Freitag, 13. März 2026

Fraunhofer ISEStudie zu Kosten der Energiewende

[09.11.2015] Steigen die Preise für fossile Energieträger um jährlich drei Prozent, dann wird die Energiewende nicht teurer als eine Fortführung des bisherigen Energiesystems in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme.
Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) haben die Kosten der Energiewende berechnet.

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) haben die Kosten der Energiewende berechnet.

(Bildquelle: Fraunhofer ISE)

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) haben jetzt im Rahmen einer Studie die Kosten für eine klimaschutzkompatible Transformation des deutschen Energiesystems von heute bis zum Jahr 2050 ermittelt. Den Berechnungen liegen verschiedene Szenarien zugrunde, wobei Wind- und Sonnenenergie eine Schlüsselrolle einnehmen. Die installierten Leistungen der erneuerbaren Energieträger schwanken je nach Szenario von in der Summe 290 GW (bei 80-prozentiger Reduktion der CO2-Emissionen) bis knapp 540 GW (bei 90-prozentiger Reduktion). Den Berechnungen liegen außerdem unterschiedliche Szenarien der Preisentwicklung für fossile Energieträger und der Kosten, die auf CO2-Emissionen erhoben werden, zugrunde. Unter der Annahme gleichbleibender Preise und langfristig niedriger CO2-Emissionskosten ergeben sich für das kostengünstigste Szenario Gesamtausgaben in Höhe von rund 1.100 Milliarden Euro. Diese liegen nach Angaben der Wissenschaftler 25 Prozent über den Kosten, die durch einen Weiterbetrieb des heutigen Energiesystems entstünden. Geht man jedoch von einer Erhöhung der Preise für fossile Energieträger um jährlich drei Prozent aus, dann koste die Transformation des Energiesystems praktisch gleich viel wie ein Weiterbetrieb des heutigen Systems – und das bei 85 Prozent weniger CO2-Ausstoß. Die Ergebnisse bestätigen Berechnungen des Fraunhofer ISE aus dem Jahr 2013. Damals kam die Forschungsorganisation zu dem Ergebnis, dass die jährlichen Gesamtkosten eines Energiesystems nach abgeschlossener Transformation nicht über denjenigen unseres heutigen Energiesystems liegen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Finanzierung
Hauptsitz des Stadtwerks am See in einem modernen, dreigeschossigen Bürogebäude mit grauer Fassade, umgeben von Bäumen und Grünflächen, mit Parkplatz und Firmenschild im Vordergrund.

Stadtwerk am See: Finanziell attraktive Geldanlage

[03.03.2026] Die Kunden des Stadtwerks am See in Konstanz haben die Möglichkeit, sich am Erfolg des gesamten Unternehmens zu beteiligen. Der kommunale Versorger gibt zehn Millionen Euro in Form von Genussrechten aus. mehr...

Visualisierung des Agri-Solarparks in Münster-Amelsbüren mit aufgeständerten Solarmodulen über landwirtschaftlicher Fläche; darunter wächst Getreide, ein Traktor fährt zwischen den Modulreihen bei tief stehender Sonne.

Stadtwerke Münster: Bürgerbeteiligung an Solarpark

[25.02.2026] Die Stadtwerke Münster bieten eine Bürgerbeteiligung an einem neuen Agri-Solarpark an. Das Projekt verbindet Stromerzeugung mit Landwirtschaft. Anlegerinnen und Anleger erhalten vier Prozent Zinsen pro Jahr bei einer Laufzeit von zehn Jahren. mehr...

VKU/BDEW: Stellungnahme zum Diskussionspapier der Bundesnetzagentur

[19.02.2026] Die Branchenverbände VKU und BDEW haben sich jetzt jeweils zum Diskussionspapier der Bundesnetzagentur zu möglichen Einspeisenetzentgelten positioniert. Beide Verbände begrüßen Reformschritte bei den Stromnetzentgelten, lehnen dynamische Einspeiseentgelte jedoch ab. mehr...

Bundesnetzagentur: Orientierungspunkte für Einspeiseentgelte vorgelegt

[19.02.2026] Die Bundesnetzagentur hat jetzt Orientierungspunkte für Einspeiseentgelte vorgelegt. Daraus geht hervor, dass die Behörde Stromerzeuger ab 2029 systematisch an den Netzkosten beteiligen und dafür ein Kapazitätsentgelt sowie dynamische Einspeiseentgelte einführen will. mehr...

Sachsen: Förderbank unterstützt Energiewendeprojekte

[19.02.2026] Der Sachsenkredit Energie und Speicher der Sächsischen Aufbaubank finanziert Photovoltaik-, Windkraft- und Speicherprojekte in Sachsen. Wie das Instrument 2025 Investitionen von rund 1,2 Millionen Euro ermöglichte und was das für kommunale Infrastruktur bedeutet, zeigt das Beispiel Bad Muskau. mehr...

Marktoffensive Erneuerbare Energien: Vertragsmuster für virtuelle Power Purchase Agreements vorgelegt

[18.02.2026] Die Marktoffensive Erneuerbare Energien hat jetzt ein Vertragsmuster für virtuelle Power Purchase Agreements vorgelegt. Damit soll der bislang wenig verbreitete vPPA-Markt in Deutschland standardisiert und für Unternehmen rechtssicherer zugänglich werden. mehr...

Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim: Bürgerfinanzierungsmodell erreicht Schlussphase

[04.02.2026] Die Bürgerfinanzierung SWLB KLIMA-Invest der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim steuert auf die Schlussphase zu. Bis zum 1. März können sich Interessierte noch beteiligen, nachdem bereits über vier Millionen Euro gezeichnet wurden. mehr...

Screenshot der REWAG-Crowd-Website mit Startförderung: Links Text „Startförderung“ mit Erklärung zum 500-Euro-Starterbonus für die ersten fünf Projekte und grünem Button „Projekt starten“. Rechts ein Foto im Freien mit zwei Personen, die eine Raketen-Grafik und einen grünen Kreis mit „500 € Starterbonus“ hochhalten. Unten ein grüner Balken mit dem Hinweis „50.000 € noch im Fördertopf!“. (Bildquelle: www.rewag-crowd.de)

REWAG: Crowdfunding-Plattform gestartet

[03.02.2026] Ab sofort können Vereine und Initiativen aus Regensburg und der Region ihre gemeinnützigen Projekte online vorstellen. Wie die REWAG mitteilt, steht dafür ein Fördertopf in Höhe von 50.000 Euro bereit. Die Plattform soll lokale Vorhaben sichtbarer machen und sie finanziell unterstützen. mehr...

Schleswig-Holstein: Erhöhung des Bürgerenergiefonds

[20.01.2026] Schleswig-Holstein erhöht den Bürgerenergiefonds um weitere fünf Millionen Euro und stärkt damit die Finanzierung von Energieprojekten in Bürgerhand. Das Gesamtvolumen des Fonds steigt auf 15 Millionen Euro und soll neue Wind-, Solar- und Wärmeprojekte anschieben. mehr...

Niedersachsen: Gewerbesteueraufkommen für Offshore-Windparks gesichert

[07.01.2026] Niedersachsen ordnet die Gewerbesteuer für Offshore-Windparks neu und sichert damit dauerhaft hohe Einnahmen für seine Kommunen. Kern der Regelung ist die Zuweisung der Hebeberechtigung an Wilhelmshaven ab 2026, mit umfangreichen Umverteilungseffekten über den Kommunalen Finanzausgleich. mehr...

Kreis Freising: Floor-Vertrag für Batteriespeicher abgeschlossen

[18.12.2025] Ein Floor-Vertrag zwischen MVV Trading und der Bürger Energie Genossenschaft Freisinger Land soll die Wirtschaftlichkeit eines neuen Batteriespeichers sichern. Das Konzept verbindet eine garantierte Mindestvergütung mit der flexiblen Vermarktung an Strom- und Regelenergiemärkten. mehr...

Hessen: Bürgschaftsrahmen für kommunale Energienetze

[25.11.2025] Hessen will kommunale Energienetze stärken und stellt dafür einen Bürgschaftsrahmen von bis zu einer Milliarde Euro bereit. Nach Angaben der Stadt Hanau soll das neue Programm Stadtwerken den Zugang zu Kapital erleichtern und Investitionen in Infrastruktur beschleunigen. mehr...

Mainz: Fördermittel ausgeschöpft

[24.11.2025] Das Mainzer Förderprogramm für Photovoltaik-Speicher ist beendet, die Mittel aus dem kommunalen Investitionsprogramm KIPKI sind vollständig vergeben. Rund 500.000 Euro ermöglichten den Bau hunderter Anlagen mit großer Solar- und Speicherkapazität. mehr...

SWLB: Bürgerfinanzierungsmodell trifft auf hohe Nachfrage

[20.11.2025] Das Bürgerfinanzierungsmodell SWLB KLIMA-Invest hat kurz nach dem Start die Marke von fünf Millionen Euro erreicht. Für weitere Anleger steht laut Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim noch knapp ein Millionbetrag bereit. mehr...

badenova: Förderung von acht Klima- und Wasserschutzprojekten

[13.11.2025] Der badenova Innovationsfonds fördert im Herbst 2025 acht neue Projekte für Klima- und Wasserschutz in Baden-Württemberg mit insgesamt rund 1,3 Millionen Euro. Damit setzt der Energieversorger eigene Akzente für grüne Quartiere, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Mobilität in der Region. mehr...