Donnerstag, 29. Januar 2026

Trianel WindparkBorkum in Betrieb

[20.07.2015] Mit über zwei Jahren Verzögerung ist jetzt der erste rein kommunale Offshore-Windpark Europas in Betrieb gegangen.
Trianel Windpark Borkum: Rund ein Jahr nach Fertigstellung sind alle 40 Anlagen aufgeschaltet und im Probebetrieb.

Trianel Windpark Borkum: Rund ein Jahr nach Fertigstellung sind alle 40 Anlagen aufgeschaltet und im Probebetrieb.

(Bildquelle: Jan Oelker / Trianel / Areva Wind)

Der Trianel Windpark Borkum ist am Netz und produziert mit voller Leistung Strom. Wie die Stadtwerke-Kooperation meldet, sind rund ein Jahr nach Fertigstellung alle 40 Anlagen aufgeschaltet und im Probebetrieb. Der Windpark liegt rund 45 Kilometer vor der Küste der Nordseeinsel Borkum und hat eine installierte Leistung von 200 Megawatt (MW). Ursprünglich sollte der Offshore-Windpark zum Jahreswechsel 2012/2013 in Betrieb gehen. Sorge bereitete jedoch lange die Netzanbindung. Der Übertragungsnetzbetreiber hatte die Netzanbindung immer wieder verschoben und so den geplanten Bauablauf durcheinander gebracht (19017+wir berichteten).
Klaus Horstick, Geschäftsführer von Trianel Windkraftwerk Borkum, sagt: „Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der letzten Anlage sind wir nun im Probebetrieb. Im August werden die Anlagen in den Regelbetrieb überführt.“ Während des Probebetriebs werden nach Angaben von Trianel technische Details überprüft und alle Betriebsphasen der Anlagen des Typs AREVA Wind M5000 getestet. Mit der Fertigstellung der ersten Ausbaustufe seien auch wesentliche Voraussetzungen für die zweite Ausbaustufe geschaffen worden. Da das Investoreninteresse groß ist, rechnet Horstick im Jahr 2016 mit der Entscheidung über die zweite Ausbaustufe mit weiteren 200 MW.
Der Trianel Windpark Borkum soll pro Jahr auf Basis der erwarteten 4.000 Volllaststunden über 800 Gigawattstunden Strom produzieren. Die Strommenge reicht rechnerisch aus, um über 200.000 Haushalte zu versorgen. An dem Offshore-Windpark mit einer Gesamtinvestitionssumme von einer Milliarde Euro sind 33 Stadtwerke und Regionalversorger aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz sowie Trianel beteiligt.





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