Freitag, 3. April 2026

tetraeder.solarPV-Potenzial für NRW errechnet

[21.05.2019] Nordrhein-Westfalen gewinnt ein Gigawatt peak zusätzliches Potenzial für Photovoltaikanlagen auf Dachflächen. Zu diesem Ergebnis kommt die Ingenieurgesellschaft tetraeder.solar anhand der vom Land als Open Data veröffentlichten Geobasisdaten.

Die Ingenieurgesellschaft tetraeder.solar hat ihre Untersuchung zum Potenzial für Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) auf Dachflächen in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Nach den Ergebnissen der Ingenieurgesellschaft hat das Land in den vergangenen zwei Jahren ein Gigawatt peak (GWp ) zusätzliches Potenzial für PV-Anlagen hinzugewonnen. Insgesamt könne mit dem aktuell identifizierten Gesamtpotenzial von nunmehr 82,2 GWp unter Berücksichtigung des individuellen Einstrahlungspotenzials je Dachfläche ein solarer Stromertrag von 65,5 Terawattstunden (TWh) generiert werden, informiert tetraeder.solar. Möglich wurde die Studie durch die seit dem Jahr 2017 als Open Data veröffentlichten Geobasisdaten. Nordrhein-Westfalen ist eines der ersten Bundesländer, das die EU-Richtlinie zur Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors (PSI-Richtlinie) so umgesetzt hat, dass ein freier Zugang zu Statistiken und Geodaten möglich ist. Die tetraeder.solar nutze diese Daten, um Prognose- und Planungsinstrumente im Bereich der erneuerbaren Energien anzubieten. Dabei werden neben der Ausrichtung und Neigung einer jeden Dachteilfläche auch die Verschattungen durch eigene Dachaufbauten wie Schornsteine, Nachbargebäude, Vegetation oder das Gelände berücksichtigt.

Valide Solarpotenzialberechnung

Für die aktuelle Studie wurden die Ergebnisse auf Basis der Anfang 2017 erstmals veröffentlichten Daten mit denjenigen aus dem Jahr 2019 verglichen. Grundlage bilden rund zehn Millionen Gebäude, für die eine valide Solarpotenzialberechnung durchgeführt werden konnte. „Die Steigerung um ein GWp ergibt sich zum einen daraus, dass in den vergangenen zwei Jahren rund 40.000 Gebäude hinzugekommen sind, die in die Berechnung neu aufgenommen wurden“, erklärt Stephan Wilforth, Geschäftsführer von tetraeder.solar. „Es ist aber auch festzustellen, dass die neue Datenbasis qualitativ besser geworden ist. Für den südöstlichen Landesteil waren bislang nur Daten aus den Jahren 2011 und 2012 verfügbar, die teilweise keine zuverlässige Solarpotenzialberechnung ermöglichten. Jetzt können wir uns dort auf Geodaten aus den Jahren 2017 und 2018 stützen. Das führt dazu, dass das Solarpotenzial für rund 60.000 Gebäude zusätzlich ausgewertet und in die Studie aufgenommen werden konnte. Insofern ist der Gewinn eben auch ein Gewinn der jetzt besseren Datenbasis.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Photovoltaik | Solarthermie

Aachen: Dynamischer Photovoltaik-Ausbau

[01.04.2026] Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Aachener Dächern hat sich seit 2020 nahezu verfünffacht. Die Stadt übertrifft damit ihre Klimaziele deutlich und will mit neuer Förderung vor allem Mehrfamilienhäuser und Unternehmen stärker einbinden. mehr...

Kreis Kassel: Mobiler PV-Fahrradanhänger unterwegs

[26.03.2026] Ein mobiler Photovoltaik-Fahrradanhänger bringt Solarstrom flexibel an Schulen und Veranstaltungen im Landkreis Kassel. Die Anlage verbindet Energieerzeugung, Netzeinspeisung und Bildungsarbeit und soll nun im Unterricht praktische Einblicke in die Energiewende liefern. mehr...

Herrsching am Ammersee: Gymnasium nutzt PVT-Module

[26.03.2026] Ein Gymnasium in Herrsching am Ammersee nutzt erstmals PVT-Module in Kombination mit Geothermie für seine Energieversorgung. Das hybride System reduziert den Bedarf an Erdsonden deutlich und zeigt, wie sich Flächen- und Genehmigungsgrenzen in Neubauten überwinden lassen. mehr...

Stadtwerke Münster: Bürgerbeteiligung innerhalb eines Tages gezeichnet

[12.03.2026] Die Bürgerbeteiligung für den Agri-Solarpark Amelsbüren der Stadtwerke Münster war innerhalb eines Tages vollständig gezeichnet. Das Tempo zeigt die hohe Unterstützung für regionale Energiewende-Projekte in Münster und verweist auf ein Solarprojekt, das Stromproduktion und Landwirtschaft kombiniert. mehr...

Trianel: Verkauf von Solarpark

[10.03.2026] Das Unternehmen Trianel Energieprojekte hat einen 70,4-MWp-Solarpark in Brandenburg an einen Infrastrukturfonds von Nuveen verkauft. Der Deal zeigt, wie kommunale Projektentwickler große Photovoltaikprojekte für institutionelle Investoren strukturieren und vermarkten. mehr...

evm: Solarpark hat Förderzusage erhalten

[09.03.2026] Der geplante Solarpark Weltersburg-Guckheim hat in der jüngsten EEG-Ausschreibung der Bundesnetzagentur einen Förderzuschlag erhalten. Damit sind die Vermarktungsbedingungen für das Projekt gesichert – und der Bau einer 16-MWp-Freiflächenanlage auf einer ehemaligen Tongrube rückt näher. mehr...

Oldenburg: PV-Anlagen auf Lärmschutzwänden geplant

[09.03.2026] Photovoltaik-Module auf neuen Lärmschutzwänden sollen künftig Strom für das geplante Sport- und Gesundheitsbad am Flötenteich in Oldenburg liefern. Die Stadtverwaltung sieht darin eine günstigere und naturverträglichere Alternative zur ursprünglich vorgesehenen Floating-PV-Anlage auf dem Gewässer. mehr...

Nürnberg: Kommunale Gebäude haben PV-Anlagen erhalten

[06.03.2026] Die Stadt Nürnberg hat auf sechs kommunalen Gebäuden neue Photovoltaikanlagen mit zusammen rund 306 kWp installiert. Das Programm aus dem Sonderfonds Energiemangellage soll die Eigenstromversorgung stärken, Energiekosten senken und jährlich bis zu 300.000 kWh klimafreundlichen Strom liefern. mehr...

Berlin: Stadtwerk beliefert Howoge mit Allgemeinstrom

[04.03.2026] Die Berliner Stadtwerke liefern seit Jahresbeginn den gesamten Allgemeinstrom für den Wohnungsbestand der Howoge. Der langfristige Vertrag setzt auf Ökostrom und nutzt auch Solarstrom von den Dächern – mit Folgen für Versorgungssicherheit und Preisstabilität. mehr...

Bundesverband Solarwirtschaft: Frontalangriff auf die Energiewende

[03.03.2026] Ein geleakter Entwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sieht die Streichung der Förderung für neue private Solaranlagen und eine Pflicht zur Direktvermarktung vor. Die Solarbranche warnt vor massiven Folgen für Investitionen, Arbeitsplätze und die Klimaziele. mehr...

Greenovative: Kommunen profitieren von Solarparks

[02.03.2026] Greenovative hat 2025 mehr als 320.000 Euro an Kommunen im Umfeld seiner Solarparks ausgezahlt. Grundlage ist die freiwillige Beteiligung nach § 6 EEG, mit der Städte und Gemeinden direkt an den Stromerlösen partizipieren. mehr...

ABO Wind: Zuschlag für drei Solarparke erhalten

[25.02.2026] ABO Energy erhält in der jüngsten EEG-Ausschreibung der Bundesnetzagentur Zuschläge für drei Solarparke mit rund 50 Megawatt Leistung. Damit baut der Projektentwickler sein Hybridportfolio aus Photovoltaik und Batteriespeichern weiter aus und behauptet sich in einem erneut stark überzeichneten Wettbewerbsumfeld. mehr...

Baden-Württemberg: PV-Flächenziel vorzeitig erreicht

[20.02.2026] Baden-Württemberg hat sein PV-Flächenziel des Energie- und Klimaschutzkonzepts 2030 bereits ein Jahr früher erreicht und übertroffen. Statt der angestrebten 250.000 Quadratmeter sind auf Landesgebäuden schon rund 272.000 Quadratmeter installiert – mit klaren Folgen für den weiteren Ausbau bis 2030. mehr...

bericht

Photovoltaik: Agri-PV-Potenzial für Kommunen

[18.02.2026] Eine Studie des Fraunhofer ISE hat das Potenzial der Agri-Photovoltaik in Deutschland ermittelt. Auf den am besten geeigneten Flächen sind demnach insgesamt rund 500 Gigawatt Leistung möglich. Auch für die Gemarkungen von Kommunen kann das Potenzial berechnet werden. mehr...

bericht

Solarenergie: Verstärkte Investitionen gefragt

[16.02.2026] Solarenergie ist die günstigste und populärste Art der Stromerzeugung. Bis 2030 soll die bundesweit installierte Solarleistung noch einmal nahezu verdoppelt werden. Wie gestaltet sich die Energiewende in Photovoltaik, Speichern und Solarthermie? mehr...