Montag, 23. März 2026

Baden-WürttembergGrößter Windpark am Netz

[03.11.2015] Unter Beisein von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller wurde der größte Windpark Baden-Württembergs eingeweiht. 14 Anlagen sollen insgesamt über 25.000 Haushalte mit Strom versorgen.
Die Bauarbeiten für den größten Windpark Baden-Württembergs im Harthäuser Wald sind abgeschlossen; alle 14 Anlagen sind am Netz.

Die Bauarbeiten für den größten Windpark Baden-Württembergs im Harthäuser Wald sind abgeschlossen; alle 14 Anlagen sind am Netz.

(Bildquelle: Landesregierung Baden-Württemberg)

Der zurzeit größte Windpark Baden-Württembergs im Harthäuser Wald ist mit einem großen Bürgerfest eingeweiht worden, meldet die Landesregierung. Das Cluster aus 14 Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 3 Megawatt (MW) erstreckt sich über den Landkreis Heilbronn und den Hohenlohekreis. Nach Angaben des Projektierers sollen die Anlagen zusammen 92 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr erzeugen. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500 kWh könnten damit fast 26.300 Haushalte versorgt werden. Bei den Festlichkeiten waren Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller zugegen. Kretschmann sagte: „Beim Windkraftausbau ist endlich der Knoten geplatzt. Dem ging harte Vorarbeit der Landesregierung voraus und umso mehr freue ich mich, heute den Windpark Harthäuser Wald einweihen zu dürfen. Er ist ein sichtbares Zeichen für die Energiewende im Land.“

Ein Windpark der Bürger

Auch lobte er das besondere Beteiligungsmodell: „Alle, die sich für das Gelingen der Energiewende einsetzen wollen, können sich in eigens gegründeten Bürgerenergiegenossenschaften an diesem Windpark beteiligen. Der Nutzen sauberer Energie und die Wertschöpfung bleiben damit in der Region. Das ist ein hervorragendes Beispiel für die Energiewende von Bürgerinnen und Bürgern für Bürgerinnen und Bürger.“ Betreiber des Windparks sind fünf Bürger-Energie-Gesellschaften, welche die fünf Kommunen Widdern (4 Anlagen), Hardthausen (3 Anlagen), Jagsthausen (3 Anlagen), Möckmühl (1 Anlage) und Forchtenberg (1 Anlage) und der Energieversorger ZEAG eigens begründet haben. Den Windkraftgegnern teilte Kretschmann mit, dass im Genehmigungsverfahren alles getan werde, um negative Auswirkungen auf Mensch und Natur zu minimieren oder auszuschließen. So seien sowohl artenschutzrechtliche Belange aber auch Fragen des Schattenwurfs und des Infraschalls behandelt worden. Eingriffe in den Wald würden durch Aufforstung an anderer Stelle kompensiert. Dem schloss sich Untersteller an: „Die Windkraft und die Belange des Arten- und Umweltschutzes sowie der Menschen der Region sind uns gleichermaßen wichtig. Das wird auch daran deutlich, dass hier im Harthäuser Wald fünf geplante Anlagen aus naturschutzfachlichen Gründen nicht genehmigt werden konnten.“ Bis zur Inbetriebnahme des Windparks in Lauterstein mit insgesamt 16 Anlagen bleibt der Windpark der größte in Baden-Württemberg. Des Weiteren teilt die Landesregierung mit, dass Ende August insgesamt 400 Windenergieanlagen in Baden-Württemberg in Betrieb waren, 121 Anlagen befanden sich im Bau. Weitere 279 Windräder befinden sich in der Genehmigungsphase.





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