Freitag, 20. März 2026

HartheimStandort für Heizwerk gefunden

[23.07.2025] In Hartheim bei Freiburg soll ein neues Heizwerk auf Basis tiefer Geothermie entstehen. badenova sieht darin einen entscheidenden Schritt für eine klimafreundliche Wärmeversorgung von rund 20.000 Menschen in der Region.

Das geplante Heizwerk liegt in unmittelbarer Nähe zur A5.

(Bildquelle: badenova AG & Co. KG)

Ein geeigneter Standort für ein geothermisches Heizwerk ist gefunden. Wie das Energieunternehmen badenova mitteilt, plant es in der Nähe des Autobahnparkplatzes Hardt bei Hartheim an der A5 den Bau einer Anlage zur Nutzung tiefer Erdwärme. Ziel ist es, langfristig bis zu 20.000 Menschen mit klimaneutraler Wärme zu versorgen. Als erste Abnehmerin ist die Stadt Freiburg vorgesehen, die über ein ausbaufähiges Fernwärmenetz verfügt.

Die geologischen Bedingungen vor Ort gelten als ideal. Die Bohrungen sollen in rund 3.200 Metern Tiefe heißes Tiefenwasser mit einer Temperatur von etwa 120 Grad Celsius erschließen. Dabei setzt badenova auf das bewährte hydrothermale Verfahren, das in ähnlicher Form bereits seit den 1990er-Jahren im schweizerischen Riehen im Einsatz ist.

Der geplante Standort liegt außerhalb von Natur- und Trinkwasserschutzgebieten und in großem Abstand zur Wohnbebauung. Die Entfernung zur nächsten Siedlung beträgt über 800 Meter. Lärm- oder Verkehrsbelastungen für die Bevölkerung sollen durch eine gezielte Baustellenlogistik über die nahegelegene Autobahn vermieden werden. Während der zweiwöchigen Aufbauphase werden im Schnitt sieben Lkw-Fahrten pro Tag erwartet. Nach Abschluss der Bohrungen werden die Anlagen rückgebaut. Vor Ort verbleiben lediglich das eigentliche Heizwerk, das in etwa der Größe einer kleinen Turnhalle entspricht, sowie ein Besucherzentrum.

Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn betont die Bedeutung des Projekts für das Ziel der Klimaneutralität. Die Versorgung mit erneuerbarer Wärme sei ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige Energiepolitik. Er spricht von einem Gemeinschaftsprojekt, das Technik, regionale Kooperation und das gemeinsame Ziel der Wärmewende verbinde.

Die Genehmigungsunterlagen sollen im Herbst 2025 bei der zuständigen Landesbergdirektion eingereicht werden. Das Genehmigungsverfahren wird voraussichtlich ein Jahr in Anspruch nehmen. Baustart ist für 2026 vorgesehen, mit Bohrbeginn im Jahr 2027. Die Inbetriebnahme des Heizwerks samt Transportleitung nach Freiburg ist ab 2029 oder 2030 geplant.

badenova sieht das Projekt als Beitrag zur regionalen Versorgungssicherheit und als Modell für eine langfristig stabile und klimafreundliche Wärmeversorgung.





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