WindkraftRekord bei Genehmigungen

Ende März 2025 waren bundesweit 28.830 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von über 64.000 Megawatt in Betrieb.
(Bildquelle: Fachagentur Wind und Solar)
Die Windenergie an Land ist mit viel Schwung ins Jahr 2025 gestartet. Wie aus einer aktuellen Auswertung der Fachagentur Wind und Solar hervorgeht, wurden in den ersten drei Monaten bundesweit neue Windkraftanlagen mit mehr als 4.000 Megawatt Leistung genehmigt – ein Rekordwert für ein erstes Quartal, wie der Bundesverband Windenergie (BWE) mitteilt.
Dynamische Entwicklung in NRW
Besonders dynamisch entwickelte sich laut der Analyse der Ausbau in Nordrhein-Westfalen. Dort wurden im ersten Quartal mehr als 1.700 Megawatt neu genehmigt – rund 40 Prozent der bundesweiten Gesamtleistung. Auch beim Zubau liegt NRW mit mehr als 340 Megawatt an der Spitze. Es folgen Niedersachsen mit 266 und Brandenburg mit 148 Megawatt. Insgesamt wurden Genehmigungen für Windkraftanlagen mit rund 28.000 Megawatt erteilt. Davon sind knapp 18.800 Megawatt bereits in Ausschreibungsverfahren bezuschlagt worden. Damit sei laut Fachagentur genügend Volumen vorhanden, um die nächsten Ausschreibungsrunden dieses Jahres zu füllen.
1.000 Megawatt Leistung neu in Betrieb
Auch der Ausbau kam deutlich voran: Mit rund 1.000 Megawatt neu in Betrieb genommener Leistung liegt der Zubau gut 40 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die durchschnittliche Genehmigungsdauer ging weiter zurück und liegt aktuell bei 18,7 Monaten. „Wir sehen hier klar die Wirksamkeit der Reformen der letzten Jahre“, sagte BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek. Sie betonte zugleich, wie wichtig es sei, an den bisherigen Zielen und Rahmenbedingungen festzuhalten.
Ungleiche Verteilung als Wermutstropfen
Nach Angaben der Fachagentur Wind und Solar waren Ende März 2025 bundesweit 28.830 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von über 64.000 Megawatt in Betrieb. Heidebroek sieht die Entwicklung positiv, mahnt aber auch zur Vorsicht: „Die ungleiche Verteilung von Neugenehmigungen und Zubau bleibt weiterhin der Wermutstropfen einer starken Bilanz. Die Länder der Südregion müssen endlich ihren Beitrag leisten.“
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