Samstag, 11. Juli 2026

VSB GruppeStrategische Neuausrichtung

[18.06.2026] Die VSB Gruppe baut ihr Geschäftsmodell vom Projektentwickler zum integrierten Energiedienstleister mit europäischer Reichweite aus. Zum 30-jährigen Bestehen zeigt das Unternehmen, wie der Zusammenschluss mit TotalEnergies die Entwicklung von Wind-, Solar- und Speicherprojekten beschleunigen soll.

Die VSB Gruppe blick auf eine 30-jährige Unternehmensgeschichte zurück.

(Bildquelle: VSB Gruppe)

Die VSB Gruppe richtet sich nach 30 Jahren Unternehmensgeschichte strategisch neu aus und entwickelt sich vom klassischen Projektentwickler zum integrierten Energiedienstleister mit europaweiter Präsenz. Wie das Unternehmen mitteilt, soll vor allem die Einbindung in den TotalEnergies-Konzern die nächste Wachstumsphase der Energiewende vorantreiben.

Das Unternehmen entstand 1996 als Ingenieurbüro in Dresden und ist heute als Entwickler und Betreiber von Wind- und Photovoltaikparks sowie Batteriespeichern in sechs europäischen Ländern aktiv. Nach eigenen Angaben erzeugt und liefert VSB mit rund 592 Megawatt installierter Leistung Strom aus erneuerbaren Energien. Derzeit befinden sich Projekte mit einer Gesamtleistung von 447 Megawatt in Deutschland, Polen und Frankreich im Bau.

Seit der Gründung hat VSB nach Unternehmensangaben mehr als drei Gigawatt an Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien realisiert oder bis zur Baureife entwickelt und anschließend veräußert. Darüber hinaus übernimmt die Gruppe die technische und kaufmännische Betriebsführung sowohl für eigene Anlagen als auch für Projekte Dritter.

Ein neues Kapitel begann 2025 mit der Übernahme durch TotalEnergies. Gemeinsam wollen beide Unternehmen die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis 2030 deutlich ausbauen. Das Vorhaben soll zum Konzernziel beitragen, eine Netto-Stromproduktion von 120 Terawattstunden zu erreichen, von denen 70 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen sollen.

VSB will dabei seine Erfahrung in der Entwicklung von Wind- und Photovoltaikprojekten in Deutschland und Europa einbringen. Künftig soll der Schwerpunkt stärker auf integrierten Energielösungen liegen. Dazu zählen Batteriespeicher, hybride Wind-Solar-Projekte und direkte Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPA). Ziel ist es, erzeugten Grünstrom nicht nur bereitzustellen, sondern ihn gezielt an Industrie- und Gewerbekunden in den Regionen zu liefern.

„Die Energiewende ist zu einer industriepolitischen Schlüsselaufgabe für Europa geworden. Es geht nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und technologische Souveränität“, sagt Felix Grolman, CEO der VSB Gruppe. Er sieht erneuerbare Energien künftig als integriertes System entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Der Zusammenschluss mit TotalEnergies werde dieses Modell stärken und die Projektentwicklung beschleunigen.

Trotz der internationalen Expansion bleibt Dresden das Zentrum des Unternehmens. Aus einem Ingenieurbüro mit zwei Mitarbeitenden ist innerhalb von drei Jahrzehnten eine Unternehmensgruppe mit mehr als 500 Beschäftigten geworden. Rund 60 Prozent davon arbeiten in Deutschland.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

Hamburger Energienetze: Freie und Hansestadt profitiert vom Ergebnis

[10.07.2026] Die Hamburger Energienetze haben im Jahr 2025 ihre Investitionen in die Energieinfrastruktur deutlich erhöht und gleichzeitig ihre Gewinnabführung an die Stadt gesteigert. Nach Angaben des Unternehmens stiegen zudem Umsatz und Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahr. mehr...

Call for Applications: Förderung von hessischen Energie-Start-ups

[09.07.2026] Der hessische Energie-Akzelerator genesis startet in die dritte Runde und öffnet erneut die Bewerbung für Green-Energy-Start-ups. Bis zum 31. Juli 2026 können sich junge Unternehmen aus Hessen um Unterstützung bei Validierung, Marktzugang und Skalierung bewerben. mehr...

STAWAG: Vorstand für weitere fünf Jahre verlängert

[07.07.2026] Wilfried Ullrich bleibt für weitere fünf Jahre Vorstand von STAWAG. Der Aufsichtsrat setzt damit in einer Phase der Energie- und Wärmewende auf Kontinuität an der Unternehmensspitze. mehr...

German Brand Award: Badenova hat Auszeichnung erhalten

[06.07.2026] Der regionale Energieversorger Badenova ist beim German Brand Award 2026 doppelt ausgezeichnet worden. Prämiert wurde der neue Markenauftritt, der den Wandel des Unternehmens zur Gestalterin der Energie- und Wärmewende sichtbar machen soll. mehr...

Stadtwerke Bochum: Milliardeninvestitionen geplant

[03.07.2026] Nach einem Gewinn von über 100 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025 planen die Stadtwerke Bochum Investitionen von rund einer Milliarde Euro bis 2030 an. Schwerpunkte sind der Ausbau der Wärme- und Strominfrastruktur sowie die Digitalisierung der Energienetze. mehr...

Modernes Bürogebäude des Energieversorgers Entega mit mehreren Fahnenmasten, auf denen Entega-Flaggen wehen. Vor dem Gebäude befinden sich eine gepflegte Rasenfläche, ein Parkplatz mit Fahrrädern und Autos sowie Bäume. Der Himmel ist klar und sonnig.

Entega: Planzahlen übertroffen

[02.07.2026] Entega hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren Betriebsergebnis als geplant abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben sollen in den kommenden Jahren rund 1,1 Milliarden Euro in Strom- und Wärmenetze, Glasfaser sowie die Wasserinfrastruktur in Südhessen investiert werden. mehr...

Mainova: Starkes operatives Geschäft

[02.07.2026] Mainova hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren bereinigten Konzernergebnis abgeschlossen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen Investitionen von rund 2,7 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren an. mehr...

Außenansicht der RheinEnergie-Unternehmenszentrale: Das moderne, mehrgeschossige Bürogebäude mit heller Metall-Glas-Fassade trägt gut sichtbar den Schriftzug „RheinEnergie“. Im Vordergrund liegen eine gepflegte Rasenfläche und ein zylindrischer Lüftungsbau, links verläuft ein Fuß- und Radweg entlang einer Baumreihe. Der Himmel ist wolkenlos und blau.

RheinEnergie: Ergebnis gesteigert

[30.06.2026] RheinEnergie hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 275,6 Millionen Euro abgeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Überschüsse vor allem Investitionen in Energie-, Wärme- und Wasserinfrastruktur sowie in den Ausbau erneuerbarer Energien ermöglichen. mehr...

bericht

Trianel: Prognose deutlich übertroffen

[29.06.2026] Trianel hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Vorsteuerergebnis von über 46 Millionen Euro abgeschlossen und die eigene Planung nach Unternehmensangaben um fast 50 Prozent übertroffen. Zwar blieben Umsatz und Gewinn unter den außergewöhnlich hohen Vorjahreswerten, die Geschäftsführung wertet das Ergebnis jedoch als Beleg für die Stabilität des Geschäftsmodells. mehr...

evm: Gewinn mit neuen Kunden

[29.06.2026] Einen Gewinn von rund 56 Millionen Euro erzielt die Energieversorgung Mittelrhein im Geschäftsjahr 2025. Nun will der Koblenzer Versorger verstärkt in Stromnetze sowie Wind- und Solarparks investieren. mehr...

Stadtwerke Krefeld: Stabiles Ergebnis für 2025

[26.06.2026] Die SWK haben ihr Geschäftsjahr 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit einem stabilen Ergebnis abgeschlossen und investieren weiter in Energie-, Verkehrs- und Entsorgungsinfrastruktur. mehr...

TWL: Planzahlen deutlich übertroffen

[25.06.2026] Die Technischen Werke Ludwigshafen haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 9,1 Millionen Euro abgeschlossen. Damit lag das Ergebnis deutlich über dem geplanten Wert von 3,8 Millionen Euro. Zugleich erhöhte das Unternehmen seine Investitionen in Netze und Infrastruktur. mehr...

Thüga: Neuer Chef des Aufsichtsrats

[25.06.2026] Der Aufsichtsrat der Thüga Holding hat Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Die Wahl erfolgte im Zuge der turnusmäßigen Neukonstituierung des Gremiums nach der Hauptversammlung 2026. mehr...

Mehrere Fahnen der Stadtwerke Osnabrück wehen an Fahnenmasten vor einem klaren blauen Himmel. Die Sonne scheint durch die Baumkronen im Vordergrund und erzeugt einen Lichtreflex. Auf den Fahnen sind das Logo und der Schriftzug der Stadtwerke Osnabrück zu erkennen.

Stadtwerke Osnabrück: Mit schwarzer Null über Plan

[23.06.2026] Die Stadtwerke Osnabrück haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren Jahresüberschuss abgeschlossen als geplant. Gleichzeitig investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben so viel wie nie zuvor in Netze und Infrastruktur. mehr...

Stadtwerke Hanau: Standardprodukte sichern Gewinn

[22.06.2026] Die Stadtwerke Hanau haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 11,2 Millionen Euro abgeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens trug vor allem das Strom- und Erdgasgeschäft zum Ergebnis bei. mehr...