Samstag, 7. Februar 2026

E.ONinnogy-Integration geht weiter

[02.12.2019] Dank eines soliden operativen Geschäfts kann E.ON ein starkes drittes Quartal 2019 vermelden und die Prognose für das gesamte Jahr anheben. Auch die Integration von innogy geht weiter. Ab 2022 soll es Synergieeffekte mit einem Gegenwert von 600 bis 800 Millionen Euro geben.

„Nur wenige Wochen nach der Übernahme von innogy haben wir bereits sichtbare Fortschritte bei der Integration erzielt. Wir liegen in jeder Hinsicht voll im Plan“, sagt Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.ON, bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2019. In das Quartalsergebnis ist erstmals anteilig auch das Ergebnis von innogy eingeflossen. Teyssen erläuterte zudem Vorschläge zur Restrukturierung der britischen innogy-Tochtergesellschaft npower. In den ersten neun Monaten 2019 entwickelte sich demnach das operative Geschäft von E.ON wie erwartet. Im Vergleich zum Berichtszeitraum 2018 stieg der Umsatz um 1,9 Milliarden auf 23,6 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT für den Konzern sank gegenüber dem Berichtszeitraum 2018 um sechs Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Das isolierte dritte Quartal lag rund 20 Prozent über dem im Vorjahr, sodass E.ON den schwachen Start des ersten Quartals im Jahresverlauf aufholen werde, so das Unternehmen. Entsprechend lag der bereinigte Konzernüberschuss mit knapp 1,2 Milliarden Euro nur noch um drei Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Dividendenvorschlag von 0,46 Euro je Aktie würde bestätigt.
In diesen Kennzahlen seien die an RWE übertragenen Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Erneuerbare Energien bis zum 18. September 2019 enthalten. Ab diesem Zeitpunkt trage innogy als eigenständiges Segment zur Geschäftsentwicklung bei (wir berichteten). „Das Ergebnis nach neun Monaten entspricht unserer Planung. Aufgrund des vollzogenen Erwerbs von innogy haben wir unsere Prognose angepasst. Wir erwarten für das Jahr 2019 jetzt ein bereinigtes Konzern-EBIT im Bereich von 3,1 bis 3,3 Milliarden Euro und einen bereinigten Konzernüberschuss von 1,45 bis 1,65 Milliarden Euro“, erklärt Finanzvorstand Marc Spieker. Die Integration von innogy in den E.ON-Konzern verlaufe planmäßig. Die künftigen Führungspositionen in der ersten und zweiten Ebene unterhalb des Vorstands seien nahezu vollständig besetzt zu fast gleichen Teilen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von E.ON und innogy. „Wir sind fest entschlossen, 600 bis 800 Millionen Euro Synergien bis 2022 zu heben. Die ersten Maßnahmen sind bereits erfolgreich umgesetzt. Weitere werden folgen. Darauf können sich unsere Aktionäre verlassen“, sagt Spieker weiter.



Stichwörter: Unternehmen, E.ON, Bilanzen


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant

[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...

Stadtwerke Velbert: Beteiligung an rku․it

[22.01.2026] Die Stadtwerke Velbert beteiligen sich an dem Unternehmen rku․it und werden Gesellschafter des IT- und Prozessdienstleisters für die Energiebranche. Beide Seiten wollen damit die strategische Zusammenarbeit vertiefen und die digitale Leistungsfähigkeit der Versorgungswirtschaft stärken. mehr...

Gemeindewerke Budenheim: Umstellung auf Kraftwerk Software

[20.01.2026] Die Gemeindewerke Budenheim stellen ihre IT-Landschaft auf eine einheitliche Plattform von Kraftwerk Software um. Ziel sind weniger Schnittstellen, mehr Automatisierung und der Betrieb zentraler Geschäftsprozesse in der Cloud. mehr...

Stadtwerke Konstanz: Investitionen von 50 Millionen Euro

[16.01.2026] Die Stadtwerke Konstanz wollen dieses Jahr rund 50 Millionen Euro in Infrastruktur und Daseinsvorsorge investieren. Im Fokus stehen der Ausbau der Stromnetze sowie Projekte in Mobilität, Telekommunikation und bei den Tochtergesellschaften. mehr...

Hamburger Energienetze: Chatbot im Kundenservice

[09.01.2026] Die Hamburger Energienetze haben auf ihrer Website einen KI-gestützten Chatbot eingeführt, der Nutzerinnen und Nutzer bei Fragen rund um Strom-, Gas- und Wasserstoffnetze unterstützt. Der digitale Netzassistent soll Informationen schneller zugänglich machen und zugleich den Kundenservice entlasten. mehr...

Stadtwerke Lemgo: Wirtschaftsplan von rund 53 Millionen Euro

[08.01.2026] Der Wirtschaftsplan 2026 der Stadtwerke Lemgo sieht Investitionen von rund 53 Millionen Euro vor. Der Schwerpunkt liegt auf klimaneutraler Energieerzeugung, Netzausbau und der Sicherung zentraler Bereiche der Daseinsvorsorge. mehr...

interview

Interview: Lösungen für die Balance im Netz

[06.01.2026] Aus dem BHKW-Pionier 2G Energy ist ein internationaler Anbieter dezentraler Energielösungen geworden. stadt+werk sprach mit dem neuen Vorstandschef Pablo Hofelich über Wachstum, Strategie und die Rolle des Unternehmens im Energiesystem der Zukunft. mehr...

Steag Iqony Group: Führungswechsel im kommenden Jahr

[18.12.2025] Bei der Steag Iqony Group steht ein Führungswechsel an: Gundolf Schweppe übernimmt im Mai 2026 den Vorstandsvorsitz. Er folgt auf Andreas Reichel, der das Unternehmen seit 2020 geführt hat und planmäßig in den Ruhestand geht. mehr...

MVV Energie: Solides Ergebnis für 2025

[16.12.2025] Trotz sinkender Großhandelspreise hat MVV Energie im Geschäftsjahr 2025 ein solides operatives Ergebnis erzielt und ihr Investitionsvolumen deutlich erhöht. Mehr als 500 Millionen Euro flossen vor allem in Projekte der Wärme- und Stromwende sowie in grüne Kundenlösungen. mehr...

Thüga: Zusammenschluss zu regionalem Versorger

[15.12.2025] Thüga Energie und ThügaNETZE wollen ab 2026 unter einem Dach auftreten und so ihre Kräfte in den Regionen bündeln. Der Zusammenschluss soll Effizienz schaffen, die Energie- und Wärmewende unterstützen und zugleich einen Wechsel an den Unternehmensspitzen bringen. mehr...

Stadtwerke Lübeck: Kommunale Partnerschaft erweitert

[08.12.2025] Stadtwerke Lübeck Solutions hat drei neue kommunale Partner gewonnen, die sich als Kommanditisten an der Digitaleinheit beteiligen. Mit der Stadt Mölln, dem Kreis Segeberg und der IT-Allianz Nord soll die Entwicklung skalierbarer Lösungen für die öffentliche Verwaltung vorangetrieben werden. mehr...

Trianel: Award für Nachhaltigkeitsbericht

[03.12.2025] Trianel hat für seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht nach dem ESRS VSME Standard den Exzellenz Status der ESG Transparency Awards 2025 erreicht. mehr...

Kreis Dingolfing-Landau: Bezug von Ökostrom verlängert

[03.12.2025] Der Landkreis Dingolfing-Landau bezieht auch in den kommenden drei Jahren zertifizierten Ökostrom der Stadtwerke Dingolfing. Die Stadtwerke gingen erneut als wirtschaftlichster Anbieter einer bundesweiten Ausschreibung hervor. mehr...

Konstanz: Gründung von Wärmeverbund

[27.11.2025] Die Stadtwerke Konstanz gründen gemeinsam mit Solarcomplex eine Gesellschaft für den Aufbau eines regenerativen Wärmeverbunds im neuen Stadtteil Hafner. Der Entscheidung des Gemeinderats zufolge soll Wärmeversorgung Hafner Wärmepumpen und eine eigene Photovoltaikanlage bündeln. mehr...

Stadtwerke Fürstenfeldbruck: Digitaler Assistent im Kundenservice

[26.11.2025] Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck setzen seit Mitte November auf einen KI-basierten Telefonassistenten, um ihre Erreichbarkeit zu verbessern. Der digitale Mitarbeiter namens Oskar beantwortet Anrufe rund um die Uhr und übernimmt erste Kundenanliegen selbstständig. mehr...