WeimarMit dem Bus weg von fossiler Energie

Überreichung des Förderbescheids durch die Thüringer Energieministerin Anja Siegesmund (Bündnis 90/Die Grünen).
(Bildquelle: Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN))
Die Thüringer Energieministerin Anja Siegesmund (Bündnis 90/Die Grünen) hat jetzt (29. März 2022) einen Förderbescheid in Höhe von rund drei Millionen Euro in Weimar überreicht. Wie das Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz mitteilt, sollen mit dem Geld städtische Busse in Weimar angeschafft werden.
Innerhalb der bald 30 in Thüringen vom Energieministerium geförderten E-Busse sei die Förderung in Weimar eine Premiere: Erstmals würden Wasserstoff-Brennstoffzellenbusse im Thüringer Nahverkehr auf die Straße kommen.
Zudem liege ein weiterer Förderbescheid des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in Höhe von 1,25 Millionen Euro zur Errichtung des Wasserstoffelektrolyseurs bereits vor. Damit könne ein gemeinschaftliches H2-Projekt der Stadtwerke Stadtversorgungs-GmbH Weimar (SW), TEAG Thüringer Energie, Stadtwirtschaft Weimar und der Bauhaus-Universität Weimar starten.
Loslösung von Antriebskonzepten fossiler Herkunft
Die unterzeichnete Absichtserklärung sehe vor, dass der Wasserstoffelektrolyseur sowie eine H2-Tankstelle auf dem Gelände der SW Weimar in der Industriestraße entstehen sollen. Der Elektrolyseur werde ausschließlich mit grünem Strom betrieben, um in der Folge grünen Wasserstoff zu gewinnen. Für die Grünstromerzeugung plane die TEAG auf Flächen der SW Weimar zudem den Bau einer Photovoltaikanlage. Vorgesehen sei zusätzlich die Nutzung der Abwärme des Elektrolyseprozesses zur Reduktion des fossilen Brennstoffeinsatzes zur Wärmeerzeugung vor Ort.
Bei den Nahverkehrsbussen und dem Entsorgungsfahrzeug handele es sich um H2-Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb. Bei dieser Antriebsformel werde der Wasserstoff nicht direkt als Energiequelle für Motoren genutzt, sondern mit dem über Brennstoffzellen erzeugten elektrischen Strom würden die E-Motoren der Fahrzeuge angetrieben. Das H2-Mobilitätsprojekt für Nahverkehr in Weimar sei die erste Kooperation von kommunalen Versorgungsunternehmen in Thüringen bei der Wasserstoffinfrastruktur.
Für die Stadtwerke Weimar sei der Einstieg in die wasserstoffbasierte Mobilität ein erster Schritt für eine Loslösung von Antriebskonzepten auf Erdöl- beziehungsweise Mineralölbasis fossiler Herkunft. „Wir wollen sehen, wie sich die Anforderungen an Fahrzeuge des ÖPNV-Fuhrparks und der Stadtwirtschaft mit Wasserstoff als Energiequelle bewältigen lassen“, so Jörn Otto, Geschäftsführer der SW Weimar. „Perspektivisch könnten dann ganze Flotten mit ausdrücklich grünem Wasserstoff unterwegs sein.“
Energieträger der Zukunft
TEAG-Vorstandssprecher Stefan Reindl betont die stark gestiegene Bedeutung des Wasserstoffs als Energieträger. „Grüner Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft – er kann das Problem der fehlenden Speichermöglichkeit von Öko-Strom lösen. Darüber hinaus funktioniert mit Wasserstoff die so genannte Sektorenkopplung hervorragend. Hier in Weimar installieren wir mit unserem H2-Projekt eine Mobilitätslösung für kommunalen Stadtverkehr. Der Wasserstoff kann aber auch in der Wärmeerzeugung für Wohnungen, zur Stromerzeugung oder als Prozessenergie in der Wirtschaft eingesetzt werden.“ Zudem sei Wasserstoff ganz aktuell ein Weg, um sich mittelfristig von Energieimporten insbesondere aus Russland zu lösen, so der TEAG-Vorstandssprecher weiter.
Angaben des Energieministeriums zufolge konnte zur wissenschaftlichen Unterstützung die Bauhaus-Universität Weimar als Projektpartner gewonnen werden. Die Bauhaus-Universität bringe ihre Expertise unter anderem bei der Labor-Simulation der Fahrweise des Elektrolyseurs ein. Eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet umweltfreundlicher Mobilität bestehe mit der Weimarer Hochschule bereits länger. So beruhe der Ausbau des kommunalen Ladenetzes für E-Mobile in Thüringen seit 2017 auf Verkehrsflußplanungen der Fachleute der Bauhaus-Universität.
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