BremenVertiefte Energiepartnerschaft mit EWE

Der Bremer Versorger swb soll von der Einbindung in den EWE-Konzern profitieren.
(Bildquelle: swb AG)
Die Freie Hansestadt Bremen und das Energieunternehmen EWE haben ein Memorandum of Understanding (Absichtserklärung) unterschrieben. Das teilte die Senatskanzlei Bremen am 1. Juli mit. Die Vereinbarung soll die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit bei der Umstellung auf eine klimafreundliche Energieversorgung schaffen. Im Zentrum stehen gemeinsame Vorhaben zum Ausbau der Fernwärme, der Nutzung erneuerbarer Energien und der Dekarbonisierung der Industrie. Der Bremer Versorger swb soll dabei dauerhaft als leistungsfähiger regionaler Versorger erhalten bleiben und von der Einbindung in den EWE-Konzern – zum Beispiel in den Bereichen Wasserstoff und erneuerbare Energien – profitieren. Das Oldenburger Energieunternehmen EWE ist seit dem Jahr 2009 alleinige Eigentümerin der swb. Die Freie Hansestadt Bremen hält symbolisch eine Aktie.
Das Ziel sei es, die Versorgung in Bremen sicher, bezahlbar und klimaneutral zu gestalten, heißt es in der Mitteilung. Auch Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung sollen dauerhaft gesichert werden. Grundlage ist ein gemeinsames Eckpunktepapier, das Beteiligungsmöglichkeiten und den weiteren Ablauf regelt. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) erklärte: „Die Vereinbarung ist ein klares Signal, dass Bremen und die EWE die bevorstehenden Herausforderungen gemeinsam angehen.“
Die Zusammenarbeit soll auf mehreren Ebenen vertieft werden – unter anderem bei der Wärmeversorgung öffentlicher Gebäude, in der Abfallwirtschaft sowie bei strategischen Energiefragen. Dafür ist ein strategischer Beirat geplant, der kurzfristig eingerichtet werden soll. Bremen prüft zudem, ob ein stärkeres finanzielles Engagement im Rahmen der Energiewende möglich ist.
EWE-Vorstandschef Stefan Dohler sprach von einem „klaren Bekenntnis zu einer vertieften Zusammenarbeit“. In Bremen investiere der Konzern rund drei Milliarden Euro in die Energieinfrastruktur, im gesamten Nordwesten bis zu 16 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren. Auch die Vorstände der swb, Gunnar Geise und Karsten Schneiker, begrüßten die neue Vereinbarung. Sie könne helfen, die Versorgungssicherheit in Bremen und Bremerhaven weiter zu verbessern.
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