Samstag, 9. Mai 2026

Stadtwerke OsnabrückPositives Ergebnis stärkt Zukunftspläne

[18.06.2025] Im Jahr 2024 konnten die Stadtwerke Osnabrück ein stabiles Geschäftsergebnis vorlegen. Trotz sinkender Umsätze blieb der Rohertrag konstant. Die Stadtwerke wollen damit die Energie- und Wärmewende vor Ort weiter voranbringen.

Stadtwerke Osnabrück: Gewinn im Jahr 2024 gibt Rückenwind für die Energie- und Wärmewende.

(Bildquelle: Stadtwerke Osnabrück)

Ein Jahresüberschuss von 14,1 Millionen Euro steht am Ende des Geschäftsjahres 2024. Das geht aus einer Mitteilung der Stadtwerke Osnabrück vom 13. Juni hervor. Darin enthalten ist ein Verlustausgleich der Stadt Osnabrück in Höhe von sechs Millionen Euro für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV). Ohne diesen städtischen Zuschuss fällt das Ergebnis besser aus als im Vorjahr. Vorstandsvorsitzender Daniel Waschow bewertete das Ergebnis als Bestätigung für den eingeschlagenen Kurs. „Gerade angesichts der großen Aufgaben, die im Zuge der Energie- und Wärmewende auf uns zukommen, ist diese Stabilität ein wichtiges Fundament.“

Erträge trotz Umsatzrückgang stabil

Die Gesamtleistung des Unternehmens sank von rund 720 Millionen Euro im Jahr 2023 auf knapp 600 Millionen Euro im Jahr 2024. Der Rohertrag – also die Leistung abzüglich des Materialaufwands – blieb mit etwa 200 Millionen Euro jedoch konstant. Finanzvorstand Dirk Eichholz führte das auf eine verbesserte Steuerung des operativen Geschäfts zurück. Sowohl der Nahverkehr als auch der Bäderbetrieb hätten besser abgeschnitten als geplant. Trotz einer Baustelle habe der Bäderbereich wirtschaftlich solide gearbeitet. Im Nahverkehr stieg die Zahl der Fahrgäste, obwohl weniger Fahrzeugkilometer gefahren wurden.

Energiegeschäft stabilisiert sich

Im Stromvertrieb konnten die stark gestiegenen Netzentgelte laut Mitteilung weitgehend kompensiert werden. Die Stadtwerke verzeichneten zudem positive Effekte aus der Vermarktung eines Anteils am Kohlekraftwerk. Insgesamt zeige sich, dass sich das Energiegeschäft nach den starken Ausschlägen der vergangenen Jahre stabilisiere, so Eichholz. Weitere Gründe für das positive Ergebnis waren geringere Personalkosten und niedrigere Zinsausgaben. Diese Entwicklungen stärkten laut Stadtwerke die wirtschaftliche Basis für künftige Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Klimaschutz.

Perspektive: finanziell unabhängig investieren

Für die kommenden Jahre plant das Unternehmen, zentrale Aufgaben der Energie- und Wärmewende aktiv mitzugestalten. Ziel sei es, Projekte langfristig aus eigener Kraft finanzieren zu können. Waschow sagte: „Das positive Jahresergebnis ist mehr als nur eine Zahl – es ist Rückenwind für diesen Weg.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

EnBW: Hohe Investitionen geplant

[07.05.2026] Der Energieversorger EnBW hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 7,6 Milliarden Euro in den Umbau des Energiesystems investiert. Der Anteil erneuerbarer Energien an der installierten Leistung stieg auf 66 Prozent. Für die kommenden Jahre plant das Unternehmen Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro. mehr...

Beteiligung: enercity und Thüga trennen sich

[06.05.2026] Die Energieunternehmen enercity und Thüga wollen ihre gegenseitigen Beteiligungen auflösen. Ziel ist nach eigenen Angaben eine klarere strategische Ausrichtung und mehr finanzieller Spielraum. mehr...

Steag Iqony Group: Neues Führungsteam angetreten

[05.05.2026] Der Energiekonzern Steag Iqony hat seine Unternehmensspitze neu besetzt. Seit Anfang Mai stehen ein neuer Vorstandschef und eine neue Personalchefin an der Spitze. Der Wechsel soll die weitere Entwicklung des Unternehmens begleiten. mehr...

Mainova: Operatives Geschäft verbessert

[04.05.2026] Mainova hat 2025 sein Ergebnis deutlich verbessert und kündigt weitere Investitionen an. Vor allem das operative Geschäft entwickelte sich besser als im Vorjahr. Für 2026 erwartet das Unternehmen jedoch ein schwächeres Ergebnis. mehr...

kraftwerk: Neue App für den Kundenkontakt veröffentlicht

[29.04.2026] Die kraftwerk Software Gruppe ergänzt ihre Portallösungen für Versorger um die mobile App-Plattform kraftwerk.One. Die neue Kooperation mit endios soll Energie- und Wasserunternehmen eine durchgängige digitale Kundenschnittstelle vom Abrechnungssystem bis zum Smartphone liefern. mehr...

Quadra energy: Migration in KISTERScloud

[28.04.2026] Quadra energy hat sein Energie- und Portfoliomanagement in wenigen Stunden aus einer On-Premise-Umgebung in die KISTERScloud verlagert. Der Umstieg soll bei laufendem Betrieb mehr Performance, höhere Stabilität und Spielraum für den weiteren Ausbau der Handels- und Marktkommunikationsprozesse schaffen. mehr...

Stadtwerke Energie Jena-Pößneck: Gründung vor 35 Jahren

[23.04.2026] Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck bestehen seit 35 Jahren. Nach Angaben des Unternehmens entwickelte sich der kommunale Versorger seit der Gründung 1991 von einem kleinen Betrieb zu einem regionalen Anbieter für Strom, Gas und Fernwärme. Heute setzt das Unternehmen verstärkt auf Projekte zur Energiewende. mehr...

Stadtwerke München: Insgesamt ein gutes Jahr

[20.04.2026] Im Geschäftsjahr 2025 haben die Stadtwerke München über eine Milliarde Euro investiert. Das operative Ergebnis lag unter dem Vorjahr, blieb aber im langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig überwies der Konzern erneut 100 Millionen Euro an die Stadt München. mehr...

Region Rhein-Eifel: Genossenschaft für Wärmewende

[17.04.2026] Zwölf Kommunen aus drei Kreisen haben gemeinsam mit dem Energieunternehmen e-regio die Genossenschaft Energiewende RheinEifel gegründet. Nach Angaben der Beteiligten soll sie Projekte zur Energie- und Wärmewende regional koordinieren. mehr...

interview

Interview: Pioniergeist trifft Exzellenz

[17.04.2026] Seit Mitte 2025 trägt MAN Energy Solutions den Namen Everllence. Was es mit der Umbenennung auf sich hat und welche Strategie das Unternehmen beispielsweise im Bereich der Energiewirtschaft fährt, erläutert CEO Uwe Lauber im Interview mit stadt+werk. mehr...

enercity: Umsatz geht zurück

[13.04.2026] Im Jahr 2025 hat enercity einen geringeren Umsatz und Gewinn erzielt als in den Vorjahren. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Investitionen erhöht und den Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben. mehr...

bericht

Trianel: Beeindruckende Bilanz

[09.04.2026] Die Stadtwerke-Kooperation Trianel unterstützt mit ihren drei Gesellschaften Energieversorger und Kommunen in Deutschland bei der Umsetzung der Energiewende. Die Kooperation kann bereits auf beachtliche Erfolge zurückblicken. mehr...

enercity: Neuer CEO bei enercity Erneuerbare

[08.04.2026] Der Energiekonzern enercity besetzt die Spitze seiner Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien neu. Mit Jörg Kubitza übernimmt ein Branchenmanager die Leitung. Der bisherige CEO Ralf Nietiet scheidet auf eigenen Wunsch aus. mehr...

Jena: Baustart von Reallabor JenErgieReal

[02.04.2026] Das Reallabor JenErgieReal geht in Jena in die bauliche Umsetzung und vernetzt erstmals Speicher, Lade-Infrastruktur und Netze intelligent. Das Projekt zeigt, wie ein digitales Energiesystem im urbanen Raum praktisch funktioniert und welche Lösungen bis 2027 entstehen. mehr...

VNEW: Unter neuer Flagge unterwegs

[27.03.2026] Der Stadtwerkeverband VSHEW firmiert künftig als Verband der Norddeutschen Energie- und Wasserwirtschaft (VNEW). Hintergrund ist die Ausweitung auf weitere Bundesländer sowie der Anspruch, die Energiewende regional stärker zu bündeln. mehr...