Mittwoch, 6. Mai 2026

BrandenburgFörderung von Speichern

[03.04.2018] Das Land Brandenburg will Solarspeicher fördern und legt ein Förderprogramm für Privathaushalte auf. Zudem soll die Braunkohleregion Lausitz zur Modellregion für Energiespeicher werden.

Brandenburgs Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber (SPD) hat bei der Eröffnung des 3. Brandenburger Energiespeichertages (29. März 2018) in Potsdam ein neues Förderprogramm der Landesregierung für Energiespeicher angekündigt. Nach den Worten des Ministers ist Brandenburg schon heute Vorreiter beim Ausbau der erneuerbaren Energien und hat Erfahrung damit, wie schwierig es ist, die Netze stabil zu halten, wenn der Anteil der Erneuerbaren am Strommix steigt. „Deshalb haben wir vor allen anderen Bundesländern zahlreiche Aktivitäten gestartet, um die Markteinführung von Speichern zu unterstützen“, sagte Gerber. Sein Ministerium habe nun das Förderprogramm 1.000 Speicher für den Nachtragshaushalt angemeldet. Damit sollen noch in diesem Jahr kleinere Speicher für Privathaushalte gefördert werden, die etwa mit Photovoltaikanlagen auf Dächern selbst Strom erzeugen.
Zudem will die Landesregierung die Region Lausitz, die vom Kohleausstieg besonders betroffen ist, zu einer Modellregion für Energiespeicher machen. Dafür seien bereits verschiedene Projekte in Sicht. Gerber: „Es gibt Überlegungen für ein Batteriegroßprojekt mit 60 plus X Megawatt in der Lausitz. Wir prüfen, ob ein Rotationsspeicher in der Lausitz entstehen kann. Wir setzen uns dafür ein, dass der Bund im Rahmen der Strukturentwicklung ein Fraunhofer-Institut für Speichertechnologien in der Lausitz ansiedelt. Und wir versuchen, eine Fabrik für die Produktion von Batteriezellen in der Region anzusiedeln.“ Gerade weil die Speicherentwicklung noch ganz am Anfang stehe, gebe es erhebliche Potenziale, Speicher-Wertschöpfung in der Lausitz anzusiedeln, sagte der Minister.





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