EnergiekostenOstdeutsche zahlen am meisten

Ost-West-Gefälle Deutschland: Die Energiekostenquote ist in Sachsen wesentlich höher als beispielsweise in Hamburg oder Bayern.
(Bildquelle: check24.de)
Verbraucher in Deutschland werden bei den Energiekosten im Osten der Republik weitaus stärker zur Kasse gebeten als im Westen. Je nach Bundesland variiert die Kaufkraft um bis zu 34 Prozent, die Energiekosten um bis zu 18 Prozent. Das hat eine Analyse des Energie-Vergleichportals Check24 ergeben. Demnach ist in den Ländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt der Anteil der Kaufkraft, den Verbraucher für Strom und Gas aufwenden müssen, mit jeweils 6,7 Prozent am höchsten. Die monatlichen Energiekosten seien dort mit 96 Euro (Sachsen-Anhalt), 98 Euro (Sachsen) und 99 Euro (Thüringen) relativ hoch, die Kaufkraft mit jeweils unter 1.500 Euro pro Monat dagegen niedrig. Einen deutlich geringeren Anteil müssen laut Studie Ein-Personen-Haushalte in Hamburg für Energie aufwenden: Dort liegt die Energiekostenquote bei 4,5 Prozent. 89 Euro fallen monatlich für Energie an – die Kaufkraft liegt aber mit 1.956 Euro pro Monat deutlich höher als in den östlichen Bundesländern. Im Bundesdurchschnitt liege die Energiekostenquote bei 5,3 Prozent.
Ein Wechsel aus der Grundversorgung zu einem Alternativanbieter lohnt sich laut Check24 deutschlandweit. Besonders hoch sei die Ersparnis durch einen Anbieterwechsel in Berlin: In der Grundversorgung zahlt ein Ein-Personen-Haushalt dort 91 Euro pro Monat, bei einem Wechsel zu einem der zehn günstigsten Anbieter im Schnitt nur noch 72 Euro pro Monat. Das ergibt eine durchschnittliche Ersparnis von 225 Euro oder 21 Prozent im Jahr. Im Schnitt aller Bundesländer liege die jährliche Ersparnis bei 196 Euro oder 17 Prozent.
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