Stadtwerke TübingenFörderung für Großwärmepumpe erhalten

Die Stadtwerke Tübingen haben jetzt für den Bau einer Großwärmepumpe eine Förderung vom Bund erhalten.
(Bildquelle: swt/Jaeger)
Die Stadtwerke Tübingen treiben den Bau einer Großwärmepumpe am Klärwerk mit einer Bundesförderung von 23 Millionen Euro voran. Wie der Energieversorger mitteilt, stammt das Geld aus dem Programm für effiziente Wärmenetze und ermöglicht es, die Planungen für eines der wichtigsten Projekte der lokalen Fernwärmetransformation zu beschleunigen.
Die Anlage gilt als zentraler Schritt hin zu einer klimafreundlicheren Wärmeversorgung. Künftig soll sie große Mengen erneuerbarer Wärme in das Netz einspeisen und so fossile Energieträger ersetzen. Die Ausschreibungen und Detailplanungen sollen noch in diesem Jahr starten, der Spatenstich ist für 2028 vorgesehen. Die erste Ausbaustufe soll 2030 in Betrieb gehen.
Die Transformation der Fernwärme verlangt laut Stadtwerk hohe Investitionen und einen parallelen Ausbau der Netzinfrastruktur. Größere Wärmemengen aus erneuerbaren Quellen müssen über leistungsfähige Leitungen zu den Verbrauchern transportiert werden. Die Stadtwerke setzen dabei auf eine abgestimmte Strategie aus neuen Erzeugungsanlagen und dem Ausbau zentraler Trassen.
Zur Absicherung der Versorgung entsteht zusätzlich im Gebiet Mühlbachäcker ein gasbetriebenes Spitzenlast-Heizwerk mit 20 Megawatt Leistung. Es ersetzt mehrere sanierungsbedürftige Anlagen und schaffe frühzeitig neue Anschlussmöglichkeiten für Kunden, bis die Großwärmepumpe verfügbar ist. Später soll es vor allem in Lastspitzen als Reserve dienen.
In den vergangenen zwei Jahren hat das Unternehmen bereits wichtige Etappen erreicht. Dazu zählen der Solarthermiepark Au, der seit Herbst 2025 Wärme ins Netz einspeist, sowie neue Leitungsabschnitte entlang zentraler Entwicklungsachsen. Ein technisch aufwendiges Projekt war zudem die Verlegung einer Fernwärmeleitung unter dem Neckar, die zwei Teilnetze verbindet und weitere Ausbaugebiete erschließt.
Mit der Förderung sieht sich das Unternehmen in seiner Strategie bestätigt. Die Großwärmepumpe am Klärwerk markiert den nächsten großen Schritt, um die Fernwärme in Tübingen langfristig klimaneutral auszurichten.
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