Offshore-WindenergieRiffgat geht ans Netz

Das letzte Teilstück zur Anbindung des Windparks Riffgat an das Festland ist fertiggestellt.
(Bildquelle: Tennet)
Weg frei für Offshore-Windenergie. Nachdem Netzbetreiber Tennet monatelang die Altlasten von Kriegstagen beseitigt hatte, kann der Windpark vor der Küste Borkums in der Nordsee ans Netz angeschlossen werden. Wie Tennet mitteilt, soll ab heute (12. Februar 2014) Strom von See an Land fließen. „Ich freue mich, dass die Netzanbindung Riffgat jetzt Windstrom von der See an Land transportieren wird“, sagt Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung von Tennet. „Dass dies jetzt schon der Fall ist, verdanken wir dem Einsatz der vielen Mitarbeiter, die über Monate hinweg rund um die Uhr Munitionsreste geborgen und so für eine sichere Kabeltrasse gesorgt haben.“ Tennet hatte nach eigenen Angaben fast 30 Tonnen Munition bergen und entsorgen lassen (17003+wir berichteten). Durch die dadurch verursachte Verzögerung der Anbindung entstanden Mehrkosten von rund 100 Millionen Euro. „Es ist zutiefst bedauerlich, dass die Planung der Seekabeltrasse durch den Windparkbetreiber letztlich zu hohen Mehrkosten geführt hat, die nun die Verbraucher werden tragen müssen“, so Hartman weiter.
Nach alpha ventus ist das Projekt Riffgat die zweite Offshore-Netzanbindung bei Tennet in Drehstromtechnik. Bei dem Anschluss handelt es sich um eine insgesamt 80 Kilometer lange 155-Kilovolt-Verbindung, die im Umspannwerk Emden/Borssum ins 220-kV-Netz eingebunden wird.
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