Freitag, 16. Januar 2026

Stadtwerke LeipzigSichere Wärmeversorgung

[20.08.2013] Rund sechs Millionen Euro investieren die Stadtwerke Leipzig in die Absicherung der Fernwärmeversorgung. Das Unternehmen baut Reservekapazitäten auf und den ersten thermischen Speicher.
Gas- und Dampfturbinenkraftwerk: Sichere Fernwärmeversorgung für Leipziger Bürger.

Gas- und Dampfturbinenkraftwerk: Sichere Fernwärmeversorgung für Leipziger Bürger.

(Bildquelle: Stadtwerke Leipzig)

Die Stadtwerke Leipzig investieren in eine sichere Wärmeversorgung. Wie der Versorger mitteilt, wurden in den vergangenen Monaten wichtige Hürden genommen, um die hohe Versorgungssicherheit auch unter veränderten energiepolitischen Rahmenbedingungen aufrecht zu erhalten. So wurde der Liefervertrag für Fernwärme aus dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf mit Vattenfall Europe neu vereinbart. Raimund Otto, Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig, erklärte: „Dieser Vertrag ermöglicht es uns, unsere Leipziger Kunden auch künftig mit nahezu 100 Prozent umweltfreundlicher Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung mit einem ausgezeichneten Primärenergiefaktor von 0,31 zu beliefern.“ Außerdem wollen die Stadtwerke Leipzig bis zum Herbst 2014 für rund 2,5 Millionen Euro eine neue Wärmeerzeugungsanlage im Heizwerk Nordost fertigstellen. Es sollen 35 Megawatt zusätzliche Heizkapazität als Reserve bereitgestellt werden. Damit könnten im Notfall rund 7.000 Wohnungen beheizt werden. Ebenfalls im Herbst nächsten Jahres soll ein weiteres Bauprojekt fertig werden: der erste thermische Speicher der Stadtwerke Leipzig. Der Speicher hat ein Fassungsvermögen von 3.000 Kubikmetern und wird an das Heizwasserverbundnetz angeschlossen. Wenn eine Heizanlage durch einen technischen Defekt ausfällt, soll der Speicher das Auskühlen des Fernwärmesystems um sechs bis sieben Stunden verzögern. Der Speicher soll es den Stadtwerken auch ermöglichen, Energie vor allem dann zu erzeugen, wenn Strom an der Börse gut verkauft werden kann. Ist dies nicht der Fall, soll auf die eigene Erzeugung verzichtet und das Fernwärmenetz aus dem Speicher gespeist werden, so Stadtwerke-Chef Raimund Otto. In dieses Plus an Sicherheit und Wirtschaftlichkeit investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 3,5 Millionen Euro.





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