Freitag, 19. Juni 2026

DüsseldorfPilotprojekt mit Kitas und Schulen

[12.04.2024] Einen genauen Einblick in das Nutzungsverhalten und die Verbräuche in städtischen Einrichtungen wollen Stadt, Stadtwerke und das Unternehmen IPM in Düsseldorf gewinnen. Zwei Kitas und eine Schule werden dafür mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. In einer weiteren Kita steht der Einsatz von Sensorik im Mittelpunkt.
Den Startschuss des Pilotprojekts gaben Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (l.)

Den Startschuss des Pilotprojekts gaben Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (l.), Dr. Charlotte Beissel, Vorständin der Stadtwerke Düsseldorf, und Michael Köhler, technischer Geschäftsführer der IPM, im Nordkap.familie in Wittlaer.

(Bildquelle: Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert
)

Ein Pilotprojekt zur Energiewende haben jetzt die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf, die Stadtwerke Düsseldorf und die Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM) gestartet. Wie die Landeshauptstadt mitteilt, nehmen daran drei Kindertagesstätten und eine Schule teil. Sie werden während der auf zwei Jahre angelegten Projektzeit eigens erzeugten Photovoltaikstrom beziehen, in einer Kita stehe ausschließlich der Einsatz von Sensorik im Mittelpunkt. Der Startschuss fiel im Haus für Kinder, Jugendliche und Familien Nordkap.familie in Wittlaer. Dort versorgt nun eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 29 Kilowatt peak die Einrichtung mit grünem Strom. Insgesamt kommen für das Pilotprojekt drei PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 160 Kilowatt peak zum Einsatz. Diese werden jährlich rund 140.000 Kilowattstunden Strom erzeugen und 59 Tonnen CO2 einsparen. „Im Rahmen der Solaroffensive arbeitet die Stadt kontinuierlich daran, die Dächer der Schulen und Kitas im gesamten Stadtgebiet, überall da, wo es möglich ist, mit Photovoltaikanlagen auszustatten“, erklärt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche. „Insbesondere Standorte mit hervorragender Ausrichtung und sehr guter baulicher Substanz der Dächer, so wie an der Heinrich-Walbröhl-Straße, bieten das Potenzial für eine nachhaltige, klimafreundliche Stromerzeugung. Durch die Maßnahme sollen je Kindertagesstätte bis zu zwölf Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden.“
Das Pilotprojekt bildet einen wichtigen Baustein zur Klimaneutralität der Landeshauptstadt bis zum Jahr 2035, sagt Oberbürgermeister Stephan Keller. „Mit den daraus gewonnenen Daten werden wir erstmals einen genauen Einblick in das Nutzungsverhalten und die Verbräuche in städtischen Einrichtungen erhalten, der uns dabei helfen wird, den Energieverbrauch zukünftig noch effizienter zu steuern. Gleichzeitig reduzieren wir durch den Einsatz der Photovoltaikanlagen schon jetzt die klimaschädlichen CO2-Emissionen. Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe und ich freue mich, die Stadtwerke Düsseldorf und die IPM an unserer Seite zu haben.“ Die Stadtwerke unterstützen das Vorhaben mit modernster Mess- und Sensortechnik, wie die Vorständin des Unternehmens, Charlotte Beissel, erklärt.
Die Daten aus dem Projekt sollen als Grundlage für Maßnahmen in weiteren städtischen Liegenschaften dienen, heißt es vonseiten der Landeshauptstadt. Auch sollen die Kinder in den jeweiligen Kitas an das Thema Klimaschutz herangeführt werden etwa durch Sensoren zum Messen der Luftqualität und mit einem Ampelsystem, das anzeigt, wann gelüftet werden muss. Des Weiteren soll eine regelmäßige spielerische Auswertung der erzeugten Strommenge stattfinden.





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