Samstag, 7. März 2026

Windenergie 2020Genehmigungen bleiben Nadelöhr

[27.01.2021] Der Zubau an Windenergieanlagen in Deutschland war im Jahr 2020 mit 1.431 Megawatt beziehungsweise 420 Anlagen deutlich zu niedrig, obwohl die Steigerung zum Vorjahr etwa 46 Prozent beträgt. Das vermelden die Verbände BWE und VDMA.

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland 1.431 Megawatt beziehungsweise 420 Windenergieanlagen an Land errichtet. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Erhebung der Deutschen WindGuard im Auftrag des Bundesverbands Windenergie (BWE) und des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, VDMA Power Systems. Zwar hat damit der Zubau im Vergleich zum Jahr 2019 um 46 Prozent zugelegt. Allerdings reiche die Menge weder für die Klimaziele noch für den steigenden Bedarf der Industrie nach klimaneutraler Energie, heißt es vonseiten der Verbände. Das zum Jahresende 2020 verabschiedete EEG 2021 sieht bis 2030 ein Ausbauziel der Onshore-Windenergie von 71 Gigawatt vor. Mit Bezug auf das erhöhte EU-Treibhausgas-Minderungsziel strebt das Bundesumweltministerium die Erhöhung des Ausbauziels auf 95 GW an. Umso mehr ist eine zügige Umsetzung von Maßnahmen für mehr Flächen und Genehmigungen notwendig.
„Wir haben mit dem Marktwachstum im Jahr 2020 zwar den ersten Schritt aus der Talsohle erreicht, dennoch klaffen Anspruch und Wirklichkeit beim Zubau zu weit auseinander. Der langfristige Ausblick auf Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist positiv, kurzfristig bleibt jedoch eine schwerwiegende Diskrepanz zwischen Ausschreibungsvolumen und Genehmigungen. Zum Erreichen der Ziele brauchen wir jährlich Genehmigungen für 5.000 bis 6.000 MW“, sagt Matthias Zelinger, Geschäftsführer von VDMA Power Systems. „Dreh- und Angelpunkt für Wettbewerb in den Ausschreibungen sowie für den notwendigen deutlichen Anstieg beim Zubau bleiben die Bereitstellung von Flächen und die Genehmigung von Projekten. Wir müssen künftig den Blick noch deutlicher auf ausreichend Flächen und Genehmigungen für den Nettozubau fokussieren, denn für das Erreichen der Energiewendeziele braucht es den kontinuierlichen Anstieg der installierten Leistung“, ergänzt Hermann Albers, Präsident des BWE. Für das Jahr 2021 prognostizieren die Verbände auf Basis der bezuschlagten Projekte einen Ausbau von 2.000 bis 2.500 MW.



Stichwörter: Windenergie, BWE, Politik, VDMA


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