Mittwoch, 4. Februar 2026

LeverkusenWeiter Weg zur Klimaneutralität

[21.08.2023] Laut Ratsbeschluss soll die Energieversorgung in Leverkusen bis 2033 klimaneutral sein. Der Anteil erneuerbarer Energien ist jedoch noch gering.

Die Stadt Leverkusen will laut Ratsbeschluss bis 2033 eine klimaneutrale Energieversorgung verwirklicht haben. Die gerade veröffentlichte „Energie- und Treibhausgasbilanz 2017–2020“ für Leverkusen dient als Grundlage für ein Klimaschutz-Controlling und kommunale Klimaschutzmaßnahmen. Der Bericht, der auf einer umfangreichen Datenerfassung basiert, wurde von der Stadt Leverkusen in Zusammenarbeit mit energielenker projects durchgeführt. „Er zeigt, wo Leverkusen steht und macht deutlich, wo Handlungsbedarf besteht“, erläutert Alexander Lünenbach, Dezernent für Bürger, Umwelt und Soziales. Die vier Jahre des Betrachtungszeitraums zeigen, dass fossile Energieträger in Bezug auf den Endenergieverbrauch dominieren. Erdgas, Diesel und Benzin weisen dabei den größten Anteil auf.
74 Prozent aller Energie in Leverkusen verbrauchen laut Bilanz Verkehr und private Haushalte. Danach folgten die Sektoren Industrie mit 16 Prozent und der Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) mit acht Prozent sowie die kommunalen Einrichtungen mit rund zwei Prozent. In ähnlicher Gewichtung wurden Treibhausgase (THG) emittiert.
Trends lassen sich in der Aufstellung ebenfalls ablesen, wobei der Bilanzbericht das Jahr 2019 als Referenzjahr benennt, da das Jahr 2020 als erstes Jahr der Pandemie nur bedingt aussagekräftig ist. So wuchs in den privaten Haushalten Leverkusens der Energieverbrauch um 143.822 Megawattstunden in den Jahren 2017 bis 2019, im Verkehr um 16.559 Megawattstunden, im Sektor Industrie um 201 Megawattstunden und im Sektor GHD um 43.597 Megawattstunden. Bei den kommunalen Einrichtungen (inklusive der kommunalen Flotte) blieb der Verbrauch relativ konstant.
Zwar reagiere das Instrument der Vier-Jahres-Bilanz nur träge und lasse gleichzeitig eher geringe Rückschlüsse auf die genauen Gründe der Veränderung zu, heißt es in der Vorlage zum Bericht. Eine Fortschreibung wird dennoch empfohlen, denn „mithilfe der Bilanz und der dafür zu erhebenden Daten (können) Entwicklungstrends für die gesamte Stadt oder einzelne Sektoren wiedergegeben werden, die auf andere Weise nicht erfasst werden können.“
Da Politik und Verwaltung darauf unmittelbaren Einfluss haben, werden die Energieverbräuche und THG-Emissionen der „Kommunalen Einrichtungen“ detailliert aufgeschlüsselt. Genaueres Augenmerk wurde außerdem auf Anteil und Entwicklung erneuerbarer Energien beziehungsweise deren Erzeugung auf dem Stadtgebiet gelegt. Deren Einspeisemenge in das Stromnetz deckte im Jahr 2019 bilanziell betrachtet rund zwei Prozent des Stromverbrauchs der Stadt Leverkusen. Allerdings stieg hier der bilanzielle Deckungsanteil auf rund drei Prozent im Jahr 2020 an. Damit liege die Stadt Leverkusen deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von einem Deckungsanteil von rund 45 Prozent im Jahr 2020 (42 Prozent 2019), so der Bericht.





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