FrankfurtRegionalverband setzt auf Kooperation

Frankfurt arbeitet beim Energiekonzept mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain zusammen.
(Bildquelle: MEV Verlag)
Frankfurt und der Regionalverband FrankfurtRheinMain halten nach eigenen Angaben an ihrem Ziel einer Energieversorgung aus hundertprozentig erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050 fest. Eine entsprechende Vereinbarung zur Fortführung der seit April 2013 bestehenden Kooperation haben nun die Umweltdezernentin der Stadt, Rosemarie Heilig, und der Direktor des Regionalverbands, Ludger Stüve, unterzeichnet. „Wir dürfen nicht stillstehen“, sagt Stüve. „Der Weg zu einer hundertprozentigen Versorgung aus erneuerbaren Energien ist noch sehr lang.“ Der Vereinbarung vorausgegangen war eine Umfrage unter den 81 Mitgliedskommunen – darunter sechs Kreise – des Regionalverbands. Demnach haben bereits einige Kommunen zahlreiche Projekte umgesetzt. Andere Kommunen stünden noch am Anfang des Klimaschutzprozesses. Sie erhoffen sich Unterstützung durch Erfahrungsaustausch, Beratung, Informationsvermittlung und Vernetzung. Als Hemmnisse werden fehlendes Fachwissen, mangelhafte Datengrundlage für eine Energiebilanzierung, mangelnde Personal- und Finanzressourcen oder ein zu spät bewilligtes Klimaschutz-Management genannt. Zur Unterstützung wünschen sich die Kommunen unter anderem einen regelmäßigen Austausch über neue Entwicklungen mit anderen Kommunen sowie eine zentrale Anlauf-und Beratungsstelle. Auch eine Beratung bei der Konzepterstellung sowie Hilfe zur Beantragung von Fördermitteln seien erwünscht.
Verbandsdirektor Stüve erläutert die weitere Vorgehensweise: „Im nun folgenden Beteiligungsprozess, der bis Ende nächsten Jahres läuft, sollen regionale Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Verwaltung sowie bereits bestehende Netzwerke gewonnen werden, ihr Fachwissen und Engagement für ein Gelingen der regionalen Energiewende einzubringen.“ Der moderierte Prozess laufe in den fünf Strategiegruppen Energieversorgung, Mobilität, Gebäude- und Siedlungsentwicklung, Wertschöpfung, Finanzierung und Beteiligung sowie Wirtschaft, Handel und Industrie. Am 19. November 2014 sollen die regionalen Akteure in einer Informationsveranstaltung über das bisher Erreichte und den geplanten Beteiligungsprozess informiert werden. Die Ergebnisse aus diesem Prozess fließen in das Energiekonzept ein, so Stüve.
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