Mittwoch, 1. April 2026

Schleswig-HolsteinGünstige Bilanz durch steife Brisen

[25.01.2013] Strom aus erneuerbaren Energien kostet im nördlichsten Bundesland 3,5 Cent pro Kilowattstunde weniger als im Bundesdurchschnitt. Der Grund: Windräder an der Küste produzieren deutlich mehr Strom als im Binnenland.
Windräder an der Küste produzieren deutlich mehr Strom als im Binnenland.

Windräder an der Küste produzieren deutlich mehr Strom als im Binnenland.

(Bildquelle: Lutz Reimann / pixelio.de)

Schleswig-Holsteins Ökostrom ist auch mit den Kosten für abgeschaltete Windkraftanlagen deutlich günstiger als im Bundesdurchschnitt. Wie das schleswig-holsteinische Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume mitteilt, kostet Strom aus erneuerbaren Energien im nördlichsten Bundesland mit durchschnittlich 14,9 Cent pro Kilowattstunde 3,5 Cent weniger als im Bundesdurchschnitt. Dies ergebe sich aus Berechnungen des Ministeriums auf Basis von Daten des Statistikamts Nord und der schleswig-holsteinischen Netzbetreiber. Eingerechnet in den Kostenvorteil seien Entschädigungen für Strom, der aufgrund von Netzengpässen nicht eingespeist werden konnte. Nach Angaben der schleswig-holsteinischen Netzbetreiber waren dies im Jahr 2011 über 300 Gigawattstunden, für die rund 29 Millionen Euro an Entschädigungen gezahlt wurden. Energiewendeminister Robert Habeck (Bündnis 90 / Die Grünen) sagte: „Vor allem der Wind an Land trägt dazu bei, die Kosten für die erneuerbaren Energien zu senken – und zwar auch dann, wenn Strom wegen fehlender Netzkapazitäten zeitweise abgeregelt werden muss.“ Ein Windrad an der Küste produziere bis zu 250 Prozent mehr Strom, als eine vergleichbare Anlage im Binnenland, so Habeck.





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