RostockDie Branche im Blick
Der Ostseestrand in Warnemünde bot nun schon zum zweiten Mal die Kulisse für das Rostocker Windenergieforum. Mehr als 300 Teilnehmer fanden am 9. August den Weg in das Hotel Neptun, um sich dort mit anderen Experten rund um das Thema Onshore-Windenergie auszutauschen. Aus Sicht des Veranstalters eno energy war das Symposium ein voller Erfolg. „Wir hatten eine Fülle von hochinformativen Vorträgen in unseren drei Wissensforen“, so Projektleiterin Kathleen Zander. Die Themen betrafen Aspekte aus Politik, Wirtschaft und Industrie. Zu Beginn verwies Sylvia Pilarsky-Grosch, Präsidentin des Bundesverbands Windenergie (BWE), auf die Bedeutung der Branche für die Wirtschaft. Für viele Industriezweige könne die Windenergie eine Leuchtturmfunktion haben. „Wenn eine gute Wirtschaftspolitik unternehmerische Entscheidungen darüber hinaus positiv begleitet, nutzt das dem ganzen Land“, so Pilarsky-Grosch. Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Volker Schlotmann (SPD) machte deutlich, sich innerhalb der Landesregierung für den weiteren Zubau von Windkraftanlagen einsetzen zu wollen und die politischen Rahmenbedingungen dementsprechend zu gestalten. Dazu müssten aber auch die Bürger stärker einbezogen werden. „Windkraft ist die günstigste Form der erneuerbaren Energien, um Strom zu produzieren. An der entstehenden Wertschöpfung müssen möglichst viele Menschen beteiligt werden. So entsteht Akzeptanz“, sagte Schlotmann. Neben energiepolitischen Aspekten standen auch Fragen zu Finanzierungsthemen, Planungslösungen und technischen Innovationen zur Diskussion. Der gegenwärtige Stand der deutschen Windindustrie wurde ebenfalls angesprochen. Thorsten Herdan, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA): „Die deutsche Windindustrie ist in einem schwierigen Weltmarkt sehr gut aufgestellt. Das erste Halbjahr 2013 zeigt einen Positivtrend, nicht nur für den deutschen, sondern auch für den Weltmarkt.“ In Zukunft werde es darauf ankommen, die Qualität des Windstroms zu steigern. „Hier sind technische Lösungen gefragt, die den Strom bedarfsgerecht zur Verfügung stellen.“
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