STAWAGLoRaWAN für die Fernüberwachung
Die Stadtwerke Aachen (STAWAG) wollen ihr Fernwärmenetz künftig mit der Funk-Technologie LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) überwachen. Wie das kommunale Unternehmen mitteilt, werden dazu gemeinsam mit dem Aachener IT-Unternehmen regio iT, dem Aachener Netzbetreiber Regionetz und dem Start-up Innoloft entsprechende LoRaWAN-Lösungen entwickelt. Neben der Optimierung interner Prozesse in den Bereichen Infrastruktur und Zählerauslesung sollen perspektivisch so auch neue Geschäftsfelder im Bereich Industriekunden entstehen.
Aktuell werden nach Angaben von STAWAG über 20 verschiedene Anwendungsszenarien entwickelt und erprobt. In einem Pilotprojekt setze STAWAG auf LoRaWAN- und IoT-Technologie (Internet of Things), um die Hausanschlüsse des Fernwärmenetzes fernüberwachen zu können. Während die Haupttrassen bereits heute umfangreich digital überwacht würden, seien für die große Anzahl an Hausanschlüssen der Endabnehmer noch regelmäßige und aufwendige Begehungen notwendig. Frank Brösse, Bereichsleiter Wärme bei der STAWAG, erläutert: „Neben einer besseren Kontrolle möchten wir auch testen, ob wir einen Teil der Entstörung aus der Ferne durchführen können. Eine präzisere Fehlerdiagnose ist dafür die Grundlage.“
STAWAG erhoffe sich neben einer verbesserten Netzführung auch Vorteile für die Endkunden. Innovationsmanager Max Dern sagt: „Durch die Digitalisierung der Übergabestationen können Störungen zukünftig erkannt und proaktiv in Angriff genommen werden, noch bevor der Kunde selbst Probleme mit seiner Versorgung bemerkt.“ Zudem soll die Technologie genutzt werden, um dem Kunden seine Wärmeverbrauchswerte unterjährig bereitzustellen. Dazu sei aktuell der Einsatz einer Endkunden-App zur Verbrauchsvisualisierung von regio iT geplant.
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