Dienstag, 24. März 2026

Stadtwerke OsnabrückPositives Ergebnis stärkt Zukunftspläne

[18.06.2025] Im Jahr 2024 konnten die Stadtwerke Osnabrück ein stabiles Geschäftsergebnis vorlegen. Trotz sinkender Umsätze blieb der Rohertrag konstant. Die Stadtwerke wollen damit die Energie- und Wärmewende vor Ort weiter voranbringen.

Stadtwerke Osnabrück: Gewinn im Jahr 2024 gibt Rückenwind für die Energie- und Wärmewende.

(Bildquelle: Stadtwerke Osnabrück)

Ein Jahresüberschuss von 14,1 Millionen Euro steht am Ende des Geschäftsjahres 2024. Das geht aus einer Mitteilung der Stadtwerke Osnabrück vom 13. Juni hervor. Darin enthalten ist ein Verlustausgleich der Stadt Osnabrück in Höhe von sechs Millionen Euro für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV). Ohne diesen städtischen Zuschuss fällt das Ergebnis besser aus als im Vorjahr. Vorstandsvorsitzender Daniel Waschow bewertete das Ergebnis als Bestätigung für den eingeschlagenen Kurs. „Gerade angesichts der großen Aufgaben, die im Zuge der Energie- und Wärmewende auf uns zukommen, ist diese Stabilität ein wichtiges Fundament.“

Erträge trotz Umsatzrückgang stabil

Die Gesamtleistung des Unternehmens sank von rund 720 Millionen Euro im Jahr 2023 auf knapp 600 Millionen Euro im Jahr 2024. Der Rohertrag – also die Leistung abzüglich des Materialaufwands – blieb mit etwa 200 Millionen Euro jedoch konstant. Finanzvorstand Dirk Eichholz führte das auf eine verbesserte Steuerung des operativen Geschäfts zurück. Sowohl der Nahverkehr als auch der Bäderbetrieb hätten besser abgeschnitten als geplant. Trotz einer Baustelle habe der Bäderbereich wirtschaftlich solide gearbeitet. Im Nahverkehr stieg die Zahl der Fahrgäste, obwohl weniger Fahrzeugkilometer gefahren wurden.

Energiegeschäft stabilisiert sich

Im Stromvertrieb konnten die stark gestiegenen Netzentgelte laut Mitteilung weitgehend kompensiert werden. Die Stadtwerke verzeichneten zudem positive Effekte aus der Vermarktung eines Anteils am Kohlekraftwerk. Insgesamt zeige sich, dass sich das Energiegeschäft nach den starken Ausschlägen der vergangenen Jahre stabilisiere, so Eichholz. Weitere Gründe für das positive Ergebnis waren geringere Personalkosten und niedrigere Zinsausgaben. Diese Entwicklungen stärkten laut Stadtwerke die wirtschaftliche Basis für künftige Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Klimaschutz.

Perspektive: finanziell unabhängig investieren

Für die kommenden Jahre plant das Unternehmen, zentrale Aufgaben der Energie- und Wärmewende aktiv mitzugestalten. Ziel sei es, Projekte langfristig aus eigener Kraft finanzieren zu können. Waschow sagte: „Das positive Jahresergebnis ist mehr als nur eine Zahl – es ist Rückenwind für diesen Weg.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

JUWI: Strategische Neuausrichtung

[17.03.2026] Der Projektentwickler JUWI richtet seine Organisation neu aus und fokussiert sich stärker auf seine europäischen Kernmärkte im Wind- und Solarsektor. Hintergrund sind verschärfter Wettbewerb um Investoren, Netzanschlüsse und Ausschreibungen – mit der Neuausrichtung will das Unternehmen seine Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sichern. mehr...

Stadtwerke Essen: Ausweitung der Partnerschaft mit Iqony Fernwärme

[17.03.2026] Die Stadtwerke Essen und Iqony Fernwärme wollen ihre Wärmeinfrastrukturen künftig enger verzahnen. Eine neue Partnerschaftsvereinbarung soll Synergien beim Ausbau klimafreundlicher Netze heben und Optionen wie Netzkopplungen oder gemeinsame Erzeugungsanlagen prüfen. mehr...

Solarpark der Energieversorgung Mittelrhein (evm) in Görgeshausen mit mehreren Reihen von Photovoltaikmodulen auf einer Wiese.

evm: Nachhaltige Energiegewinnung

[13.03.2026] Die Wind- und Solarparks der Energieversorgung Mittelrhein (evm) haben im vergangenen Jahr mehr als 70 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Nun plant das Unternehmen die Errichtung weiterer Anlagen in der Region. mehr...

Stadtwerke Jena Netze: Relaunch der Webseite

[13.03.2026] Die Stadtwerke Jena Netze haben ihre Webseite vollständig überarbeitet und neu strukturiert. Der Relaunch soll Kundinnen und Kunden den Zugang zu Informationen rund um Netzanschlüsse, Photovoltaik, Wärmepumpen und aktuelle Baustellen deutlich erleichtern. mehr...

GISA/TMZ: Fortsetzung der Zusammenarbeit

[12.03.2026] GISA stellt Thüringer Mess- und Zählerwesen Service künftig auch das Management steuerbarer lokaler Systeme (CLS) vollständig als Software-as-a-Service bereit. Mit der Verlängerung ihrer Smart-Metering-Partnerschaft um fünf Jahre bauen beide Unternehmen ihre gemeinsame Plattform für Gateway-Administration und Messdatenmanagement weiter aus. mehr...

VertiGIS: Vorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem

[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen. mehr...

JUWI: Partnerschaft mit Vestas ausgebaut

[26.02.2026] Mit einer neuen Rahmenvereinbarung wollen zwei Windenergie-Unternehmen ihre Kooperation festigen. Das Ziel besteht darin, künftige Projekte in Deutschland effizienter umzusetzen. Beide Seiten verweisen auf ihre langjährige Zusammenarbeit. mehr...

Stadtwerke Herrenberg/Energie Calw: Gemeinsame Neugründung von Energie Herrenberg

[25.02.2026] Die Stadtwerke Herrenberg gründen gemeinsam mit Energie Calw die Gesellschaft Energie Herrenberg. Mit dem neuen kommunalen Versorger will die Stadt Herrenberg Vertrieb und Energiewende vor Ort neu organisieren und Wertschöpfung in der Region sichern. mehr...

Wuppertaler Stadtwerke: IT-Partnerschaft mit rku․it besiegelt

[23.02.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke bauen ihre IT mit der NextGen-Plattform von rku.it aus. Die strategische Partnerschaft soll Prozesse im SAP-Umfeld modernisieren und den kommunalen Versorger langfristig digital absichern. mehr...

dena: 100 vielversprechende Start-ups

[17.02.2026] Die Deutsche Energie-Agentur und die Start Up Energy Transition haben die SET100-Liste 2026 mit den weltweit vielversprechendsten Climate-Tech-Start-ups veröffentlicht. Die Auswahl zeigt, welche Technologien der Energiewende den Sprung aus der Pilotphase schaffen und sich im internationalen Wettbewerb behaupten. mehr...

Bilanz: E.ON steigert Gewinn und Investitionen

[16.02.2026] Der Energiekonzern E.ON hat im Jahr 2025 mehr verdient und mehr investiert. Vor allem das Netzgeschäft wuchs deutlich. Bis 2030 plant das Unternehmen Investitionen von rund 48 Milliarden Euro. mehr...

Hertener Stadtwerke: Zertifizierung erhalten

[16.02.2026] Die Hertener Stadtwerke haben ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und sich zertifizieren lassen. Damit reagieren sie auf gesetzliche Vorgaben für Großverbraucher und wollen vor allem in ihren energieintensiven Bädern systematisch Kosten und CO₂ senken. mehr...

Stadtwerke Schwäbisch Hall: Wechsel zu Wilken

[11.02.2026] Die Stadtwerke Schwäbisch Hall ersetzen ihr bisheriges Abrechnungssystem für Dienstleistungskunden durch eine cloud-native Standardplattform. Mit dem Wechsel zu GY von Wilken beginnt zugleich eine strategische Partnerschaft mit Blick auf neue Markt- und Regulierungsanforderungen. mehr...

Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant

[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...

Stadtwerke Velbert: Beteiligung an rku․it

[22.01.2026] Die Stadtwerke Velbert beteiligen sich an dem Unternehmen rku․it und werden Gesellschafter des IT- und Prozessdienstleisters für die Energiebranche. Beide Seiten wollen damit die strategische Zusammenarbeit vertiefen und die digitale Leistungsfähigkeit der Versorgungswirtschaft stärken. mehr...