WindpoolEnergieversorgung Rottweil tritt bei
Da sich Windkraftprojekte in der Region aller Voraussicht nach frühestens in drei Jahren realisieren lassen, beteiligt sich die Energieversorgung Rottweil (ENRW) jetzt an der Beteiligungsgesellschaft Windpool. „Die Windpool GmbH beteiligt sich an Windparks in ganz Deutschland mit guten Windbedingungen“, sagt ENRW-Geschäftsführer Christoph Ranzinger. „Es handelt sich ausschließlich um Anlagen auf dem Festland, dem so genannten Onshore-Bereich, da deren Technik mittlerweile als ausgereift gilt.“ Wie die ENRW mitteilt, soll es mittelständischen Stadtwerken und Regionalversorgern im Windpool-Verbund ermöglicht werden, sich an insgesamt rund 15 bis 20 Windparkprojekten zu beteiligen, um dadurch eine optimale Streuung einzelner Standort- und Projektrisiken zu erzielen. Anvisiert sei eine Gesamtleistung von 100 Megawatt (MW). Die einzelnen Windparks sollen in einem Leistungsbereich von zwei bis zwölf Megawatt liegen. „Profitiert werden soll zudem von Einkaufsvorteilen von Windpool am Markt für Onshore-Windparkprojekte und damit zusammenhängenden Dienstleistungen“, so Ranzinger. „Auch bei der Direktvermarktung des Stroms verfügt dieses Modell über mehr Möglichkeiten und kann bessere Konditionen erzielen, als ein einzelner Windpark.“ Die erwarteten Investitionskosten liegen bei rund 160 Millionen Euro, teilt die ENRW weiter mit. Davon werden 40 Millionen Euro in Form von Einlagen der Stadtwerke und Regionalversorger sowie stillen Beteiligungen von Energiegenossenschaften eingesammelt. Die ENRW beteilige sich zunächst mit der Mindesteinlage von 400.000 Euro, was einer Leistung von einem MW entspreche. Damit lassen sich rund zwei Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Derzeit gehören Windpool zwölf kommunale Stadtwerke und Energieversorger an.
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