Montag, 21. September 2026

Kreis GoslarModellprojekt zur Abwärmenutzung

[12.12.2018] Ein Modellprojekt zur Nutzung von industrieller Abwärme unter anderem in öffentlichen Einrichtungen will im kommenden Jahr der Kreis Goslar umsetzen. Dazu wird unter anderem ein digitales Abwärme- und Energieressourcenportal aufgebaut.
Kreis Goslar erhält Förderbescheid für ein Modellvorhaben zur Abwärmenutzung.

Kreis Goslar erhält Förderbescheid für ein Modellvorhaben zur Abwärmenutzung.

v.l.: Matthias Wunderling-Weilbier, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Braunschweig; ein Mitarbeiter der Ostfalia Universität Wolfenbüttel; Uljana Klein, Kreis Northeim; Niedersachsens Europaministerin Birgit Honé; Thomas Brych, Landrat Kr

(Bildquelle: Landkreis Goslar)

Für sein Modellprojekt „Innovatives Abwärme/Ressourcenkataster für Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung und Klimaschutz“ hat der Kreis Goslar jetzt einen Förderbescheid des Landes Niedersachsen in Höhe von rund 122.000 Euro erhalten. Zur Modellregion zählen auch die Kreise Wolfenbüttel und Northeim.
Das Projekt soll 2019 angestoßen werden und zielt nach Angaben des Kreises Goslar darauf ab, die bei produzierenden Unternehmen entstehende Abwärme, die gegenwärtig ungenutzt in der Atmosphäre verpufft, nachhaltig für benachbarte Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen nutzbar zu machen. In einem ersten Schritt soll die bislang ungenutzte Energie in einem digitalen Abwärme- und Energieressourcenportal über Unternehmensbefragungen erfasst werden, um einen Überblick über die vorhandenen Energieressourcen in der Region zu erhalten. In einem zweiten Schritt sollen dann über die Analyse von Wirtschaftlichkeits- und Wirkradien mit Unterstützung von Wirtschaftsförderung, Energieagenturen und Hochschulen konkrete Maßnahmen zur gemeinsamen Wärme- und Energienutzung abgeleitet und umgesetzt werden. Das Unternehmen IP Syscon übernimmt als Konsortialpartner die Aufgabe der räumlichen Datenaufbereitung und Analyse von Abwärme- und Wärmebedarfsinformationen, sowie den Aufbau des Abwärme- und Ressourcenportals, worüber die erfassten Daten vorgehalten, ausgewertet, visualisiert und aktualisiert werden können.
„Das Projekt hat Leuchtturmcharakter und kann – eine erfolgreiche Umsetzung vorausgesetzt – nicht unerheblich zur Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen“, unterstreicht Thomas Brych, Landrat des Kreises Goslar, die Bedeutung des Vorhabens.
Positiv hervorzuheben sei, dass sich auch die Bürger an dieser nachhaltigen Energienutzung beteiligen könnten, lobte die niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé. „Die Pläne, die generalisierten Analyseergebnisse im Internet zu veröffentlichen, haben das Potenzial, die Energiewende auch in der unmittelbaren Nachbarschaft voranzubringen. Die gemeinsame Nutzung von Energie durch Unternehmen und Privatpersonen ist hierfür ein zukunftsweisender Beitrag“, so die Einschätzung der Ministerin.
Das Modellprojekt in den Kreisen Goslar, Wolfenbüttel und Northeim ist zunächst auf eine Laufzeit von einem Jahr ausgelegt und hat exemplarischen Charakter. Die Übertragung auf andere Landkreise und eine Implementierung in der Region sind jedoch die erklärte Zielsetzung.





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