Donnerstag, 17. September 2026

Stadtwerke RüsselsheimBruchholz aus der Region

[27.04.2016] Eine Holzhackschnitzelanlage der Stadtwerke Rüsselsheim läuft seit nunmehr zehn Jahren effizient. Dies ergab eine freiwillige Intensivbegutachtung. Die Stadtwerke Rüsselsheim beurteilen die Ergebnisse als Bestätigung ihrer Entscheidung für diese Technologie.
Vertreter der Stadtwerke Rüsselsheim und der Stadtwerke Dreieich werfen gemeinsam einen Blick in die Brennkammer der Rüsselsheimer Holzhackschnitzelanlage.

Vertreter der Stadtwerke Rüsselsheim und der Stadtwerke Dreieich werfen gemeinsam einen Blick in die Brennkammer der Rüsselsheimer Holzhackschnitzelanlage.

v.l.: Hans-Peter Scheerer, Geschäftsführer Stadtwerke Rüsselsheim; Steffen Arta und Denis Kozic, Verteter der Stadtwerke Dreieich; Mathias Menssen, Projektleiter Energiedienstleistungen bei den Stadtwerken Rüsselsheim

(Bildquelle: Stadtwerke Rüsselsheim GmbH)

Seit zehn Jahren betreiben die Stadtwerke Rüsselsheim eine Holzhackschnitzelanlage an der Alexander-von-Humboldt-Schule. Eine freiwillige Intensivbegutachtung durch die Wiesbadener Gesellschaft für rationelle Energienutzung hessenENERGIE hat jetzt ergeben: Die Anlage „arbeitet supergut“. Wie die Stadtwerke Rüsselsheim mitteilen, bestätigt das Gutachten die Stadtwerke in ihrer Entscheidung, auf diese Technologie gesetzt zu haben; damals sei man Vorreiter auf diesem Gebiet gewesen. Auch die Stadtwerke Dreieich hätten die Anlage bereits besichtigt. Diese besteht aus einem 800 Kilowatt (kW) leistenden Holzkessel und zwei erdgasbetriebenen Niedertemperaturkesseln à 285 beziehungsweise 1.400 kW. Die Holzhackschnitzelheizung deckt die Grundlast an Wärmebedarf ab. Für die restlichen 20 Prozent werden die Gaskessel zugeschaltet. Laut den Stadtwerken werden pro Heizsaison rund 3.000 Kubikmeter Bruchholz verfeuert. Dieses stamme zu großen Teilen aus dem Darmstädter Forst. Die Gutachter hätten den Stadtwerken außerdem bescheinigt, die eingesetzten Brennstoffe sehr effizient zu nutzen. Stadtwerke-Chef Hans-Peter Scheerer: „Das kommt nicht nur der Umwelt, sondern wirtschaftlich auch der Stadt Rüsselsheim als Schulträger zugute.“ Nach Angaben von Scheerer verfügen die Stadtwerke über umfangreiche Fachkenntnisse bei Energiedienstleistungen. Entsprechend betreibe das Unternehmen nicht nur Heizungsanlagen sondern plane diese auch selbst. Die Planleistungen wiederum biete man auch Dritten an.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Bioenergie

AEE: Integration von Biogasanlagen in Wärmeplanung

[02.09.2026] Sechs Kommunen erproben im Projekt LKFlex, wie flexible Biogasanlagen in die kommunale Wärmeplanung integriert werden können. Im Fokus stehen dabei die Nutzung von Abwärme und die flexible Stromerzeugung als Ergänzung zu Wind- und Solarenergie. mehr...

Grafik der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz: Ein Sechstel der Bioenergie-Leistung zur Stromerzeugung in Rheinland-Pfalz befindet sich im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Rechts sind zwei stilisierte Biogasanlagen abgebildet.

Eifelkreis Bitburg-Prüm: An der Spitze bei Bioenergie

[25.08.2026] Der Eifelkreis Bitburg-Prüm verfügt über die höchste installierte Bioenergie-Leistung unter den Kommunen in Rheinland-Pfalz. Mit knapp 31 Megawatt entfallen rund ein Sechstel der landesweit installierten Leistung und fast ein Viertel der Anlagen auf den Landkreis. mehr...

Green Planet Energy: Biomethan aus Morschen

[07.08.2026] Die Energiegenossenschaft Green Planet Energy baut eine Biogasanlage im hessischen Morschen zu einem Biomethanstandort aus. Das Projekt soll nachhaltiges Gas aus landwirtschaftlichen Reststoffen liefern und den erneuerbaren Anteil der Gasversorgung weiter erhöhen. mehr...

Lahr: Bau von Biomasse-Anlage

[03.08.2026] MVV Enamic baut für die Rubinmühle in Lahr eine Biomasse-Anlage zur Erzeugung von Prozessdampf aus Haferschalen. Das Projekt soll Erdgas ersetzen, CO2-Emissionen senken und zeigt, wie Industrieunternehmen Produktionsreststoffe energetisch nutzen können. mehr...

EEG-Novelle: Kritik aus der Biogasbranche

[22.07.2026] Ein Netzwerk der Biogasbranche kritisiert den Entwurf zur EEG-Novelle als existenzielle Bedrohung für bestehende Biogasanlagen. Nach Ansicht der Flexperten gefährden die geplanten Ausschreibungsregeln Versorgungssicherheit, Wärmewende und ländliche Wertschöpfung – und fordern deutliche Nachbesserungen. mehr...

Cuxhaven: Biovergärungsanlage macht Baufortschritte

[09.03.2026] Am Entsorgungszentrum Pennigbüttel entsteht eine Biovergärungsanlage, die Bioabfälle aus vier Kommunen zu Biogas und Kompost verarbeitet. Ein Jahr nach dem Spatenstich melden die Betreiber deutliche Baufortschritte und starten nach der Winterpause den nächsten Bauabschnitt. mehr...

Weikersheim: Baustart von Rohbiogasleitung

[05.03.2026] In Weikersheim entsteht eine 4,3 Kilometer lange Rohbiogasleitung mit zwei Satelliten-Blockheizkraftwerken für die kommunale Wärmeversorgung. Das vom Land Baden-Württemberg mit 300.000 Euro geförderte Projekt soll jährlich bis zu 500.000 Liter Heizöl ersetzen und gilt als Modell für den ländlichen Raum. mehr...

Hauptstadtbüro Bioenergie: Kritik am Entwurf des Netzentwicklungsplans

[19.01.2026] Der aktuelle Entwurf des Netzentwicklungsplans blendet nach Ansicht der Bioenergiebranche erneut das Potenzial von Biomasse und Biogas aus. Das Hauptstadtbüro Bioenergie kritisiert eine realitätsferne Fortschreibung früherer Annahmen trotz veränderter energiepolitischer Rahmenbedingungen. mehr...

Stadtwerke Flensburg: Gemeinde übernimmt Biomasse-Heizkraftwerk

[08.01.2026] Zum 1. Januar 2026 hat die Gemeinde Langballig das Biomasse-Heizkraftwerk von den Stadtwerken Flensburg übernommen. Damit geht eine seit mehr als drei Jahren vorbereitete Übertragung der klimaneutralen Wärme- und Stromerzeugung in kommunale Verantwortung über. mehr...

Biogasrat: Warnung vor Wettbewerbsnachteilen

[12.12.2025] Der Biogasrat warnt, dass der neue Kabinettsentwurf zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote die Existenz mittelständischer Produzenten fortschrittlicher Biokraftstoffe gefährde. mehr...

Neutraubling: Biomasseheizwerk ans Wärmenetz gegangen

[08.12.2025] REWAG hat in Neutraubling jetzt ein Biomasseheizwerk offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage soll das Wärmenetz stabilisieren und ein weiterer Schritt zur Dekarbonisierung sein. mehr...

Biogasrat: Kritik an Referentenentwurf

[01.12.2025] Der Biogasrat kritisiert den Referentenentwurf zum Gas- und Wasserstoff-Binnenmarktpaket als unzureichend und warnt vor Rückschritten bei Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Der Verband fordert verlässliche Regeln für den Netzanschluss von Biomethananlagen, den Erhalt bestehender Privilegien und klare Vorgaben zur Investitionssicherheit. mehr...

Putlitz: Umstellung von Gasnetz auf Biomethan

[24.11.2025] Die Stadt Putlitz stellt ihr Gasnetz erstmals vollständig auf nahezu klimaneutrales Biomethan um. Grundlage ist ein Vertrag zum Anschluss der Biogas Produktion Putlitz an das Netz von EMB Energie Brandenburg. mehr...

Bayern: Hopfenveredelungswerk nimmt Biomasseheizwerk in Betrieb

[21.11.2025] Das Hopfenveredelungswerk St. Johann hat ein neues Heizhaus mit Biomassekessel in Betrieb genommen. Damit deckt der Betrieb seinen Wärmebedarf fast vollständig aus Hopfenresten und Holz. mehr...

bmp greengas: Mit Biomethan ins Klimaziel

[20.11.2025] Biomethan kann der deutschen Chemieindustrie helfen, ihre Klimaziele schneller zu erreichen und CO2-Emissionen deutlich zu senken. Laut bmp greengas lässt sich das aufbereitete Biogas ohne technische Anpassungen als Ersatz für Erdgas nutzen. mehr...