Freitag, 20. März 2026

ForschungPilotprojekt Well2Wheel startet

[13.05.2013] Wie wirkt sich die wachsende Elektromobilität auf die Stromnetze aus und wie lässt sie sich als steuerbarer Speicher in das Verteilnetz integrieren und steuern? Diese und andere Fragen will das Unternehmen HSE zusammen mit sechs weiteren Partnern im Rahmen des Forschungsprojekts Well2Wheel beantworten.
HSE gibt Startschuss für das Pilotprojekt Well2Wheel.

HSE gibt Startschuss für das Pilotprojekt Well2Wheel.

v.l.: Bernhard Fenn, Projektverantwortlicher seitens HSE; Nadine May vom Projektträger VDI/VDE Innovation+Technik; HSE-Vorstand Andreas Niedermaier; Dr. Peter Doepgen vom Referat Mobilität in der Hessischen Staatskanzlei

(Bildquelle: HSE)

Der Energiedienstleister HSE hat gemeinsam mit sechs weiteren Forschungspartnern – den Unternehmen NTB Technoservice, Continental Automotive und EUS sowie der TU Darmstadt, der Fachhochschule Frankfurt und dem Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF – das Pilotprojekt Well2Wheel (Von der Quelle bis zum Rad) gestartet. Dieses hat nach Angaben von HSE ein Volumen von rund drei Millionen Euro, wovon knapp die Hälfte durch Fördermittel des Bundesumweltministeriums gedeckt wird. Projektträger sei der Dienstleister VDI/VDE Innovation+Technik. „Wir wollen herausfinden, wie regenerativ erzeugter Strom aus der Region im E-Auto genutzt werden kann und ob Elektrofahrzeuge durch gesteuertes Ladeverhalten zur Pufferung und Speicherung der schwankenden regenerativen Energie dienen könnten“, erklärt HSE-Projektleiter Bernhard Fenn das Ziel des Projekts.
Im Rahmen der dreijährigen Testphase, die voraussichtlich im kommenden Jahr startet, werden 40 Elektroautos in ein virtuelles Kraftwerk eingebunden, das im Rahmen des EU-Projekts Web2Energy entwickelt wurde. Die Teilnehmer waren dabei mit intelligenten Zählern ausgestattet worden und konnten somit sehen, ob und zu welchem Zeitpunkt am nächsten Tag besonders viel regenerativer Strom erzeugt wird. Das hierfür verwendete Ampelsystem bildet laut HSE auch die Grundlage für Well2Wheel: Nutzer von E-Autos erfahren dadurch, wann sie ihr Fahrzeug mit regional erzeugtem Ökostrom betanken können.
Das intelligente Niedrigenergiehaus der TU Darmstadt stellt in dem Projekt das Wohnen der Zukunft dar. Es verfügt über ein Energie-Management-System und kennt durch Anbindung über Kommunikationstechnik zu jedem Zeitpunkt den Energiezustand des zu ladenden Fahrzeugs. „Durch die Zusammenführung von E-Mobilität und moderner Gebäudesteuerungstechnik können anhand von Simulationsrechnungen Rückschlüsse auf mögliche Netzengpässe gezogen werden. Über eine gezielte Steuerung von Ladezyklen in Verbindung mit Pufferspeicher-Strategien kann der erforderliche Netzausbau in Zukunft reduziert werden“, so Professorin Jutta Hanson von der TU Darmstadt. Im Rahmen der Begleitforschung seitens der FH Frankfurt werden zudem das Mobilitäts- und Ladeverhalten sowie die Akzeptanz der Nutzer erforscht. Professorin Petra Schäfer: „Das Projekt gibt uns die Möglichkeit Erkenntnisse zu ziehen, wie die privaten Haushalte mit Elektromobilität umgehen und wie hoch die Bereitschaft ist, auch Einschränkungen hinzunehmen.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Elektromobilität

eMob#2: Fachkonferenz zur E-Mobilität

[20.03.2026] Die Fachkonferenz eMob#2 stellt aktuelle Lösungen für Lade-Infrastruktur, Flottenmanagement und Abrechnung in den Mittelpunkt. Das Branchentreffen Ende April in Frankfurt am Main zeigt, wie Betreiber ihre E-Flotten effizienter steuern und abrechnen können. mehr...

Flotte! Der Branchentreff: Hager präsentiert witty flex

[17.03.2026] Hager stellt mit witty flex eine bidirektionale Ladestation für Elektrofahrzeuge vor. Das System soll Energie nicht nur ins Auto laden, sondern auch ins Gebäude zurückspeisen – und zeigt damit, wohin sich Lade-Infrastruktur für Gebäude und Flotten entwickelt. mehr...

Rheinmetall/TankE: Kooperation zu Ladebordsteinen

[16.03.2026] Rheinmetall und TankE wollen den Ladebordstein als integrierte Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in die Fläche bringen. Die strategische Partnerschaft soll den Ausbau öffentlicher und privater Ladepunkte beschleunigen – vor allem dort, wo klassische Ladesäulen an Platz- oder Bauvorgaben scheitern. mehr...

Hamburg: 120. öffentlicher Ladepunkt in Betrieb genommen

[13.03.2026] Der Energieversorger enercity hat in Hamburg seinen 120. öffentlichen Ladepunkt für Elektroautos in Betrieb genommen und führt erstmals intelligentes Laden an AC-Ladesäulen ein. Die Funktion soll Ladekosten senken und ist Teil eines groß angelegten Ausbaus der Lade-Infrastruktur der Hansestadt bis 2027. mehr...

Frankfurt am Main: Stadt plant zusätzliche Ladepunkte

[06.03.2026] Frankfurt am Main startet eine neue Ausbauphase für öffentliche Ladepunkte und bereitet die Vergabe weiterer Standorte an private Betreiber vor. Ziel ist ein stadtweiter Roll-out mit rund 2.500 zusätzlichen Ladepunkten, um den wachsenden Bedarf der Elektromobilität zu decken. mehr...

Enervie: Kooperation für mehr E-Lkw

[23.02.2026] Die Enervie Gruppe und die Jürgens Gruppe möchten den Nutz- und Schwerlastverkehr in der Region elektrifizieren. Dazu sind neue E-Lkw-Flotten und Ladepunkte auf Betriebshöfen geplant. Ein erstes Projekt wird in Lüdenscheid umgesetzt. mehr...

Zwei neue Elektro-Nutzfahrzeuge der Mainzer Entsorgungsbetriebe stehen vor einem modernen Verwaltungsgebäude: links ein weißer Iveco-Transporter mit Ladefläche, rechts ein größerer Mercedes-Benz-Lkw. Vor beiden Fahrzeugen informieren grüne Aufsteller über die Ausstattung und den Einsatz im kommunalen Betrieb.

Rheinland-Pfalz: E-Fahrzeuge im Mainzer Fuhrpark

[11.02.2026] Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Mainzer Entsorgungsbetriebe bei der Anschaffung neuer Elektro-Nutzfahrzeuge. Aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation fließen rund 4,6 Millionen Euro. mehr...

Ennepe-Ruhr-Kreis: Wo fehlen öffentliche Ladestationen?

[11.02.2026] Im Ennepe-Ruhr-Kreis sollen Bürgerinnen und Bürger Hinweise geben, wo öffentliche Ladestationen für Elektroautos fehlen. Die Kreisverwaltung sammelt die Vorschläge online als Grundlage für ein neues Lade-Infrastrukturkonzept. mehr...

Öffentliche Ladesäule für Elektroautos in einem Wohngebiet, an der ein weißes E-Auto angeschlossen ist und lädt.

Ladeinfrastruktur: Planungstool für Ladesäulen

[06.02.2026] Kommunen erhalten ein neues digitales Werkzeug für den Ausbau öffentlicher Ladepunkte. Das kostenlose Planungstool soll vor allem Städten und Gemeinden mit wenig Erfahrung Orientierung geben. Es wurde von der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur entwickelt. mehr...

Würzburg: 15. Platz im VDA-Ranking zur Elektromobilität

[20.01.2026] Würzburg verfügt über 388 öffentliche Ladepunkte und erreicht damit im aktuellen VDA-Städteranking Platz 15. Der regionale Versorger WVV sieht sich dadurch in seiner Ausbaustrategie für Elektromobilität bestätigt. mehr...

TU Darmstadt: Forschungsprojekt zu KI-gestütztem Energiemanagementsystem

[12.01.2026] Ein Forschungsprojekt an der TU Darmstadt entwickelt ein KI-gestütztes Energiemanagementsystem für elektrische Nutzfahrzeugflotten, das Ladeprozesse mit dem Strommarkt verzahnt. Ziel ist es, Netze zu stabilisieren, Kosten zu senken und erneuerbare Energien besser zu nutzen. mehr...

Gera: Zehn weitere E-Busse für ÖPNV

[09.01.2026] Gera erhält weitere zehn Elektrobusse für den öffentlichen Nahverkehr. Die Anschaffung wird mit 4,4 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert und schließt auch neue Lade-Infrastruktur ein. mehr...

Schweinfurt: 17 neue E-Busse in Betrieb

[19.12.2025] Mehr als die Hälfte der Stadtbusflotte in Schweinfurt fährt nun elektrisch. Die Stadtwerke haben 17 zusätzliche E-Busse in Betrieb genommen und damit einen weiteren Schritt zur Elektrifizierung des Nahverkehrs vollzogen. mehr...

bericht

Second-Life-Batterien: Innovation trifft Ressourceneffizienz

[15.12.2025] E-Auto-Batterien landen oft im Recycling, obwohl sie noch einen Großteil ihrer ursprünglichen Speicherkapazität besitzen. Im Projekt UniSTA zeigen Uniper und STABL Energy, wie sich solche Second-Life-Batterien als Alternative zu neuen Speichersystemen nutzen lassen. mehr...

Hamburger Energienetze: eRound bündelt drei digitale Lösungen

[05.12.2025] Die Hamburger Energienetze bündeln unter der Marke eRound drei digitale Lösungen für Lade-Infrastruktur, Verteilnetze und Smart-City-Anwendungen. Ziel ist eine effizientere Steuerung der Energiewende und ein transparenter Blick auf den Zustand kritischer Infrastruktur. mehr...