EnergiekostenPreise steigen, Verbrauch sinkt

Die Wärmeerzeugung aus Biomasse, Solarthermie und Geothermie legt zu.
Die Verbraucherpreise für Wärmerzeugung und Strom in privaten Haushalten haben sich im Januar 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,8 Prozent erhöht. Dies teilte das Statistische Bundesamt jetzt mit. Während die Preise steigen, sparen die Bundesbürger Energie ein. Dies zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts vom Dezember 2012. Demnach ist der Energieverbrauch der privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent gesunken. Zwischen 2005 und 2011 wurden sogar insgesamt knapp über zehn Prozent weniger Energie verbraucht. Rückläufig ist auch der Einsatz fossiler Brennstoffe für die Wärmeerzeugung. Im Vergleich zu 2005 werden 25 Prozent weniger Öl- und 20 Prozent weniger Gasheizungen eingesetzt.
Nach Angaben der Agentur für Erneuerbare Energien hat hingegen die Wärmeerzeugung aus Biomasse, Solarthermie und Geothermie im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent zugelegt. Agentur-Geschäftsführer Philipp Vohrer erklärte: „Grund für sinkende Verbräuche von Öl und Gas sind neben Dämmmaßnahmen auch der verstärkte Einsatz energieeffizienter Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien.“ Besonders bei Neubauten gewinne der Einsatz regenerativer Energien an Bedeutung. Aus dem Erfahrungsbericht zum Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz gehe hervor, dass in der Hälfte aller zwischen 2009 und 2011 errichteten Neubauten Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien eingesetzt wurden. Unter den dezentralen Technologien wurden am häufigsten Wärmepumpen verwendet (in 27 Prozent der Neubauten), gefolgt von Solarthermieanlagen (20 Prozent) und von Anlagen zur Nutzung fester Biomasse, wie Holzpelletheizungen (fünf bis sieben Prozent).
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