Freitag, 8. Mai 2026

KEAIn sechs Schritten zum Klimaschutz

[25.03.2019] Um die Senkung der CO2-Emissionen zu erreichen, sind vor allem die kommunalen Akteure gefragt. Das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg gibt Kommunen mit einen Sechs-Punkte-Plan Hilfestellung.
Zum Klimaschutz in Kommunen führen sechs einfache Schritte

Zum Klimaschutz in Kommunen führen sechs einfache Schritte, verspricht die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg.

(Bildquelle: Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz)

Für Kommunen, die sich auf den Weg zu mehr Klimaschutz machen möchten, hat das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg sechs aufeinander aufbauende Maßnahmen benannt, die diesen Prozess unterstützen. Als Serviceeinrichtung der KEA ist das Kompetenzzentrum nach eigenen Angaben Informationsquelle und zugleich Netzwerk für kommunal Verantwortliche. Im folgenden werden die sechs Maßnahmen aufgezählt:

1. Erste Anlaufstelle: Erste Informationen sowie einen Überblick über mögliche Maßnahmen und Fördermöglichkeiten erhalten baden-württembergische Kommunen bei den Kompetenzzentren der KEA sowie den regionalen Energieagenturen. Diese mit Unterstützung des Landes geschaffenen Einrichtungen bieten kostenfreie Initialberatungen für Gebäudebesitzer, Unternehmen, kirchliche Einrichtungen, Vereine, aber auch für Kommunen an.
2. Status-quo ermitteln: Mit dem Quick-Check der KEA kann jede Kommune ihren Status-quo bei Energie und Klimaschutz ermitteln. Der Blick in den Statusbericht Kommunaler Klimaschutz verrate, wo die Kommune im Vergleich steht.
3. Energie-Management einführen: Nach den Erfahrungen der KEA könne jede Kommune ohne investieren zu müssen mit einem systematischen Energie-Controlling, der Optimierung von Anlagen und ihrer Regelung, mit Hausmeisterschulungen und Nutzersensibilisierungen eine Senkung des Energieeinsatzes um mindestens zehn Prozent erreichen.
4. Klimaschutzkonzept erstellen: Ein Konzept, das die Ist-Situation erfasst, sinnvolle Maßnahmen beschreibt und dabei die in der Kommune geltenden Rahmenbedingungen berücksichtigt, ist wichtig, um die Richtung anzugeben. Die Kommunalrichtlinie fördere die Erstellung eines derartigen Konzepts mit bis zu 65 Prozent.
5. Maßnahmen umsetzen und Fördermöglichkeiten nutzen: Für Investitionen in Personal, Infrastruktur, Gebäude, Öffentlichkeitsarbeit und flankierende Maßnahmen können Kommunen eine Vielfalt von Förderprogrammen in Anspruch nehmen.
6. Teilnahme am European Energy Award: Der eea ist ein europaweites Management- und Zertifizierungssystem, das eine systematische Kontrolle und Bewertung der kommunalen Energie- und Klimaschutzaktivitäten ermöglicht. Das Klimaschutz-Plus-Programm des Landes bezuschusst die Teilnahme an dem Wettbewerb, an dem sich zuletzt rund 120 Kreise, Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg beteiligten.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Bundeswirtschaftsministerium: Wettbewerb für klimafreundliche Quartiere

[06.05.2026] Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat einen neuen Innovationswettbewerb für Energiequartiere gestartet. Ziel ist es, bestehende Stadtteile effizienter, widerstandsfähiger und klimaverträglicher zu machen. Bewerbungen sind bis zum 2. Oktober 2026 möglich. mehr...

Nordrhein-Westfalen: Hochschulen legen CO2-Bilanz vor

[28.04.2026] Nordrhein-Westfalens Hochschulen legen erstmals eine gemeinsame, landesweite CO2-Bilanz nach einheitlichen Standards vor. Die Daten aus 30 öffentlich-rechtlichen Einrichtungen zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Maßnahmen bereits greifen und warum daraus nun ein dauerhaftes Klimamonitoring folgt. mehr...

Wuppertaler Stadtwerke: Podcast-Folge zu kommunalen Transformationsprozessen

[28.04.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke widmen eine neue Podcast-Folge der Frage, wie Kommunen lokale Transformationsprozesse trotz knapper Mittel steuern können. Im Gespräch mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff geht es um Zielkonflikte bei Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz – und um politische Strategien, die vor Ort tragfähig bleiben. mehr...

dena Energy Award: Bewerbungsphase eröffnet

[22.04.2026] Der dena Energy Award startet zum 20-jährigen Bestehen mit neuem Namen und erweitertem Fokus auf Dekarbonisierung. Unternehmen können sich bis Juni 2026 mit messbaren Effizienz- und Klimaschutzprojekten bewerben, die als Vorbild dienen. mehr...

Helmstedt: Energie-Kommune auch dank Bürgerförderung

[21.04.2026] Die Stadt Helmstedt treibt den Wandel ihrer Energieversorgung voran. Eine neue Wärmeplanung, große Projekte für Windkraft und Speicher sowie Bürgerförderung stehen im Mittelpunkt. Dafür erhält die Kommune eine bundesweite Auszeichnung. mehr...

Görlitz: Fahrplan für die klimaneutrale Stadt

[20.04.2026] Nach vier Jahren endet das Projekt TRUST in Görlitz mit mehreren Handlungsempfehlungen für den Weg zur Klimaneutralität. Die Ergebnisse stellte das Interdisziplinäre Zentrum für transformativen Stadtumbau Ende März im Rathaus vor. mehr...

Wolfsburg: Klimaneutrale Verwaltung bis 2040

[14.04.2026] Die Stadt Wolfsburg hat ein Konzept zur Klimaneutralität ihrer Verwaltung vorgelegt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2040 deutlich zu senken. Nun soll das Papier in die politischen Gremien eingebracht werden. mehr...

Sachsen-Anhalt: Haldensleben erhält Auszeichnung für Klimaschutz

[09.04.2026] Haldensleben erhält den neuen Titel „Energiegewinner-Kommune Sachsen-Anhalt“ für systematischen kommunalen Klimaschutz. Die Auszeichnung würdigt konkrete Strukturen und Projekte – und kompensiert das Aus des bisherigen eea-Zertifizierungsverfahrens. mehr...

Augsburg: Online-Plattform zeigt Klimaschutzmaßnahmen

[08.04.2026] Die Stadt Augsburg hat jetzt eine Online-Plattform zur transparenten Darstellung ihrer Klimaschutzmaßnahmen gestartet. mehr...

bericht

Tübingen: Klimaschutz, der funktioniert

[07.04.2026] Mit der Fortschreibung ihres Klimaschutzprogramms hat die Stadt Tübingen für die Sektoren Strom, Wärme und öffentlichen Verkehr einen klaren Transformationspfad definiert. Das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden, rückt damit in greifbare Reichweite. mehr...

BDEW/ZSW: 53 Prozent des Stromverbrauchs stammen aus Erneuerbaren

[07.04.2026] Erneuerbare Energien deckten im ersten Quartal 2026 erstmals 53 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Vor allem ein kräftiger Zuwachs bei der Windkraft treibt den Anteil nach oben und unterstreicht die wachsende Bedeutung für Versorgungssicherheit und Klimaziele. mehr...

Wolfsburg: Maßnahmenkatalog für Treibhausgasneutralität vorgelegt

[01.04.2026] Wolfsburg legt mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ einen konkreten Fahrplan zur Treibhausgasneutralität bis 2040 vor. Der Maßnahmenkatalog soll zentrale Bereiche wie Verkehr, Gebäude und Energieversorgung neu ausrichten und steht im Mai zur politischen Entscheidung. mehr...

Difu: Studie zu Förderprogrammen

[30.03.2026] Eine Studie des Difu empfiehlt pauschale Klimabudgets und weniger Bürokratie für Kommunen. Damit sollen stockende Projekte beschleunigt werden, die bisher an komplexen Förderverfahren scheitern. mehr...

Klimaschutzprogramm: Stellungnahmen von VKU, BSW-Solar und BDEW

[26.03.2026] VKU, BSW-Solar und BDEW haben das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung bewertet und fordern Nachbesserungen. Die Verbände sehen Fortschritte, warnen aber vor Umsetzungsdefiziten und widersprüchlichen Signalen für zentrale Sektoren der Energiewende. mehr...

Wiesbaden: Bilanz zu CO₂-Emissionen zeigt Fortschritte

[20.03.2026] Wiesbaden senkt Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen deutlich unter das Vor-Corona-Niveau. Eine neue Bilanz zeigt Fortschritte und macht zugleich den Handlungsdruck bei Wärmeversorgung und Verkehr sichtbar. mehr...