Montag, 7. September 2026

SchnellingenLeuchtturmprojekt gestartet

[25.03.2015] Das Unternehmen Bioenergie Schnellingen hat ein neues Biomasse-Heizkraftwerk sowie Nahwärmenetz offiziell in Betrieb genommen.
Die Projektbeteiligten nehmen das neue Biomasse-Heizkraftwerk in Schnellingen offiziell in Betrieb.

Die Projektbeteiligten nehmen das neue Biomasse-Heizkraftwerk in Schnellingen offiziell in Betrieb.

(Bildquelle: Badenova)

Im baden-württembergischen Schnellingen ist ein neues Biomasse-Heizkraftwerk sowie Nahwärmenetz offiziell in Betrieb gegangen. Betreiber ist das Unternehmen Bioenergie Schnellingen. Es wurde im Sommer 2012 eigens dafür gegründet, die Energiewende im Kinzigtal voranzubringen. Zur Betreibergesellschaft der Anlage gehören unter anderem die Haslacher Stadtwerke, die Volksbank Kinzigtal sowie die Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwarzwald. Der regionale Energiedienstleister Badenova ist ebenfalls dabei. „Das Projekt ist ein Musterbeispiel dafür, dass die Energiewende in unserer Region mit großen Schritten vorangeht – weil es mutige und kreative Unternehmer gibt“, sagt Badenova-Vorstand Mathias Nikolay. Das Projekt in Schnellingen sei ein ökologisches Leuchtturmprojekt.
Herzstück der Anlage ist ein Holzvergaser. Das Besondere daran: Anstatt der bisher für Holzvergaser verwendeten Holzhackschnitzel werden Holzpellets verwendet. Diese sind in ihrer Größe genormt und besitzen homogene Brenneigenschaften. Laut Badenova sorgen sie für eine gleichmäßigere Vergasung und reduzieren den Wartungsbedarf. Die Pellets werden aus Hölzern der umliegenden Wälder gewonnen und in der Region produziert. Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) verbrennt das Gas anschließend und erzeugt Strom und Wärme für Wohnhäuser und Industrieanlagen. Der Wirkungsgrad der Anlage beträgt 80 Prozent. Damit sei sie besonders energieeffizient. „Wir produzieren Strom und Wärme dort, wo unsere Verbraucher sind“, sagt Joachim Prinzbach, Geschäftsführer der Bioenergie Schnellingen. „Das stärkt die regionale Wertschöpfung und ist nachhaltig – auch weil unsere Rohstoffe direkt vor unserer Haustüre wachsen.“ Seit Mitte Dezember 2014 befindet sich die Heizzentrale im Dauerbetrieb – das Wärmenetz ist bereits fertiggestellt. Zum Gesamtkonzept gehören außerdem ein Erdgas-BHKW und ein Holzkessel für den Mittellastbetrieb sowie ein Erdgaskessel für die Spitzenlast.





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