Samstag, 7. Februar 2026

Frankfurt am MainStrom vom eigenen Dach

[11.04.2018] Den Strom lokal produzieren und gleich vor Ort verbrauchen – und das komplett CO2-frei. Diese Art der Energieversorgung setzen die Nassauische Heimstätte und Mainova in drei Quartieren in Frankfurt am Main um.
Mainova und Nassauische Heimstätte stellen ihre Kooperation zum Mieterstrom in Frankfurt am Main vor.

Mainova und Nassauische Heimstätte stellen ihre Kooperation zum Mieterstrom in Frankfurt am Main vor.

v.l.: Norbert Breidenbach, Mainova-Vorstand; Monika Fontaine-Kretschmer, Geschäftsführerin der Nassauischen Heimstätte; Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte

(Bildquelle: Nassauische Heimstätte)

Das Wohnungsunternehmen Nassauische Heimstätte und der regionale Energieversorger Mainova kooperieren beim Mieterstrom in Frankfurt am Main. Vor einem Jahr hatten die beiden Unternehmen einen Rahmenvertrag unterzeichnet über die Nutzung von Frankfurter Dachflächen für die Errichtung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen. Wie Mainova mitteilt, wird dabei der mit der Kraft der Sonne vor Ort erzeugte Strom direkt in das jeweilige Hausnetz eingespeist und kann von den Mietern auf Wunsch bezogen werden. Seit Herbst 2017 werden die Anlagen in den Quartieren Melibocusstraße (Frankfurt-Niederrad), Windthorststraße (Frankfurt-Höchst) und Apfel-Carré (Frankfurt-Preungesheim) installiert. Sie erzeugen im Jahr insgesamt rund 400.000 Kilowattstunden (kWh) Strom aus Sonnenenergie und sparen damit rund 250 Tonnen CO2.
Nach Aussage von Constantin Westphal, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte, bietet die Kooperation den Vorteil, dass mit Mainova ein starker Partner das Investitionsrisiko trage und den störungsfreien Betrieb sicherstelle. „Damit können wir unseren Mietern, die auch immer mehr an Klimaschutz interessiert sind, ein attraktives Angebot machen. Es freut mich besonders, dass in Preungesheim, aber auch in der Windthorststraße der Allgemeinstrom so verrechnet werden kann, dass er in den Nebenkosten unserer Mieter gar nicht mehr oder nur teilweise auftaucht. Ökologie, die sich im Geldbeutel bemerkbar macht, überzeugt auch den größten Skeptiker.“ Er sei sich daher sicher, dass viele Mieter von dem Angebot Gebrauch machen würden. In allen drei Liegenschaften können die Hausbewohner den Ökostrom von ihrem Dach direkt über Mainova beziehen. Wird mehr benötigt als die PV-Anlagen produzieren, übernimmt das öffentliche Netz jederzeit die Versorgung, so Mainova. Umgekehrt werde nicht verbrauchter PV-Strom in das Netz eingespeist.
Nach Angaben von Mainova nehmen die Photovoltaikanlagen in den drei Quartieren zusammen rund 2.400 Quadratmeter Dachflächen ein und können insgesamt rund 360 Wohnungen direkt mit Solarstrom versorgen. Hinzu komme der Allgemeinstrom für Flure, Keller und Außenanlagen. Die maximale Gesamtleistung der PV-Anlagen betrage 415 Kilowatt (kWp).





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