ReinhardswaldFreie Bahn für Windräder in Nordhessen

Die hessische Umweltministerin Priska Hinz freut sich, dass die Wertschöpfung der Windparks Langenberg und Farrenplatz in der Region bleibt.
(Bildquelle: HMUKLV / S. Feige)
Das Land Hessen, vertreten durch den Landesbetrieb Hessen-Forst, und die Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) haben jetzt einen Gestattungsvertrag im Forstamt Reinhardshagen unterzeichnet. Wie das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz meldet, steht der Errichtung von bis zu 20 neuen Windenergieanlagen im Staatswald des Forstamts Reinhardshagen nun nichts mehr im Weg. Die der Vertragsunterzeichnung beiwohnende Umweltministerin des Landes Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) sagte: „Wann immer regionale Anbieter als starke Partner für Bürgerbeteiligung bei Windparkprojekten die besten Konditionen bieten, sollen sie bei der Vergabe zur Errichtung von Windkraftanlagen auch zum Zug kommen. Ich freue mich daher sehr, dass uns dies hier im Reinhardswald gelungen ist.“
Das hessische Umweltministerium weist darauf hin, dass der Teilregionalplan Energie Nordhessen erst im Oktober 2016 beschlossen wurde (wir berichteten). Dieser weise 169 Vorranggebiete für Windenergienutzung aus, wobei mit den Vorranggebieten KS 04a Farrenplatz und KS 04b Langenberg ein Schwerpunkt im Reinhardswald liege. Ministerin Hinz erläuterte: „Die Windvorranggebiete Langenberg und Farrenplatz mit etwa 800 Hektar Gesamtfläche sind Kulisse für das größte derzeit in der Umsetzung befindliche Windenergieprojekt im hessischen Staatswald.“ Die Energiegenossenschaft Reinhardswald habe sich aus umliegenden Kommunen gebildet und erfülle dieses Anliegen vorbildlich. Hinz: „Bei der Vergabe weiterer Windkraftstandorte werden die Kriterien ,Bürgerbeteiligung und regionale Wertschöpfung‘ künftig ein stärkeres Gewicht in der Bewertung aller eingehenden Angebote erhalten. Das ist von Anfang an unser Ziel und dafür haben wir nach Verabschiedung eines neuen Haushaltsvermerks im Haushaltsplan 2017 mit konkretisierenden Regelungen für den Landesbetrieb Hessen-Forst auch gesorgt.“
„Mit der EGR übernehmen die Kommunen aktiv Verantwortung für die Erreichung der energiepolitischen Ziele in der Region. Bei der Standortwahl der Windkraftanlagen können somit kommunale Interessen berücksichtigt werden“, betonte der Bürgermeister von Grebenstein und Vorsitzender der Energiegenossenschaft Danny Sutor (parteilos).
Die Kooperationspartner der EGR für das weitere Verfahren sind die Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) und das Energieversorgungsunternehmen EAM (Energie aus der Mitte) mit Sitz in Kassel. Gemeinsam mit der HessenAgentur, dem Planungsbüro BÖF und dem Landesbetrieb Hessen Forst werden sie auf dem zweiten Bürger-Info-Markt in Trendelburg/Gottsbüren über die weiteren Pläne informieren. Termin und Veranstaltungsort stehen noch nicht fest.
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