Sonntag, 11. Januar 2026

Fachverband BiogasBranchenentwicklung nach unten korrigiert

[14.11.2012] Der Fachverband Biogas hat seine Prognosen zur Entwicklung der Branche im Jahr 2012 nach unten korrigiert. Als Ursache für den Markteinbruch gibt der Verband unter anderem die Novellierung des EEG an.

„Die aktuelle Entwicklung ist sehr ernüchternd“, kommentierte der Präsident des Fachverband Biogas, Josef Pellmeyer, neueste Branchenzahlen. Nach dem Boom-Jahr 2011 verzeichne die Biogasbranche in diesem Jahr einen erheblichen Rückgang im Anlagenbau. Der Fachverband Biogas hat daher seine im Mai verkündete Prognose (14585+wir berichteten) von 300 auf nunmehr 268 Neuanlagen nach unten korrigiert. Im Vergleich zu 2011 breche 2012 der Ausbau an Leistung um rund 70 und an Neuanlagen um knapp 80 Prozent ein, meldet der Fachverband. Dies hätten viele Unternehmen bislang durch den Überhang aus dem Jahr 2011 kompensieren können; für 2013 seien allerdings größere Probleme zu erwarten. Die Gründe für den Markteinbruch sieht der Fachverband Biogas vielschichtig. „Das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2012) hat der Biogasbranche eher geschadet als dass es neue Impulse setzen konnte“, meint etwa Fachverbands-Präsident Josef Pellmeyer. Darüber hinaus hätten zahlreiche Genehmigungs- und Sicherheitsauflagen ebenso wie steigende Substratpreise den Bau neuer Anlagen immer häufiger unrentabel gemacht. Der Freistaat Bayern prüft derzeit, inwieweit die bis 2022 abgeschalteten Atomkraftwerke über Biogasanlagen ersetzt werden können. Ein Plan, der sich bei positivem Prüfergebnis nach Angaben des Fachverbands Biogas sicher auf ganz Deutschland übertragen lässt. „Biogas hat ein enormes Potenzial – insbesondere für die Netzsystemsicherheit und -stabiliät – und muss jetzt durch die entsprechenden Weichenstellungen gehoben werden“, so Pellmeyer.





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