Freitag, 17. April 2026

LENAVeranstaltung zu Bürgerenergieprojekten

[23.06.2025] Bei einer Informationsveranstaltung in Rochau diskutierten über 50 Kommunalvertreter aus Sachsen-Anhalt die Chancen und Herausforderungen von Bürgerenergieprojekten. Besonders im Fokus stand die Frage, wie durch lokale Beteiligung und neue Leitlinien mehr Wertschöpfung vor Ort entstehen kann.

Mehr als 50 Teilnehmende tauschten sich über Erfahrungen, Instrumente und konkrete Handlungsmöglichkeiten aus.

(Bildquelle: LENA/Dirk Mahler)

Wie Kommunen ihre Spielräume in der Energiewende konkret nutzen können, stand im Zentrum einer Fachveranstaltung am 11. Juni 2025 in Rochau (Altmark). Wie die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA) mitteilt, hat sie bereits zum dritten Mal gemeinsam mit dem Landesnetzwerk Bürgerenergie Sachsen-Anhalt Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen zur Diskussion über erneuerbare Energien eingeladen. Mehr als 50 Teilnehmende folgten der Einladung, um sich über Erfahrungen, Instrumente und konkrete Handlungsmöglichkeiten auszutauschen.

Ein zentrales Thema war die lokale Wertschöpfung durch Bürgerenergieprojekte. Bis zu 50 Prozent der durch Erneuerbare-Energien-Anlagen generierten Werte könnten laut Veranstaltungsergebnissen in der Region bleiben – eine wirtschaftliche Chance für Kommunen, die auch Landrat Patrick Puhlmann, Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau, Bürgermeister Dirk Zeidler und LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein hervorhoben. In ihren Wortbeiträgen unterstrichen sie, wie wichtig es sei, das Potenzial dieser Projekte für die regionale Entwicklung zu erkennen und gezielt zu nutzen.

Die Diskussionen reichten von der Wirtschaftlichkeit großer Batteriespeicher über neue kommunale Leitlinien bis hin zu bürgernahen Finanzierungsmodellen. Die „Kommunale Leitlinie für faire Wind- und Freiflächen-PV-Projekte“ des Landesnetzwerks wurde als wichtiges Instrument hervorgehoben, um kommunale Interessen besser gegenüber Projektentwicklern zu vertreten. Auch beschäftigungspolitische Effekte, etwa durch neue regionale Arbeitsplätze, wurden thematisiert.

Praxisnah veranschaulicht wurde das Thema durch den Bürgerwindpark Druiberg. Heimo Kirste, Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft Osterwieck, präsentierte das Projekt mit 13 Anlagen und einer Gesamtleistung von 72 Megawatt. Er schilderte eindrücklich, wie die Einnahmen aus dem Windpark der Gemeinde zugutekommen – ein Beispiel für erfolgreiche Bürgerbeteiligung an der Energiewende.

Die Veranstalter zogen ein gemischtes Fazit: Zwar beeindruckten die vorgestellten Fakten und Projektbeispiele, doch sei weiterhin viel Beratung, Unterstützung und Netzwerkpflege nötig, um Bürgerenergieprojekte flächendeckend zu etablieren.

Die Präsentationen der Referierenden stehen auf der Internetseite der LENA zur Verfügung.





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