BundesnetzagenturRekord bei Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land
Die Ergebnisse der Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur für Windenergie an Land zum Stichtag 1. November 2024 wurden am 11. Dezember 2024 veröffentlicht. Mit 528 Geboten und einer Gebotsmenge von insgesamt 6.083 Megawatt (MW) wurde die bisherige Höchstmarke deutlich übertroffen. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, betonte, dass „die eingereichte Gebotsmenge um mehr als das Doppelte die bisherige Höchstmarke aus der vorherigen Ausschreibung übertraf.“ Der Zuschlagswert sank leicht auf durchschnittlich 7,15 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh), wobei der Höchstwert bei 7,35 ct/kWh lag.
Die Ausschreibung war fast anderthalbfach überzeichnet: Von den eingereichten Geboten wurden 348 mit einer Gesamtmenge von 4.098 MW bezuschlagt. Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gehörten erneut zu den erfolgreichsten Regionen. Auch südliche Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg konnten einen deutlichen Anstieg verzeichnen. Die Bundesnetzagentur führte den Erfolg auf die hohe Zahl neuer Genehmigungen zurück und verzichtete auf eine Reduzierung des Ausschreibungsvolumens.
Der Bundesverband Windenergie (BWE) begrüßte die zügige Veröffentlichung der Ergebnisse und hob hervor, dass die Windenergie an Land im Jahr 2024 ein Rekordvolumen von knapp 11.000 MW an Zuschlägen erreichte. „Mit der Bekanntgabe der Ergebnisse ist klar, dass wir in Deutschland ab dem vierten Quartal 2025 mit einem deutlich gestiegenen Zubauvolumen rechnen können“, erklärte BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek. Die Reformen der Bundesregierung hätten sich positiv auf den Wettbewerb ausgewirkt.
Die starke Verankerung der Windenergie in der deutschen Industrie und ihre Rolle für die Energiewende machen sie laut BWE zum zentralen Baustein der Transformation der Energiewirtschaft. Die nächste Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land ist für den 1. Februar 2025 angesetzt.
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