Montag, 6. Juli 2026

Schleswig-HolsteinGrünes Licht für Westküstenleitung

[08.05.2015] Der erste Abschnitt der Westküstenleitung in Schleswig-Holstein kann gebaut werden. Das Amt für Planfeststellung Energie beim Energiewendeministerium Schleswig-Holstein hat den Planfeststellungsbeschluss erteilt.
Der erste Abschnitt der Westküstenleitung in Schleswig-Holstein kann gebaut werden.

Der erste Abschnitt der Westküstenleitung in Schleswig-Holstein kann gebaut werden.

(Bildquelle: Tennet)

Der Bau der insgesamt 121 Kilometer langen Westküstenleitung in Schleswig-Holstein kann beginnen. Das Amt für Planfeststellung Energie beim Energiewendeministerium Schleswig-Holstein hat am Mittwoch (6. Mai 2015) den Planfeststellungsbeschluss für den ersten Abschnitt von Brunsbüttel zum Umspannwerk Süderdonn erteilt. „Die Westküstenleitung ist die Hauptschlagader der Energiewende in Schleswig-Holstein. Sie ist unabdingbar, um unseren Windstrom aufzunehmen und nach Süddeutschland zu bringen“, sagte Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen). Der erste Abschnitt der 380-kV-Leitung ist 14 Kilometer lang und reicht von Brunsbüttel bis zum Umspannwerk Süderdonn. „Es stehen die Bagger bereit; der Netzbetreiber wird nun mit dem Bau der Freileitung loslegen. Voraussichtlich Ende des Jahres dürfte die Leitung auf diesem Abschnitt in Betrieb gehen“, so Habeck weiter. Insgesamt besteht die Westküstenleitung aus vier Abschnitten. Laut dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume werden zurzeit für den Abschnitt 2 (Umspannwerk Süderdonn – Umspannwerk Heide West) sowie für den Abschnitt 3 (Umspannwerk Heide West – Umspannwerk Husum) Anregungen und Bedenken eingearbeitet, die im Zuge der Auslegung der Planfeststellungsunterlagen eingebracht wurden. Anschließend sollen diese Planänderungen noch einmal in das öffentliche Beteiligungsverfahren gehen. Geplant ist, dass die Westküstenleitung auf voller Länge im Jahr 2018 in Betrieb ist. Die Westküstenleitung wird als notwendig erachtet, um Netzengpässe in Schleswig-Holstein abzubauen. Als weitere Ausbaustufe zur Erhöhung der Transportkapazität und Übertragungseffizienz ist der Ausbau von Gleichstromverbindungen (Südlink) zwischen Schleswig-Holstein und Bayern geplant.





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