MünsterlandKonsortium plant Wasserstoffprojekt

Vier Unternehmen aus dem Münsterland engagieren sich für Wasserstoff aus der Region.
v.l.: Sebastian Jurczyk, Stadtwerke Münster GmbH; Ron Keßeler, EMERGY GmbH: Dr. Dirk Waider, GELSENWASSER AG; Sven Becker, Trianel GmbH
(Bildquelle: Emergy)
Im Münsterland wird ein Projekt zur Erzeugung von Wasserstoff vorangetrieben. Am 20. August 2024 unterzeichneten die Geschäftsführer der Unternehmen Emergy, Gelsenwasser, Stadtwerke Münster und Trianel eine Absichtserklärung, die die Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines Elektrolyseurs im Raum Coesfeld regelt. Das Konsortium plant, bis 2028 einen Elektrolyseur mit einer Leistung von rund 50 Megawatt zu bauen, der Wasserstoff aus regional erzeugtem Ökostrom produziert.
„Das Projekt GreenLink Münsterland bietet die Chance, in einer Region mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien und in unmittelbarer Nähe zum entstehenden Wasserstoff-Kernnetz die Bausteine für eine erfolgreiche Energiewende optimal zusammenzuführen“, erklärt Ron Keßeler, Geschäftsführer von Emergy, der Führungs- und Servicegesellschaft der Stadtwerke Borken und der Stadtwerke Coesfeld.
Eine Machbarkeitsstudie, die derzeit gemeinsam durchgeführt wird, soll klären, wie das Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann. „Mit diesem Projekt werden wir wichtige Erfahrungen im Bereich Wasserstoff aus erster Hand sammeln und unser Wissen und unsere Expertise weiter ausbauen“, sagt Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster.
Dirk Waider, Vorstandsmitglied von Gelsenwasser, betont die Bedeutung des Projekts für die Klimaneutralität in Deutschland: „Wir wollen bewusst ein Zeichen setzen, dass wir den Weg des grünen Wasserstoffs für die Klimaneutralität in Deutschland mitgehen und die Produktion aktiv mitgestalten wollen.“ Der Fokus liege nun auf den konkreten Herausforderungen bei der Realisierung des Elektrolyseurs und der Einspeisung in das Wasserstoff-Kernnetz.
In den kommenden Monaten soll die Machbarkeitsstudie fortgesetzt werden, in der insbesondere geeignete Standorte identifiziert und mögliche Förderoptionen geprüft werden. Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung von Trianel, betont die Bedeutung der Zusammenarbeit mit lokalen Partnern: „GreenLink Münsterland ist bereits das zweite Wasserstoffprojekt, das Trianel vorantreibt. Mit dem Wasserstoffzentrum in Hamm konnten wir bereits wertvolle Erfahrungen sammeln (wir berichteten), von denen das Projekt im Münsterland profitieren wird. Wasserstoff in die Fläche zu bringen, ist unser erklärtes Ziel. Das gelingt uns am besten gemeinsam mit den Stadtwerken vor Ort.“
https://www.gelsenwasser.de
https://www.stadtwerke-muenster.de
https://www.trianel.com
Bundeshaushalt: Verbände fordern Geld für Wasserstoff
[30.04.2026] Ein breites Bündnis aus Wirtschaft und Kommunen verlangt neue Finanzhilfen für den Wasserstoffmarkt. Im Bundeshaushalt 2027 sollen nach Angaben der Verbände Mittel für Preisgarantien und staatliche Absicherungen eingeplant werden. Damit sollen Investitionen erleichtert und der stockende Markthochlauf beschleunigt werden. mehr...
Braunschweig: Großspeicher für Wasserstoff angeliefert
[30.04.2026] Am Forschungsflughafen Braunschweig entsteht mit neu angelieferten Metallhydridspeichern eine Forschungsanlage für bis zu 500 Kilogramm Wasserstoff. Die TU Braunschweig baut damit ihr H2-Terminal zu einem großskaligen Reallabor für Erzeugung, Verteilung und sichere Langzeitspeicherung von grünem Wasserstoff aus. mehr...
LENA: Online-Reihe zur Wasserstoffwirtschaft gestartet
[29.04.2026] Sachsen-Anhalt hat eine neue Online-Reihe zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft mit großem Zuspruch gestartet. Zum Auftakt diskutierten mehr als 100 Fachleute, wie weit Infrastruktur, Elektrolyse und industrielle Anwendungen bereits sind – und wo Unternehmen noch auf Antworten warten. mehr...
Hamburg: tesa stellt auf grünen Wasserstoff um
[07.04.2026] tesa rüstet seine Produktion in Hamburg auf grünen Wasserstoff um und erhält dafür öffentliche Förderung. Der Anschluss an das Wasserstoffnetz HH-WIN ab 2027 markiert einen konkreten Schritt hin zur klimaneutralen Industrie. mehr...
Hamburger Energienetze: Tunnelvortrieb für Wasserstoffleitung
[30.03.2026] Hamburger Energienetze errichten einen 106 Meter langen Tunnelvortrieb unter der Hafenbahn, um eine Wasserstoffleitung zu verlegen. Das Projekt sichert den ungestörten Güterverkehr und schafft die Grundlage für die klimaneutrale Versorgung zentraler Industriestandorte ab 2027. mehr...
Saarland: PACT-H2 erhält Millionen-Förderung
[26.03.2026] Das grenzüberschreitende Wasserstoffprojekt PACT-H2 erhält rund drei Millionen Euro Förderung von der Europäischen Union. Das Vorhaben soll den Aufbau einer gemeinsamen Wasserstoffwirtschaft in der Großregion koordinieren und die Akzeptanz in der Bevölkerung stärken. mehr...
Entega: Land Hessen fördert Wasserstoffanlage
[16.03.2026] Für den Aufbau einer Wasserstoffproduktion auf dem Gelände des Darmstädter Müllheizkraftwerks erhält Entega rund 1,65 Millionen Euro vom Land Hessen. Die Förderung stammt aus EU-Strukturmitteln und wird über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen abgewickelt. mehr...
Koblenz: evm prüft Wasserstoff im Gasnetz
[12.03.2026] Die evm hat in Koblenz untersucht, ob die bestehenden Gasnetze für die Nutzung von Wasserstoff geeignet sind. Das Pilotprojekt lief eineinhalb Jahre. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für künftige Entscheidungen über den Umbau der Gasversorgung dienen. mehr...
Saarland: ZeMA übernimmt Wasserstoffinfrastruktur von Bosch
[05.03.2026] Das ZeMA – Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik übernimmt die Wasserstoff-Infrastruktur von Robert Bosch in Homburg für Forschungszwecke. Damit startet das Land das 22,5-Millionen-Euro-Projekt HyCATT und schafft die Basis für praxisnahe Tests entlang der gesamten H2-Wertschöpfungskette. mehr...
Hamburg: Digitaler Wasserstoffmarktplatz veröffentlicht
[27.02.2026] Erneuerbare Energien Hamburg hat einen digitalen Wasserstoffmarktplatz für die Metropolregion Hamburg veröffentlicht. Die Plattform soll Produzenten, Abnehmer und Dienstleister entlang der Wertschöpfungskette vernetzen und so den Hochlauf der regionalen Wasserstoffwirtschaft beschleunigen. mehr...
ZSW/Holst Centre: Projekt entwickelt AEM-Elektrolyseure
[25.02.2026] ZSW und Holst Centre entwickeln im Projekt genAEMStack einen kosteneffizienten, großskalierbaren AEM-Elektrolyse-Stack für die Wasserstoffproduktion. Das Vorhaben soll Europas technologische Unabhängigkeit stärken und die industrielle Wertschöpfung in Baden-Württemberg und Noord-Brabant ausbauen. mehr...
Baden-Württemberg: Land stellt 50 Millionen Euro für Elektrolyseure bereit
[25.02.2026] Baden-Württemberg startet die zweite Runde seines Förderprogramms für Elektrolyseure und stellt weitere 50 Millionen Euro für die regionale Wasserstofferzeugung bereit. Das Umweltministerium reagiert damit auch auf fehlende Vorgaben des Bundes und will den Aufbau lokaler Wasserstoff-Hubs beschleunigen. mehr...
BDEW/Capgemini: Studie zum Wasserstoff-Hochlauf vorgestellt
[12.02.2026] Eine Studie von BDEW und Capgemini warnt vor einem Stillstand beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. Regulatorische Vorgaben, fehlende Absicherung und hohe Investitionsrisiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette verhindern bislang belastbare Investitionsentscheidungen. mehr...
GET H2: Karte zum Wasserstoffhochlauf veröffentlicht
[10.02.2026] Die Wasserstoffinitiative GET H2 hat ihren Webauftritt erneuert und zeigt erstmals eine interaktive Karte mit 30 realen Wasserstoffprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Übersicht macht sichtbar, wie weit der Wasserstoffhochlauf in Deutschland bereits vorangekommen ist und warum belastbare Projekte jetzt den Unterschied machen. mehr...
Aachen: Grenzprojekt für Wasserstoff startet
[02.02.2026] Ein neues Projekt soll Unternehmen dabei unterstützen, auf klimafreundliche Energie umzusteigen. Dafür arbeiten Partner aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden zusammen. Im Mittelpunkt steht der Aufbau einer grenzüberschreitenden Wasserstoffwirtschaft. mehr...














