Dienstag, 15. September 2026

BensheimModellkommune für E-Mobilität

[25.03.2015] Die Stadt Bensheim in Hessen soll zur Modellkommune für intelligente Ladeinfrastruktur werden. Der Energieversorger GGEW sowie die Unternehmen TE Connectivity und ubitricity investieren dazu in ein gemeinsames Elektromobilitätsprojekt.
Die Unternehmen GGEW

Die Unternehmen GGEW, ubitricity und TE Connectivity wollen in der Stadt Bensheim die Infrastruktur für Elektromobilität ausbauen.

v.l.: Adil Oyan, Stadtrat der Stadt Bensheim; Rolf Richter, Bürgermeister der Stadt Bensheim; Dr. Frank Pawlitschek, Gründer und Geschäftsführer ubitricity; Dr. Peter Müller, Vorstand GGEW AG; Thorsten Herrmann, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Bensheim

(Bildquelle: GGEW / Marc Fippel)

Der Energieversorger GGEW (Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße) will gemeinsam mit den Unternehmen TE Connectivity und ubitricity die Elektromobilität in Bensheim voranbringen. Die Stadt an der hessischen Bergstraße soll zur Modellkommune für den Aufbau einer wirtschaftlichen, intelligenten und mobilen Ladeinfrastruktur inklusive Abrechnung werden. Bis Ende des Jahres 2015 sollen hierfür 50 Ladepunkte entstehen. Das Vorhaben richtet sich vor allem an Unternehmen. Laut den Projektpartnern sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, damit diese verstärkt Elektroautos als Firmenfahrzeuge einsetzen. So könnte etwa ein Mitarbeiter sein Fahrzeug auf dem Parkplatz seines Arbeitsplatzes oder daheim in der Garage aufladen. Auch für Park-and-Ride-Parkplätze biete sich diese Technologie an. „Als Förderer der Elektromobilität und Betreiber von Elektrotankstellen in der Region haben wir ein großes Interesse daran, innovative und effiziente Ideen zu unterstützen“, erklärt GGEW-Vorstand Peter Müller das Vorhaben. „Die GGEW AG baut die Infrastruktur aus, die für einen flächendeckenden Einsatz von Elektrofahrzeugen notwendig ist.“

Effiziente Lösung

ubitricity stellt die intelligenten mobilen Stromzähler bereit. „Durch den Einsatz der Stromzähler senkt ubitricity die Kosten für Ladeinfrastruktur erheblich“, sagt Geschäftsführer Frank Pawlitschek. Wenn im Ladekabel oder im Elektroauto bereits ein Stromzähler mit Kommunikationstechnologie eingebaut ist, genügen spezielle Steckdosen vor Ort. Diese kommen laut ubitricity praktisch ohne laufende Kosten aus und können aufgrund ihrer geringen Größe nahezu überall installiert werden. So ließen sie sich beispielsweise an eine Wand montieren oder in den Mast einer Straßenlaterne einbauen. Energieanbieter TE Connectivity ist für die Serienfertigung für das intelligente Ladekabel und die Ladedose zuständig. Schließt der Kunde sein Auto an, kommuniziert der Zähler im intelligenten Ladekabel über eine drahtlose Internet-Verbindung und autorisiert den Ladevorgang. Am Ende des Ladevorgangs wird die abgezapfte Strommenge automatisch weitergegeben. ubitricity bereitet die Daten auf und liefert sie an die GGEW oder einen anderen Stromanbieter, mit dem der Kunde einen Mobilstrom-Vertrag hat. „Eine effiziente Lösung, die dem Alltag in unserer mobilen Gesellschaft entspricht“, sagt Pawlitschek.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Elektromobilität

München: Neues Vergabeverfahren für Ausbau der Lade-Infrastruktur

[09.09.2026] München will den Ausbau öffentlicher Lade-Infrastruktur künftig über Konzessionen organisieren und damit das bisherige Verteilverfahren ablösen. Anlass für den Wechsel ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts München, das Mängel am bisherigen Auswahlverfahren festgestellt hatte. mehr...

KVG: Betriebshof wird auf emissionsfreien Busverkehr umgestellt

[07.09.2026] Der Eigenbetrieb Beteiligungen der Landeshauptstadt Kiel modernisiert den KVG-Betriebshof in der Werftstraße für den weiteren Ausbau des Elektrobusverkehrs. Mit dem Abriss einer alten Wagenhalle entstehen Flächen für zusätzliche Fahrzeuge und Lade-Infrastruktur. mehr...

M3E: Aktualisiertes Whitepaper zur GEIG-Novelle

[24.08.2026] Die GEIG-Novelle verschärft die Vorgaben für Lade-Infrastruktur an Wohn- und Nichtwohngebäuden. M3E hat die neuen Pflichten und Fristen in einem aktualisierten Whitepaper zusammengefasst. mehr...

Hansen powercloud: Elli verlängert Vertrag für Abrechnungsplattform

[24.08.2026] Elli verlängert den Vertrag für die energiewirtschaftliche Abrechnungsplattform Hansen powercloud bis 2030. Die Plattform soll künftig auch neue Geschäftsmodelle und Vehicle-to-Grid-Anwendungen unterstützen. mehr...

Lichtblick: Schnellladestandorte erhalten Batteriespeicher

[18.08.2026] LichtBlick setzt erstmals Batteriespeicher ein, um Schnellladen auch bei begrenzter Netzanschlusskapazität zu ermöglichen. Zwei neue Standorte in Norddeutschland zeigen, wie Speicher hohe Ladeleistungen absichern und zugleich Lastspitzen abfangen können. mehr...

Würselen: Schnellladepark in Planung

[17.08.2026] EWV und Caritas planen in Würselen einen öffentlich zugänglichen Schnellladepark mit acht Ladepunkten und bis zu 400 Kilowatt Ladeleistung. Der Standort an der Krefelder Straße soll 2027 in Betrieb gehen und schnelles Laden mit Einkaufsmöglichkeiten verbinden. mehr...

swb: Webinare rund um Wärme, Solarenergie und E-Mobilität

[14.08.2026] swb bietet im August und September kostenfreie Webinare zu Wärme, Solar und E-Mobilität an. Im Mittelpunkt stehen neue Förderbedingungen, technische Lösungen und Fragen, die für geplante Investitionen im Land Bremen relevant sind. mehr...

Öffentliche Ladesäule der Stadtwerke Tübingen: Förderung durch den Bund ist laut BDEW zu bürokratisch.

E.ON-Umfrage: Zulassungsrekord von E-Autos

[12.08.2026] E-Autos erreichen 2026 einen neuen Zulassungsrekord, zugleich nennen Fahrer vor allem niedrigere Energiekosten und mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen als Kaufgründe. Eine E.ON-Umfrage zeigt, welche Faktoren den Umstieg prägen und wo vor allem beim Laden, bei der Reichweite und beim Fahrzeugwert noch Informationsbedarf besteht. mehr...

Karlsruhe: Lade-Infrastruktur wächst

[12.08.2026] Karlsruhe hat fünf weitere Schnellladestandorte für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen. Damit wächst das öffentliche Ladenetz auf rund 530 Ladepunkte, während die Stadt bereits weitere Standorte prüft. mehr...

BSI: Eckpunkte zur Cyber-Sicherheit von Ladesäulen

[03.08.2026] Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat ein Eckpunktepapier zur Cyber-Sicherheit öffentlicher Lade-Infrastruktur veröffentlicht. Es soll den Ausbau der Elektromobilität mit einheitlichen Sicherheitsmaßnahmen begleiten und den Schutz vor künftigen Cyber-Risiken verbessern. mehr...

Stadtwerke Stuttgart: Ausbau von digitaler Ladeplattform

[31.07.2026] Die Stadtwerke Stuttgart bauen ihre digitale Ladeplattform für Elektrofahrzeuge aus. Die neue Systemarchitektur soll neue Tarife, eine Fahrer-App und zusätzliche Angebote für Privat- und Geschäftskunden ermöglichen. mehr...

Lade-Infrastruktur: BDEW liefert neue Zahlen zum Ausbau

[28.07.2026] Die öffentliche Lade-Infrastruktur in Deutschland wächst weiter und umfasst inzwischen mehr als 204.000 Ladepunkte. Neue Zahlen des BDEW zeigen, dass der Ausbau dem Fahrzeugbestand deutlich vorausläuft und die Auslastung der Ladesäulen niedrig bleibt. mehr...

Wiesbaden: Ausbauziel der Lade-Infrastruktur übertroffen

[23.07.2026] Wiesbaden hat den ersten Ausbauschritt seiner öffentlichen Lade-Infrastruktur früher als geplant übertroffen. Mit 446 neuen Ladepunkten setzt die Stadt ihren Ausbaupfad bis 2030 fort und stärkt die Elektromobilität im öffentlichen Raum. mehr...

Abfallwirtschaft Stuttgart: Neue Betriebsstelle in Betrieb genommen

[30.06.2026] Abfallwirtschaft Stuttgart hat in Stuttgart-Wangen eine neue Betriebsstelle mit Lade-Infrastruktur für vollelektrische Müllfahrzeuge und großflächiger Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. mehr...

Karlsruhe: Entsorgungsbetrieb baut elektrische Flotte weiter aus

[30.06.2026] Das Team Sauberes Karlsruhe baut seine Flotte batterieelektrischer Abfallsammelfahrzeuge und die zugehörige Lade-Infrastruktur deutlich aus. Damit stärkt der kommunale Entsorger seine Vorreiterrolle in Baden-Württemberg und verfolgt das Ziel eines weitgehend emissionsfreien Fuhrparks bis 2035. mehr...