Dienstag, 30. Juni 2026

WesteifelTrasse für Wasser, Strom und Gas

[21.10.2014] Rund 140 Millionen Euro investiert die Kommunale Netze Eifel (KNE) in ein Pilotprojekt für eine zukunftsfähige Energie- und Wasserversorgung. Die rheinland-pfälzische Landesregierung fördert das Vorhaben mit rund 25 Millionen Euro.
Mit der Übergabe der Unterlagen zur Eröffnung des Raumordnungsverfahrens startete das Projekt „Regionales Verbundsystem Westeifel“.

Mit der Übergabe der Unterlagen zur Eröffnung des Raumordnungsverfahrens startete das Projekt „Regionales Verbundsystem Westeifel“.

v. l.: Klaus Jensen, Oberbürgermeister der Stadt Trier; Wirtschaftsministerin Eveline Lemke; Umweltministerin Ulrike Höfken, Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord; Dr. Joachim Streit, Landrat des Eifelkreises Bitburg-

(Bildquelle: Stadtwerke Trier)

Eine sichere und moderne Versorgung mit Wasser, Energie und Telekommunikationsdiensten zu guten Konditionen, die gleichzeitig einen Beitrag zur Energiewende leistet – dieses ambitionierte Ziel setzt sich das Projekt „Regionales Verbundsystem Westeifel“. Geplant wird das Vorhaben von der Kommunale Netze Eifel (KNE), einer Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) des Eifelkreises Bitburg-Prüm und der Stadt Trier. Kernstück des Verbundsystems ist der Bau einer neuen, rund 80 Kilometer langen Leitungstrasse für Trinkwasser, Strom, Erdgas, Biogas und Telekommunikation. Nach Angaben der Stadtwerke Trier sind dafür bis zum Jahr 2022 Investitionen in Höhe von rund 140 Millionen Euro vorgesehen. Die Trasse soll künftig von der nördlichen Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen bis nach Trier im Süden verlaufen. Der Bau könne Ende 2015 beginnen. Wie die Stadtwerke Trier weiter mitteilen, ist für die Umsetzung des Projekts eine neue Gesellschaftsstruktur in Planung: die Landwerke Eifel. Diesbezüglich sei die KNE mit Kommunen der Region und weiteren Partnern, wie der RWE-Tochter Westnetz oder der Energieversorgung Mittelrhein (EVM) in Gesprächen.
Nun rückt die Verwirklichung des Projekts näher: Bei der Einweihung des neuen KNE-Verwaltungs- und Betriebsgebäudes in der Stadt Prüm am vergangenen Freitag (17. Oktober 2014) wurden auch die Unterlagen zur Eröffnung des Raumordnungsverfahrens an die zuständige Behörde übergeben. Damit ist das Genehmigungsverfahren für den Bau des Verbundsystems offiziell gestartet. Auf der Veranstaltung überbrachten zudem die rheinland-pfälzischen Ministerinnen Ulrike Höfken und Eveline Lemke (beide Bündnis 90/Die Grünen) eine gute Nachricht an die KNE-Verantwortlichen: Das Umweltministerium werde das Projekt in den kommenden acht Jahren mit rund 25 Millionen Euro fördern. Umweltministerin Höfken sagte: „Dieses Leuchtturmprojekt wird von der Eifel aus eine bundesweite Signalwirkung entfalten. Wir zeigen damit modellhaft, wie Infrastruktur in ländlichen Regionen innovativ, nachhaltig und wirtschaftlich entwickelt werden kann.“ In der Eifel würden durch das neue Verbundsystem rund 245.000 Bürger von einer bezahlbaren Energie- und Wasserversorgung profitieren, 27.000 Haushalte bekämen einen schnellen Internet-Anschluss, so Höfken. Arndt Müller, Vorstand der Stadtwerke Trier und der KNE, beschrieb die Bedeutung des Projekts so: „Durch die Einbindung regionaler regenerativer Energieanlagen, wie Biogas, Wind, Sonne und Wasser, und die Optimierung der Lastprofile beispielsweise von Kläranlagen, Trinkwasseranlagen oder Industriekunden, schaffen wir einen Energieabgleich in der Region.“ Energieministerin Eveline Lemke ergänzte: „Vor dem Hintergrund der EEG-Novellierung schaffen wir damit Perspektiven für die in der Westeifel bereits getätigten Investitionen in die erneuerbaren Energien.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Netze | Smart Grid
Ein Techniker installiert ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) in einem Stromzählerkasten. Das digitale Messgerät mit Kommunikationsmodul wird in die bestehende Strominfrastruktur eingebaut und ermöglicht die automatische Erfassung und Übermittlung von Verbrauchsdaten.

Stadtwerke Düsseldorf / EnBW: Kooperation für intelligente Stromnetze

[22.06.2026] Die Stadtwerke Düsseldorf und EnBW Utility Services bauen ihre Zusammenarbeit bei intelligenten Messsystemen aus. Künftig umfasst die Partnerschaft auch das sogenannte CLS-Management zur Steuerung dezentraler Energieanlagen. mehr...

Zwei Monteure in orangefarbener Schutzkleidung steigen an einem Hochspannungsmast aus Stahl empor. Im Hintergrund sind Stromleitungen vor blauem Himmel mit wenigen Wolken zu sehen.

BDEW: Schnellere Genehmigungen für den Netzausbau

[19.06.2026] Der BDEW hat Vorschläge zur Beschleunigung des Stromnetzausbaus vorgelegt. Nach Angaben des Verbands könnten Änderungen im Energiewirtschaftsgesetz und im Infrastruktur-Zukunftsgesetz dazu beitragen, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu verkürzen. Im Fokus stehen Vereinfachungen bei der Modernisierung bestehender Netze und bei Genehmigungsprozessen. mehr...

bne: Studie verweist auf Rekordrenditen bei VNB

[18.06.2026] Eine Analyse des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft zeigt Rekordrenditen bei Deutschlands größten Verteilnetzbetreibern. Gleichzeitig verschärfen sich die Probleme beim Netzausbau und bei neuen Netzanschlüssen für die Energiewende. mehr...

TransnetBW/EWE Netz: Energiewende-App bald in Niedersachsen verfügbar

[18.06.2026] Die Energiewende-App StromGedacht wird künftig auch im Netzgebiet von EWE Netz in Niedersachsen verfügbar sein. Die Kooperation mit TransnetBW erweitert das Konzept netzdienlichen Verbrauchs erstmals auf ein großes Verteilnetz und soll Verbraucher stärker in die Netzstabilisierung einbinden. mehr...

Mitnetz Strom: Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Planung

[16.06.2026] Mitnetz Strom setzt beim Bau einer neuen Hochspannungsleitung auf einen frühen und intensiven Dialog mit den Bürgern. Der Netzbetreiber will Konflikte vermeiden, die Feinplanung verbessern und Akzeptanz für den Ausbau der Energieinfrastruktur schaffen. mehr...

Netzanschluss: Software beschleunigt Berechnungen

[12.06.2026] Das Kölner Unternehmen envelio hat nach eigenen Angaben eine neue Technologie für die Berechnung von Stromnetzen entwickelt. Die Lösung soll Netzsimulationen erheblich beschleunigen und damit Netzanschlüsse schneller ermöglichen. mehr...

KIT: Transparenz für KI-gestützte Vorhersagen in Energiesystemen

[05.06.2026] KIT-Forschende haben mit SHAPformer eine Methode entwickelt, die KI-gestützte Vorhersagen für Energiesysteme nachvollziehbar macht. Die Lösung soll Transparenz bei kritischen Anwendungen wie Stromnetzsteuerung, Lastprognosen und Strompreisvorhersagen erhöhen und regulatorische Anforderungen erfüllen. mehr...

Hamburger Energienetze: Start von Fair-Grid-Projekt

[02.06.2026] Die Hamburger Energienetze führen mit Fair Grid ein neues Vergabeverfahren für große Stromanschlüsse ein. Das Projekt soll knappe Netzkapazitäten fair verteilen und reagiert auf den stark steigenden Leistungsbedarf durch Rechenzentren, Batteriespeicher und die Energiewende. mehr...

Smight/Thüga SmartService/Robotron: Vollständige Steuerkette umgesetzt

[06.05.2026] Smight, Thüga SmartService und Robotron haben eine vollständige Steuerkette nach §14a EnWG erstmals im Realbetrieb durchgängig umgesetzt. Damit steht Verteilnetzbetreibern eine standardkonforme End-to-End-Architektur zur Verfügung, die Netzengpässe automatisiert erkennt, marktseitig verarbeitet und steuernd auf Verbrauchseinrichtungen zugreift. mehr...

Pilotprojekt: Wärmepumpen entlasten Stromnetz

[27.04.2026] Wärmepumpen können als flexible Verbraucher aktiv zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Ein Pilotprojekt von Viessmann Climate Solutions mit Übertragungsnetzbetreibern zeigt erstmals unter Realbedingungen, wie sich Haushaltsgeräte ins Engpassmanagement integrieren lassen. mehr...

München: Supraleitung für Stromnetz soll kommen

[16.04.2026] Die Stadtwerke München und der Kabelhersteller NKT möchten ihre Zusammenarbeit ausbauen. Ziel ist ein besonders leistungsfähiges Stromkabel im Zentrum der Stadt. Es könnte das weltweit längste supraleitende Hochspannungssystem werden. mehr...

bericht

Voltaris-Expertengespräch: Fachkräfte bleiben Engpass beim Smart-Meter-Roll-out

[15.04.2026] Der Einbau intelligenter Messsysteme in Deutschland nimmt Fahrt auf, bleibt aber hinter den langfristigen Zielen zurück. Das wurde bei einem digitalen Expertengespräch des Messdienstleisters Voltaris deutlich. Als größte Hürden nannten die Fachleute fehlende Montagekapazitäten, Datenqualität und technische Anbindung. mehr...

Elektriker installiert und verdrahtet Komponenten in einem geöffneten Zählerschrank mit Kabeln und Klemmenleisten

Hager: Zählerplätze für EnWG-Vorgaben

[09.04.2026] Seit 2024 gelten für leistungsstarke Stromverbraucher neue gesetzliche Anforderungen. Diese sollen dabei helfen, die Stromnetze bei steigender Belastung stabil zu halten. Der Hersteller Hager präsentiert dazu angepasste Lösungen für Zählerplätze. mehr...

Netzentwicklungsplan: Zweiten Entwurf bei Bundesnetzagentur eingereicht

[18.03.2026] Die Übertragungsnetzbetreiber haben den zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045 veröffentlicht. Der Plan integriert nun auch das Szenario C und zeigt damit neue Perspektiven für den Ausbau des Höchstspannungsnetzes. mehr...

Stadtwerke Konstanz: Installation von Transformator

[10.03.2026] Die Stadtwerke Konstanz haben im Umspannwerk Weiherhof einen neuen 40-MVA-Transformator installiert. Der Ausbau reagiert auf den stark steigenden Strombedarf durch Wärmepumpen, Elektromobilität und neue Baugebiete und ist Teil einer langfristigen Netzstrategie. mehr...