Trendbarometer EnergiewendePersonal als Erfolgsfaktor

Das Personal ist ein wichtiger Faktor bei der Gestaltung der aktuellen Transformation in der Energiewirtschaft.
(Bildquelle: KPMG/Odgers Berndtson)
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und die Personalberatung Odgers Berndtson haben untersucht, wie sich der Umbruch der Energiewirtschaft, ausgelöst durch Digitalisierung, neue Technologien und branchenfremde Akteure, auf Mitarbeiter und Führungskräfte auswirkt. Das Ergebnis: Höhere Flexibilität, neue Qualifikationen und ein stärker kooperativer Führungsstil sind entscheidend, um den Wandlungsprozess erfolgreich zu gestalten. Nikolaus Graf Kerssenbrock, Partner Deal Advisory, Energy bei KPMG, erläutert: „Wer sich in der steigenden Marktdynamik behaupten will, muss über Flexibilität verfügen und sicherstellen, dass diese zu einem wesentlichen Teil seiner Strategie und seines Business-Modells wird. Es geht darum, neue Talente zu binden, zu fördern und flexible Karrierepfade anzubieten.“ Laut den Verfassern der Studie haben Geschäftsführer und Vorstände den Transformationsdruck längst erkannt. Als wichtigste Handlungsfelder werden dabei das Innovationsmanagement (82 Prozent), die operationale Exzellenz (79 Prozent), die Anpassung an Kundenbedürfnisse (66 Prozent) und das Humankapital (57 Prozent) gesehen. Zu schaffen machen den Unternehmen hingegen eine alternde Arbeitnehmerschaft (82 Prozent), die fehlende Flexibilität der Mitarbeiter (77 Prozent) und ein zunehmender Führungskräftemangel (62 Prozent). Das Tempo bei der Umgestaltung der Energiewirtschaft lasse zudem Qualifikationsdefizite aufreißen. Wenn die Lücken nicht rechtzeitig identifiziert und geschlossen werden, könne dies zu erheblichen Schwierigkeiten führen. Katja Hanns-Terrill, Partner bei Odgers Berndtson, betont: „Mitarbeiter und Führungskräfte müssen sich darauf einstellen, lieb gewonnene Komfortzonen zu verlassen. Ansprüche und Stellenprofile verändern sich, sodass sich Mitarbeiter stetig den neuen Herausforderungen, die mit der Weiterentwicklung ihrer Aufgaben einhergehen, stellen müssen.“ Der Personalbereich müsse künftig als zentraler Erfolgsfaktor für das Gelingen der Umgestaltung des Energiemarkts angesehen werden. Damit die Mitarbeiter entsprechend gewappnet sind, halten die befragten Top-Entscheider folgende Kernbereiche für wesentlich: frühzeitiges Erkennen von Qualifikationslücken (49 Prozent), strukturiertes Wissensmanagement (49 Prozent), flexible Karrierepfade (47 Prozent) sowie Anreizsysteme zur Leistungssteigerung (44 Prozent). Für die Studie wurden nach Angaben der Verfasser rund 100 Vorstände und Geschäftsführer von Unternehmen der deutschen Energiewirtschaft mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro befragt.
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