Samstag, 29. November 2025

KölnStadt will auf Wind setzen

[30.01.2024] Die Stadt Köln plant einen Ausbau von Windenergie im Stadtgebiet, indem sie eine städtebauliche Potenzialanalyse durchführt und sich neuen rechtlichen Optionen in der Landes- und Regionalplanung öffnet. Diese Strategie zielt darauf ab, schnellstmöglich erneuerbare Energien zu fördern und wird voraussichtlich bereits Ende 2024 erste Genehmigungen für Windkraftanlagen ermöglichen.

Die Stadt Köln hat im Zuge der Energiewende eine städtebauliche Potenzialanalyse zur Nutzung von Windenergie vorgenommen, um eine zukunftsfähige Energieversorgung sicherzustellen. Wie die Stadt mitteilt, stehen dabei die aktuellen Entwicklungen in der Landes- und Regionalplanung für erneuerbare Energien im Kontext von Windkraftanlagen (WEA) im Fokus.
Die rechtlichen Neuerungen und Entwicklungen in der Landes- und Regionalplanung eröffneten der Stadt Köln neue Handlungsoptionen. In einem grundlegenden Systemwechsel werden die bisherigen Konzentrationszonen für Windenergie durch eine Positivplanung von Windenergiebereichen auf Ebene des Regionalplans ersetzt. Erste Ergebnisse der Landes- und Regionalplanung werden im Sommer 2024 erwartet.
Bisherige Verantwortlichkeiten im Rahmen der Bauleitplanung auf kommunaler Ebene werden nun auf die Regionalplanung bei den Bezirksregierungen übertragen. Ein „Sachlicher Teilplan Erneuerbare Energien“ zum Regionalplan Köln soll gemäß den Vorgaben der Landesplanung die Ausweisung von Windenergiebereichen vornehmen. Bestehende kommunale Konzentrationszonen sollen dabei, sofern geeignet, in regionale Windenergiebereiche überführt werden.

Potenzialanalyse für Windenergie

Die Änderung des Landesentwicklungsplans NRW werde voraussichtlich Anfang 2024 rechtswirksam. Dies setze die Rahmenbedingungen für die Darstellung von Windenergiebereichen auf Ebene des Regionalplans. Bereits auf Basis des Entwurfs des Regionalplans könnten Genehmigungen für Windkraftanlagen innerhalb der geplanten Windenergiegebiete erfolgen, vorausgesetzt, dass ein Vorhaben den künftigen Ausweisungen entspricht.
Parallel zu den Entwicklungen auf Landes- und Regionalplanungsebene habe die Stadt Köln eine umfassende städtebauliche Potenzialanalyse für die Nutzung von Windenergie erstellt. Diese analysiere Flächen im Stadtgebiet, die grundsätzlich für die Windenergienutzung geeignet sind. Unabhängig von den gesetzlichen Regelungen beabsichtige die Stadt, durch eigene Bauleitplanung weitere kommunale Windenergiegebiete auszuweisen und somit aktiv zum Ausbau beizutragen.
Um diese Flächen in den Regionalplanprozess einzubringen, werde die Potenzialanalyse weiterentwickelt und in ein kommunales Gesamtkonzept Erneuerbare Energien für Köln integriert. Das Ziel sei, den Ausbau von Windenergie im Stadtgebiet zu beschleunigen, da dies ein bedeutender Standortfaktor für die Dekarbonisierungsstrategien der ansässigen Unternehmen darstellt. Nach Bekanntgabe des Regionalplanentwurfs werde entschieden, ob die Stadt Köln zusätzliche Positivplanungen in Erwägung zieht oder ob die Festlegungen des Regionalplans ausreichende Möglichkeiten bieten.



Stichwörter: Politik, Köln


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik

Deutscher Bundestag: Anhörung zu Wasserstoffgesetz

[26.11.2025] Zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Beschleunigung des Wasserstoffhochlaufs hat der Ausschuss für Wirtschaft und Energie jetzt eine öffentliche Anhörung durchgeführt. Dabei zeigte sich ein breiter Wunsch nach mehr Tempo und einem deutlich erweiterten Anwendungsbereich des geplanten Gesetzes. mehr...

Lausitz: EU genehmigt Entschädigung für Kohleausstieg

[24.11.2025] Die EU-Kommission hat die Entschädigungsregelung für den Braunkohleausstieg der LEAG genehmigt und damit Milliardenhilfen für die Lausitz freigegeben. Für Brandenburg und Sachsen bedeutet das Planungssicherheit beim Strukturwandel und bei der Rekultivierung der Tagebaue. mehr...

Stiftung Umweltenergierecht: Landesregeln zur Beteiligung sind widersprüchlich

[21.11.2025] Eine neue Untersuchung zeigt, dass die Landesregeln zur finanziellen Beteiligung an erneuerbaren Energien teils widersprüchlich wirken und den Ausbau bremsen können. Laut der Stiftung Umweltenergierecht schafft die Vielfalt der Vorgaben Unsicherheit und in manchen Fällen sogar rechtliche Risiken. mehr...

Umweltministerkonferenz: Willingmann wirbt für stärkere Nutzung von Flusswärme

[21.11.2025] Sachsen-Anhalts Umweltminister Armin Willingmann hat bei der Umweltministerkonferenz für die stärkere Nutzung von Flüssen als klimafreundliche Wärmequelle geworben. Auslöser ist ein Projekt in Tangermünde, das der Elbe Wärme entziehen und ganze Stadtquartiere versorgen soll. mehr...

Berlin: Fünftes Solarpaket vereinbart

[20.11.2025] Reinickendorf und die Berliner Stadtwerke bringen das fünfte gemeinsame Solarpaket auf den Weg und erweitern die Photovoltaikleistung auf öffentlichen Dächern. Bis Mitte 2026 sollen zehn neue Anlagen mit zusammen 827 Kilowatt ans Netz gehen. mehr...

BSW-Solar: Verband begrüßt Bauänderung

[18.11.2025] Der Bundestag erleichtert den Bau von Strom-, Wärme- und Wasserstoffspeichern: Eine Änderung des Baurechts und neue Regeln zur Netzentgeltbefreiung sollen Projekte beschleunigen und wirtschaftlicher machen. Der Bundesverband Solarwirtschaft begrüßt die Beschlüsse und sieht darin einen Schub für den Speicherausbau. mehr...

BDEW/VKU: Wichtiger Schritt für die Energiewende

[17.11.2025] Die schwarz-rote Koalition hat sich auf neue Regeln für den Bau steuerbarer Kraftwerke sowie auf einen Deutschlandfonds zur Finanzierung der Energie-Infrastruktur geeinigt. Die Branchenverbände BDEW und VKU bewerten dies als Schritt in die richtige Richtung. Kritik gibt es jedoch dafür, dass die Kraft-Wärme-Kopplung im Beschluss der Koalition keine Rolle spielt. mehr...

Baden-Württemberg: Klima-Kooperation mit Kalifornien

[17.11.2025] Baden-Württemberg und Kalifornien wollen ihre Kooperation zu Klima, Energie und Umwelt weiter ausbauen. Auf der Weltklimakonferenz in Belém unterzeichneten beide Regierungen eine neue gemeinsame Erklärung. mehr...

Energiepolitik: Einigung im Koalitionsausschuss

[14.11.2025] Die schwarz-rote Koalition hat sich auf eine Kraftwerksstrategie und ein umfassendes Strompreispaket geeinigt, das Wirtschaft und Verbraucher spürbar entlasten soll. Mit Ausschreibungen für zwölf Gigawatt neuer Kraftwerkskapazitäten will die Regierung zudem Versorgungssicherheit gewährleisten und den Industriestandort stärken. mehr...

Dr. Karin Thelen, Geschäftsführerin Regionale Energiewende der Stadtwerke München (SWM), im Unternehmenssitz der SWM.

Wärme-Gesetz: SWM fordern Nachbesserungen

[06.11.2025] In einer Anhörung des Bundestags haben die Stadtwerke München die Pläne der Bundesregierung zum schnelleren Ausbau klimaneutraler Wärmequellen begrüßt. SWM-Managerin Karin Thelen betrachtet den Gesetzentwurf zwar als wichtigen Schritt, fordert jedoch verbindliche Fristen, klare Zuständigkeiten und einfachere Verfahren. mehr...

Zwei große Fernwärmerohre werden in einem aufgeschütteten Graben entlang einer Straße verlegt, im Hintergrund sind Bauarbeiten und Gebäude zu sehen.
bericht

BDEW: Kein überhöhtes Preisniveau bei Fernwärme

[06.11.2025] Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft begrüßt die Einschätzung der Monopolkommission zum Wettbewerb im Energiesektor, sieht aber bei der Bewertung der Fernwärme Nachbesserungsbedarf. Auch zur Elektromobilität äußert sich der Verband zustimmend – mit Einschränkungen. mehr...

Thüga: Klare Regeln beim Gas-Gesetz gefordert

[06.11.2025] Thüga fordert beim geplanten Gas-Gesetz klare Regeln für den Umbau der Verteilnetze hin zu Wasserstoff und Biomethan. Vorstandschef Constantin H. Alsheimer warnt vor überzogenen Vorgaben und ungelöster Finanzierung. mehr...

Bundesrechnungshof: Wasserstoffstrategie gefährdet

[05.11.2025] Der Bundesrechnungshof sieht die Umsetzung der deutschen Wasserstoffstrategie weit hinter den Zielen zurück und warnt vor massiven Risiken für Energiewende, Industriestandort und Bundesfinanzen. Trotz Milliardenförderung drohen Preisprobleme, Infrastrukturfehler und zusätzliche Emissionen. mehr...

Mecklenburg-Vorpommern: Zurück zum Atom

[05.11.2025] Sechs Bundesländer bündeln ihre Kräfte zur Weiterentwicklung der Kernfusion in Deutschland. Mecklenburg-Vorpommern unterzeichnet die Eckpunkte der neuen Fusionsallianz und bringt seine Forschungskompetenz ein. mehr...

Nordrhein-Westfalen: Von Dänemark bei der Wärmewende lernen

[05.11.2025] Nordrhein-Westfalen und Dänemark vertiefen ihre Zusammenarbeit bei der Wärmewende. Eine auf drei Jahre angelegte Vereinbarung soll den Austausch über Fernwärme, Digitalisierung und industrielle Abwärme beschleunigen. mehr...