Montag, 22. Juni 2026

BNetzANetzreservebedarf bestätigt

[06.05.2015] Für die kommenden beiden Winterhalbjahre rechnet die Bundesnetzagentur (BNetzA) mit einem Reservekraftwerksbedarf von 6.700 beziehungsweise 6.600 Megawatt. Langfristig könnte der Bedarf aber sinken.
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) rechnet für die beiden kommenden Winterhalbjahre mit einem Reservekraftwerksbedarf von 6.700 und 6.600 Megawatt.

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) rechnet für die beiden kommenden Winterhalbjahre mit einem Reservekraftwerksbedarf von 6.700 und 6.600 Megawatt.

(Bildquelle: Uwe Schlick / pixelio.de)

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat den Netzreservebedarf für die kommenden beiden Winterhalbjahre bestätigt. Demnach beträgt der Reservekraftwerksbedarf für den Winter 2015/2016 mindestens 6.700 Megawatt. Für das Jahr 2016/2017 betrage der Reservekraftwerksbedarf 6.600 Megawatt. Laut Bundesnetzagentur ist es jedoch möglich, dass sich der Reservebedarf in den beiden Jahren nochmals um 1.100 Megawatt erhöht – abhängig davon welche Reservekraftwerke in den beginnenden Interessenbekundungsverfahren der Übertragungsnetzbetreiber verpflichtet werden können. Durch Veränderungen in der Erzeugungsstruktur und unzureichenden Netzausbau habe sich die Netzüberlastung verändert. Zu den bekannten Nord-Süd-Engpässen seien Engpässe in Richtung Süd-Osten hinzugekommen. Diese könnten durch günstig gelegene Reservekraftwerke, beispielsweise in Polen, aufwandsärmer als durch Kraftwerke im Süden entlastet werden. Für das Jahr 2019/2020 gibt die Bundesnetzagentur einen Reservebedarf in Höhe von 1.600 Megawatt an. Der Rückgang des Reserveleistungsbedarfs liege an einer auf europäischer Ebene diskutierten Einführung von Engpass-Management-Verfahren zwischen dem deutschen und österreichischen Übertragungsnetz. Eine mögliche Limitierung der Stromexporte von Deutschland nach Österreich auf maximal 5,7 Gigawatt reduziere als Nebenfolge den Bedarf an Netzreserve.



Stichwörter: Netze | Smart Grid, BNetzA


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