könnten durch RDS erste Erfahrungen mit Smart Metering und seinen veränderten Geschäftsprozessen sammeln. Luis Goncalves: „Diese Prozesserfahrungen werden erheblich zum Projekterfolg bei späteren Ende-zu-Ende-Lösungen gemäß den Anforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beitragen.“
Im konkreten Anwendungsfall bei rrp in Duisburg ermöglicht allein schon die Fernauslesung und -steuerung der Zähler mit RDS deutliche betriebliche Einsparungen, da die Anzahl der Ortstermine, die in solch großen Wohnanlagen mit häufigen Mieterwechseln typisch sind, stark reduziert werden kann.

Jörg Klärner ist Key Account Manager bei Elster Integrated Solutions, Mainz-Kastel.




Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik

cortility: KI automatisiert Standardanliegen

[03.09.2026] cortility und Pipeforce wollen Künstliche Intelligenz stärker für die automatisierte Bearbeitung von Kundenanliegen bei Energieversorgern einsetzen. Standardvorgänge wie Zählerstandsmeldungen, Umzüge oder Abschlagsfragen sollen sich damit weitgehend ohne manuelle Eingriffe verarbeiten lassen. mehr...

Illustration eines Laptops, aus dessen Bildschirm eine Rechnung in Papierform ausgegeben wird. Die Darstellung symbolisiert den digitalen Rechnungsversand.

E-Rechnung: Versandpflicht wird ausgeweitet

[26.08.2026] Für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Umsatz verschärfen sich zum Jahreswechsel die Vorgaben für elektronische Rechnungen. Ab Januar 2027 müssen sie E-Rechnungen nach der europäischen Norm EN 16931 versenden. Ein Jahr später gilt die Vorgabe für alle Unternehmen. mehr...

bericht

KRITIS-Schutz: Resilienz ist Pflicht

[18.08.2026] Mit dem KRITIS-Dachgesetz sind Städte und Gemeinden unter Zugzwang: Bis Mai 2027 müssen Schutzkonzepte stehen. Doch zwischen gesetzlicher Pflicht und gelebter Resilienz klafft häufig noch eine gefährliche Lücke. mehr...

Maingau: Portfoliomanagement in der Cloud

[14.08.2026] Maingau hat sein Portfolio-Management auf eine Cloud-Lösung von Kisters umgestellt. Damit will der Energieversorger Handelsprozesse stärker automatisieren und weitere Funktionen in die Systemlandschaft integrieren. mehr...

bericht

Kundenservice: Vom Antrag zur Lösung

[13.08.2026] Stadtwerke können ihre Kundenservices mit durchgängigen End-to-End-Prozessen effizienter gestalten. Standardisierte Abläufe, intelligentes Routing und KI sollen Bearbeitungszeiten verkürzen und Mitarbeitende entlasten – entscheidend bleibt dabei die Verbindung von Technik, Daten und Menschen. mehr...

kraftwerk Software Gruppe: Joules erhält KI-Funktionen

[13.08.2026] Die kraftwerk Software Gruppe hat die Software Joules erweitert. Das aktuelle Release bringt KI-gestützte Funktionen für verschiedene Arbeitsabläufe sowie ein neu aufgebautes Kunden-, Lead- und Servicemanagement. mehr...

bericht

IT-Infrastruktur: Vollumfassende Integration

[11.08.2026] Neue digitale Angebote und gesetzliche Anforderungen überfordern die IT-Landschaften der Stadtwerke zunehmend. Insbesondere bei systemübergreifenden Prozessen reichen punktuelle Integrationen nicht mehr aus. Gefragt sind vielmehr durchgängige Prozessketten, die verteilte Anwendungen zuverlässig verbinden. mehr...

cortility: EDM-Kooperation mit endica

[11.08.2026] Das Unternehmen cortility überträgt die bislang von endica eingesetzten Lösungen für das Energiedatenmanagement auf SAP S/4HANA Utilities. Damit soll das Energiedatenmanagement für Strom und Gas auch in der neuen Systemlandschaft von endica verfügbar sein. mehr...

Kraftwerk Software Gruppe: Neue KI-gestützte Wissensplattform vorgestellt

[24.07.2026] Die Kraftwerk Software Gruppe hat mit der Lösung kraftwerk.Knowledge eine KI-gestützte Wissensplattform für Versorgungsunternehmen vorgestellt. Sie soll Stadtwerke bei der Dokumentation, der Einhaltung regulatorischer Vorgaben und der schnellen Suche nach Fachinformationen unterstützen. mehr...

Civitas Connect: Offene digitale Basisinfrastrukturen

[20.07.2026] Ein offener Brief fordert, bestehende offene Daten- und Integrationsplattformen stärker in die föderalen Digitalstrukturen einzubinden. Laut Initiator Civitas Connect richtet sich die Initiative an Bund, Länder und weitere zuständige Gremien. Kommunen, öffentliche Unternehmen und andere Organisationen können sich der Erklärung bis Ende September anschließen. mehr...

cortility: SAP-Umstellung bleibt eine Herausforderung

[17.07.2026] Mit dem Ende des Supports für SAP R/3 Ende 2027 wächst der Zeitdruck für Energieversorger. Nach Einschätzung des IT-Dienstleisters cortility werden jedoch zahlreiche Unternehmen den Termin nicht einhalten können. mehr...

enercity: Test für KI-Energie-Assistenten

[16.07.2026] enercity hat die Testphase eines KI-Energie-Assistenten gestartet, der Kundinnen und Kunden die Verwaltung ihres Energievertrags direkt über ChatGPT ermöglichen soll. Nach Angaben des Unternehmens können unter anderem Vertragsdaten eingesehen, Rechnungen abgefragt und Zählerstände übermittelt werden. mehr...

Stadtwerke Baden-Baden: Neue GIS-Plattform für alle Versorgungssparten

[10.07.2026] Die Stadtwerke Baden-Baden stellen ihre Geoinformations- und Netzsysteme schrittweise auf eine neue webbasierte Plattform um. Nach Angaben von VertiGIS soll damit eine integrierte Arbeitsumgebung für die Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme entstehen. mehr...

bericht

Mahnwesen: Lücke im SAP-System

[09.07.2026] Stadtwerke, die SAP im Mahnwesen einsetzen, müssen Mahngebühren manuell verbuchen. Das kostet wertvolle Arbeitszeit und birgt die Gefahr von Fehlbuchungen und Compliance-Risiken. Eine SAP-basierte Erweiterung automatisiert den Prozess und beseitigt diese Schwachstelle. mehr...

cortility: Einfacher Lieferantenwechsel

[08.07.2026] Der IT-Dienstleister cortility hat eine Software vorgestellt, die Energieversorger beim seit 2025 geltenden 24-Stunden-Lieferantenwechsel unterstützen soll. mehr...