Freitag, 16. Januar 2026

WiesbadenFernwärmenetz erreicht Rathaus

[18.11.2020] Der Wiesbadener Energieversorger ESWE baut die Versorgung der Innenstadt mit Fernwärme aus. Inzwischen wurde auch das Rathaus der hessischen Landeshauptstadt angeschlossen.
Die symbolische Inbetriebnahme der Fernwärmeanlage erfolgte im Wiesbadener Rathaus.

Die symbolische Inbetriebnahme der Fernwärmeanlage erfolgte im Wiesbadener Rathaus.

v.l.: Jörg Höhler, Vorstandsmitglied ESWE Versorgung; Stadtrat Hans-Martin Kessler; Ralf Schodlok, Vorstandsvorsitzender ESWE Versorgung; Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

(Bildquelle: ESWE)

In Rekordzeit hat ESWE Versorgung laut eigenen Angaben in Wiesbaden rund 330 Meter doppelläufige Fernwärmeleitungen in koordinierten Arbeitsschritten verlegt und gleichzeitig 300 Meter Gas- und Wasserleitungen erneuert. Zudem seien in der Landeshauptstadt Fernwärme-Übergabepunkte für den hessischen Landtag und eine neue Gewerbeimmobilie in der Ellenbogengasse realisiert worden. Sie können bei Fortschritt der Renovierung oder des Hochbaus einfach angeschlossen werden. Umgesetzt werde damit die Fernwärmeversorgung für das Rathaus sowie für das Alte Rathaus/Standesamt.
„Seit 2016 wird das ESWE-Fernwärmenetz in Richtung Innenstadt erweitert“, berichtet der Wiesbadener Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD). „Der Ausbau unseres Fernwärmenetzes ist eine klare Investition in die Zukunft“, ergänzt der ESWE-Vorstandsvorsitzende Ralf Schodlok. „Durch diese Maßnahme können städtebaulich wichtige Gebäude ökologisch sinnvoll beheizt werden und ohne eigene Heizzentralen auskommen.“ So solle auch das noch im Rohbau befindliche Museum Ernst zukünftig mit Fernwärme versorgt werden. Der Anschluss ist für Ende 2020 oder Anfang nächsten Jahres geplant, kündigt ESWE an. Jährlich könnten nun etwa 160.000 Kilogramm CO2 eingespart werden. Damit würden rund zwei Drittel der bisherigen CO2-Emissionen vermieden. Auch finanziell werde langfristig mit einer Amortisierung zu rechnen sein. Der Umbau auf Fernwärme hat laut ESWE 399.649 Euro gekostet und damit etwa 10.000 Euro weniger als veranschlagt. Die Kosten wurden im Haushalt 2019 und 2020 bereitgestellt.





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