Mittwoch, 13. Mai 2026

enercity / DaimlerGroßspeicher aus E-Auto-Batterien

[26.10.2017] Die Stadtwerke Hannover / enercity und die Daimler-Tochter Mercedes Benz Energy haben einen Großspeicher aus E-Auto-Batterien ans Netz genommen. Bis Anfang 2018 soll der Speicher noch einmal fast verdoppelt werden.
Ein Blick in die Südhalle des Batteriespeichers Herrenhausen.

Ein Blick in die Südhalle des Batteriespeichers Herrenhausen.

(Bildquelle: Bilderraum Fotostudio Hannover)

Das kommunale Energieversorgungsunternehmen enercity / Stadtwerke Hannover nimmt gemeinsam mit der Daimler-Tochter Mercedes Benz Energy einen Großspeicher aus elektroautomobilen Batteriesystemen in Betrieb. Wie beide Unternehmen melden, sollen bereits 1.800 von mehr als 3.000 Ersatzteil-Batterien auf Lager sein. Hierbei handle es sich um Batteriemodule für die dritte Generation der smart electric drive Fahrzeugflotte. Die Fertigstellung des 17,4 Megawattstunden-Speichers ist für Anfang 2018 geplant. Die Doppelnutzung der Batteriesysteme verbessere die Umweltbilanz und die Lebenszykluskosten der E-Mobilität.
Nach einer circa einjährigen Bauphase ist der Batteriespeicher jetzt am enercity-Standort Herrenhausen in Betrieb genommen worden. Laut Unternehmensangaben erfüllt er einen besonderen Zweck als lebenslanges Ersatzteillager für elektromobile Batteriesysteme. Die zu einem Stationärspeicher gebündelten Batteriemodule seien durch den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Tennet für die Erbringung von Primärregelleistung (PRL) präqualifiziert worden. Damit stelle die Anlage dem Strommarkt bereits heute eine Leistung von fünf Megawatt zur Verfügung.
Die für die automobile Anwendung vorgesehenen Lithium-Ionen-Batterien erbringen schon vor ihrem Einsatz in Elektrofahrzeugen der Daimler AG eine Systemdienstleistung auf dem deutschen Markt für Primärregelleistung (PRL), informierten die Geschäftspartner. Durch die „Lebende Lagerung“ werde ein attraktiver Business Case geschaffen, der in dieser Form nur gemeinsam von einem Automobilhersteller und einem Energiekonzern realisiert werden könne.





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