BerlinNetzwerke für mehr Energieeffizienz

Ein Rad greift in das andere: In Energieeffizienz-Netzwerken sollen Unternehmen gemeinsam Effizienzziele erarbeiten und umsetzen.
(Bildquelle: creativ collection Verlag)
Gemeinsam mehr erreichen – so könnte ein Motto lauten, unter dem das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium mit Wirtschaftsverbänden in Berlin die Einführung von Energieeffizienz-Netzwerken vereinbart haben. Das Ziel: Bis zum Jahr 2020 sollen bundesweit rund 500 neue Netzwerke entstehen. „Eine Kultur der Energieeffizienz lässt sich nicht durch den Gesetzgeber vorschreiben“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) anlässlich der Unterzeichnung. „Deshalb setzen wir auf das freiwillige Instrument der Energieeffizienz-Netzwerke. Die bisherigen Erfahrungen zeigen: mit den Netzwerken können große und hochrentable Effizienzpotenziale in Unternehmen erschlossen werden.“ Laut dem Bundeswirtschaftsministerium besteht ein Netzwerk aus 8 bis 15 Unternehmen. Jedes Unternehmen soll sich mithilfe eines erfahrenen Energieberaters ein Einsparziel setzen und dieses mit Maßnahmen unterlegen. In einem moderierten und vom Energieberater begleiteten Erfahrungsaustausch im Netzwerk setzen sich dann die Unternehmen ein gemeinsames Effizienzziel für ihre Netzwerkarbeit. Die Ergebnisse aus einem Netzwerk-Projekt hätten gezeigt, dass die teilnehmenden Unternehmen ihre Energieeffizienz nach drei bis vier Jahren im Vergleich zum Branchendurchschnitt deutlich stärker verbessern, ihre Treibhausgasemissionen im Schnitt um 1.000 Tonnen CO2 reduzieren und ihre Energieproduktivität doppelt so schnell erhöhen konnten.
Die unterzeichnenden Wirtschaftsverbände hätten zugesagt, die Verbreitung von Energieeffizienz-Netzwerken bei den Unternehmen über die gesamte Laufzeit der Vereinbarung zu fördern – etwa indem sie als Netzwerkinitiatoren auftreten. Die Umsetzung der Vereinbarung wird von einem jährlichen Monitoring begleitet. Zu den Unterzeichnern der Vereinbarung gehören unter anderem der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sowie der Verband kommunaler Unternehmen (VKU).
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