Stadtwerke BielefeldInvestition in hessischen Windpark

Fünf Anlagen hat der Windpark Schlüchtern, der nun von den Stadtwerken Bielefeld gekauft worden ist.
(Bildquelle: Stadtwerke Bielefeld)
Die Stadtwerke Bielefeld in Nordrhein-Westfalen haben die Verträge zum Erwerb des rund 250 Kilometer entfernt liegenden Windparks Schlüchtern in Hessen unterschrieben. Gebaut und verkauft wurden die fünf Anlagen der Firma wpd onshore in Kooperation mit dem Unternehmen Renertec, berichten die Stadtwerke. „Wir freuen uns mit den Windenergieanlagen in Schlüchtern eine weitere lohnende Investition in erneuerbare Energien machen zu können“, sagt Stadtwerke Geschäftsführer Friedhelm Rieke. „Wir haben die aktuellen städtischen Klimaziele zwar bereits vorzeitig erreicht, wir wollen uns aber auch für die kommenden Herausforderungen der Energiewende wappnen. Bis zum Jahr 2020 wollen wir jedes Jahr zehn Millionen Euro in den Ausbau der Erneuerbaren investieren.“ Stadtwerke Geschäftsführer Martin Uekmann ergänzt: „Viele Gemeinden sind aufgrund der aktuell diskutierten politischen und technischen Rahmenbedingungen für Windenergie zurückhaltend in der Ausweisung neuer Windflächen, deswegen investieren wir auch in bestehende Windparks. Außerdem ergänzen die Anlagen in Schlüchtern unser Portfolio besonders sinnvoll, da der Wind nicht immer überall gleich weht. Mit verschiedenen, auseinanderliegenden Standorten können wir eine Stabilisierung der Gesamterzeugung aus Wind erreichen.“
Der Windpark Schlüchtern zeichnet sich nach Angaben der Stadtwerke durch seinen Standort mit sehr gutem Windangebot aus. Die Anlagen wurden im Sommer 2015 in Betrieb genommen und haben einen jährlichen Energieertrag von 34,5 Millionen Kilowattstunden (kWh). Damit lassen sich umgerechnet fast 12.500 durchschnittliche Haushalte im Jahr mit Strom versorgen. Außerdem würden so rund 23.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Wie die Stadtwerke mitteilen, wird sich das Unternehmen wpd um die Betriebsführung des Windparks Schlüchtern kümmern.
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